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Karriere-Killer Honda Fireblade: Guy Martin verkündet Rücktritt

26. Juli 2017 - 14:27 Uhr

Der Traum vom ersten TT-Sieg ist geplatzt: Guy Martin trennt sich nach wenigen Monaten von Honda - Zukunft von John McGuinness' Karriere weiter unklar

Guy Martin
Guy Martin erlebte mit Honda eine enttäuschende Isle-of-Man-TT
© iomtt.com

(Motorsport-Total.com) - Nachdem BMW die Tourist Trophy (TT) auf der Isle of Man im vergangenen Jahr dominierte, formierte Honda das offizielle Team neu und verpflichtete im Winter Publikumsliebling Guy Martin, der neben Roadracing-Legende John McGuinness mit der neuen Fireblade an den Start gehen sollte. Doch die gesteckten Ziele wurden klar verfehlt. Wie auch in der Superbike-WM bereitete die 2017er-Fireblade große Probleme. Nun zog Martin die Reißleine und verkündete seinen Rücktritt.

"Ich startete mit großer Begeisterung für die neue Honda in die Saison. Ich dachte, das Motorrad wäre von Beginn an großartig. So dachte auch das Team", kommentiert Martin. Das Team des 35-Jährigen erhielt die Maschinen später als erwartet. Der Testrückstand konnte bis zur TT nicht aufgeholt werden.

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"Ich realisierte zeitig, dass viel Entwicklung nötig ist und es dann gut werden würde, doch dafür benötigt man Zeit und ich habe viele andere Projekte, für die ich diese Zeit lieber nutzen möchte. Ich war jahrelang nicht in die Entwicklung eines Motorrads involviert", erklärt Martin, der von der Wettbewerbsfähigkeit der Honda sehr enttäuscht ist: "Mir wurde gesagt, dass ich ein Motorrad bekomme, mit dem man sofort gewinnen kann. Deswegen konnte ich dieses Angebot nicht ablehnen."

"Die TT war ein absolutes Desaster", betont Martin, der bereits beim ersten Rennen der TT nach einem technischen Problem stürzte und später auf die weiteren Rennen mit der Fireblade verzichtete. Die 2017er-TT bleibt Martin nicht in guter Erinnerung: "Ich genoss sie nicht. Es war bereits vor der Reise dorthin klar, dass wir zu kämpfen haben. Aus mir wurde ein Testfahrer. Das zog ich auch durch."

John McGuinness Guy Martin
John McGuinness und Guy Martin wurden vor der TT als Honda-Dreamteam gefeiert
© Honda

"Nachdem wir vor ein paar Wochen in Cadwell testeten, sagte ich zum Team, dass das Motorrad beim Ulster-Grand-Prix nicht wettbewerbsfähig sein wird. Sie trafen die Entscheidung, mich vom Rennen zurückzuziehen. Sie sagten es mir nicht, was okay ist, da meine Entscheidung feststand", kommentiert Martin das vorzeitige Saisonende.

Aus Sicht von Honda war die TT bereits vor dem Start der Trainingswoche zum Scheitern verurteilt. Beim North West 200 verunglückte John McGuinness schwer und zog sich zahlreiche Verletzungen zu. Der Start bei der Isle-of-Man-TT war nicht möglich. Besonders bitter: Der Grund für den Sturz war eine Fehlfunktion der Elektronik. Bereits nach dem Sturz erklärte der 23-fache TT-Sieger, dass das Gas seiner Honda hängen blieb.

Viele Wochen nach dem Zwischenfall gesteht Teamchef Jonny Twelvetrees gegenüber 'MCN': "Wir haben die Daten des Steuergeräts ausgelesen und wissen jetzt, dass eine Einstellung der Kit-Software zu einem unerwarteten Gasstoß führte." Die lange Wartezeit begründete er damit, dass die ECU erst nach China zum Hersteller gesendet werden musste. Es ist unklar, ob McGuinness nach der Zwangspause wieder Rennen fahren wird.

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