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Superbike-WM Misano: Marco Melandri feiert Heimsieg

18. Juni 2017 - 14:01 Uhr

Ducati-Fahrer Marco Melandri gewinnt das zweite Superbike-Rennen in Misano - Jonathan Rea und Tom Sykes auf dem Podest - Stefan Bradl wird Zehnter

Marco Melandri
Erster Sieg seit 2014: Marco Melandri gewinnt das zweite Rennen in Misano
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - 100. Sieg für einen Italiener in der Superbike-WM: Marco Melandri gewinnt das zweite Rennen auf dem Misano-World-Circuit Marco Simoncelli und triumphiert zum ersten Mal seit Oktober 2014. Für den Routinier war es der 20. Karriere-Erfolg und Ducati durfte nach den beiden MotoGP-Siegen von Andrea Dovizioso nun über einen Heimtriumph jubeln. Das Podest komplettierte das Kawasaki-Duo Jonathan Rea und Tom Sykes auf den Plätzen zwei und drei. Der Deutsche Stefan Bradl kam mit seiner Honda als Zehnter ins Ziel (zum Rennergebnis).

Unbelohnter Held des zweiten Rennens war BMW-Pilot Jordi Torres. Nach dem Start setzte sich Xavi Fores (Barni-Ducati) vor Torres an die Spitze des Feldes. In der fünften Runde schnappte sich Torres die Führung, einen Umlauf später rollte Fores mit technischem Problem aus. Torres behauptete anschließend lange die Spitze vor Melandri und dem Kawasaki-Duo, das sich ein enges Duell lieferte.

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Zwölf Runden vor Rennende setzte Melandri schließlich das entscheidende Überholmanöver und übernahm die Führung. Torres hielt sich aber in der Spitzengruppe und fuhr vor den beiden Kawasakis auf dem zweiten Platz. Der erste Podestplatz für BMW seit vier Jahren war zum Greifen nahe, doch dann hob Torres vier Runden vor Rennende die Hand und rollte mit technischem Problem aus. Somit standen wieder die altbekannten Gesichter von Ducati und Kawasaki auf dem Podest.

"Es war nicht einfach", atmet Melandri nach einer emotionalen Siegfeier im Parc Ferme durch. "Beim Test hier haben wir sehr gut gearbeitet, das Bike passt jetzt viel besser zu meinem Fahrstil. Dass ich hier in Misano für Ducati, vor meinen Fans und meiner Familie gewonnen habe, ist kaum in Worte zu fassen. Es ist mein erster Superbike-Sieg in Italien. Ich bedanke mich bei meinem Team, denn sie arbeiten sehr hart, damit ich mich auf dem Motorrad wohlfühle."

Kawasaki-Duell: Rea bezwingt Sykes

Weltmeister Rea musste sich mit Platz zwei begnügen und hielt seinen Teamkollegen ganz knapp in Schach. "Es war heute sehr schwierig, ich konnte nicht mehr geben", gibt der Brite zu Protokoll. "Wir haben das Motorrad kaum verändert, aber es hat sich komplett anders angefühlt. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber ich bin etwas von mir enttäuscht. Dass ich jetzt nach Saisonhalbzeit an einem Wochenende viele Punkte gesammelt habe, ist sehr schön. Insgesamt bin ich sehr zufrieden."

Mit Platz drei war Sykes ebenfalls glücklich: "Heute war ich viel näher dran. Ich bin nur von den ersten Runden enttäuscht, weil ich das Motorrad und die Reifen nicht optimal nutzen konnte. Ich konnte aber gute Überholmanöver setzen. Als ich hinter Fores und Torres war, konnte ich nicht überholen, weil ich hinten keine Traktion hatte. Das ist die einzige Enttäuschung des Rennens, daran müssen wir arbeiten. Positiv ist, dass ich WM-Punkte aufgeholt habe. Es war kein schlechtes Wochenende, ich werde die Ergebnisse genießen."

Weltmeisterschaft: Alles läuft für Kawasaki

In der Weltmeisterschaft läuft alles für Kawasaki und vor allem Rea. Der Titelverteidiger hat nach Saisonhalbzeit 50 Punkte Vorsprung vor Sykes. Der verletzte Chaz Davies liegt als Dritter 111 Punkte zurück. Melandri verbesserte sich durch seinen ersten Saisonsieg wieder auf Platz vier. Aber der Rückstand des Italieners ist mit 133 Zählern schon fast uneinholbar groß. In der Marken-WM hat Kawasaki 62 Punkte Vorsprung auf Ducati (zum WM-Stand).

Platz vier ging an Yamaha-Pilot Michael van der Mark. Sein Teamkollege Alex Lowes stürzte zehn Runden vor Rennende in Kurve zwei. Auch Leon Camier musste in der zweiten Rennhälfte aufgeben. Seine MV Agusta hatte ein technisches Problem. Somit belegte das Milwaukee-Aprilia-Team mit Eugene Laverty und Lorenzo Savadori die Positionen fünf und sechs. Raffaele de Rosa (Althea-BMW) erreichte als Siebter das beste Ergebnis seiner Karriere.

Der Schweizer Randy Krummenacher (Puccetti-Kawasaki) durfte sich über Platz acht freuen. Dahinter rundeten Leandro Mercado (Ioda-Aprilia) und Bradl die Top 10 ab. Insgesamt kamen nur zwölf Fahrer ins Ziel. Die Letzten waren Ayrton Badovini und Ondrey Jezek (beide Grillini-Kawasaki). Die nächste Station der Superbike-WM ist die USA. Vom 7. bis 9. Juli wird in Laguna Seca gefahren.

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