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"Heute war Puzzle komplett": Marco Melandri gewinnt wieder

18. Juni 2017 - 18:15 Uhr

Marco Melandri gewinnt zum ersten Mal seit 2014 und sorgt beim Heimrennen in Misano für den 100. italienischen Sieg in der Superbike-WM

Marco Melandri
Marco Melandri lässt Ducati beim Heimrennen in Misano jubeln
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - "100 italienische Siege in der Superbike-WM sind ein weiterer Grund, um heute Abend zu feiern", grinst Marco Melandri nach seinem Triumph im zweiten Rennen auf dem Misano-World-Circuit Marco Simoncelli (Italien). Lange musste er auf einen Sieg warten. Zum letzten Mal gewann der Italiener am 5. Oktober 2014 in Magny-Cours (Frankreich). Damals war Melandri noch Aprilia-Werksfahrer und musste anschließend mit dem italienischen Team das damals neue MotoGP-Projekt mitentwickeln.

Das Comeback in der Königsklasse verlief katastrophal. Melandri sammelte in acht Rennen keinen WM-Punkt und verließ im Sommer 2015 Aprilia. Seine Rennkarriere schien fast schon beendet zu sein. Für 2017 erhielt der 34-Jährige von Ducati eine Chance im Werksteam der Superbike-WM. Melandri griff mit beiden Händen zu und sammelte von Beginn an Podestplätze.

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"Erfahrung hilft immer", betont der routinierte Rennfahrer. Misano war schon sein 20. Sieg in der Superbike-WM. Aber es dauerte, bis Melandri bei seinem Comeback richtig in Fahrt kam. "Zu Saisonbeginn war ich bei den Zweikämpfen nicht gut genug, weil ich eine längere Pause vom Rennsport hatte. Aber mit jedem Rennen fühle ich mich besser. Auch das Team versteht immer besser, was ich vom Motorrad verlange. Der letzte Test hier war sehr wichtig."

"Mein Motorrad hat ab Freitagvormittag gut funktioniert. Mit jeder Session konnte mein Team Details verbessern. Heute fühlte ich mich auf dem Bike sehr gut und konnte so fahren, wie ich wollte. Das Rennen war aber nicht einfach, denn ich stand nur auf Startplatz zehn. Ich ging eigentlich davon aus, dass Johnny nach vorne fährt und dann seinen Rhythmus geht."

Das passierte aber nicht. Melandri überholte die beiden Kawasakis und machte dann Jagd auf die Althea-BMW von Jordi Torres. "Nach zehn Runden verstand ich dann, dass Torres einen wirklich guten Job macht. Er fuhr sehr konstant und bremste hart. Als ich hinter ihm war, brauchte ich drei Runden, um ihn zu überholen. Es war nicht einfach."

"Dann versuchte ich vorne wegzufahren, weil ich damit rechnete, dass mich die Kawasaki-Jungs einholen werden. Aber heute war mein Puzzle komplett. Ich bin gut gefahren und meine Pace war schnell genug, um zu gewinnen. Dass mir das in Italien gelungen ist, ist großartig. Ich möchte mich bei allen bedanken. Ich denke, dieses Level kann ich jetzt an jedem Renntag zeigen."

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