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Ersatzfahrer: MotoGP ist anders als die Formel 1

13. Dezember 2016 - 17:25 Uhr

Verletzungen und Zwangspausen sind im Motorradsport keine Seltenheit, doch potenzielle Ersatzfahrer auf Spitzenniveau sind in der MotoGP dennoch rar

Jorge Lorenzo, Marc Marquez
Für die MotoGP-Stammpiloten gibt es meist keinen passenden Ersatz
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Stürze und damit verbundene Verletzungen sind aus dem Motorradsport nicht wegzudenken. Auch in der abgelaufenen Saison mussten einige MotoGP-Piloten auf Rennteilnahmen verzichten. Unter anderem traf es Spielberg-Sieger Andrea Iannone, Misano-Sieger Dani Pedrosa und Assen-Sieger Jack Miller.

Das Fehlen der MotoGP-Stammpiloten bescherte den jeweiligen Teams Kopfzerbrechen, denn passender Ersatz ist rar. Lediglich Ducati fand für Iannone problemlos Ersatz und bediente sich intern. Sowohl Testpilot Michele Pirro als auch Satellitenfahrer Hector Barbera übernahmen die Werks-Ducati von Iannone und hinterließen einen guten Eindruck.

"Es ist eine sehr schwierige Angelegenheit. Ducati ist gut aufgestellt. Uns fällt es deutlich schwerer", kommentiert Livio Suppo. Der Honda-Teammanager musste mit seinem Team spontan einen passenden Ersatz für Pedrosa finden, als sich der Spanier am Freitag in Motegi verletzte und für drei Rennen ausfiel. Die Wahl fiel auf HRC-Testpilot Hiroshi Aoyama, der beim Einsatz in Japan enttäuschte.

Honda ohne passenden Ersatz

Hiroshi Aoyama
Hiroshi Aoyama sammelte in Motegi und Sepang nur einen mageren WM-Punkt
© Repsol

"Er fuhr mehr als ein Jahr keine Rennen und hat deshalb etwas Tempo verloren. Er liefert aber sehr gute Arbeit als Testfahrer ab", bemerkt Suppo, der genau weiß, wie schwierig es ist, passenden Ersatz zu finden: "Es ist nicht einfach, denn wir versuchten bereits in der Vergangenheit, jungen Fahrern Testfahrerverträge mit Wildcard-Starts anzubieten, wie es in der Formel 1 gehandhabt wird. Doch die jungen Fahrer möchten Rennen fahren."

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"Es ist nahezu unmöglich, ein Projekt zu starten, bei dem ein Moto2-Pilot als potenzieller Ersatzpilot in Frage kommt, denn die schnellen Fahrer kämpfen um die Meisterschaft. Es wäre schade, das im Falle eines Falles hinzuwerfen", berichtet Suppo. Beim Australien-Grand-Prix erhielt Ex-MotoGP-Champion Nicky Hayden den Vorzug und pilotierte Pedrosas Werks-Honda. Der US-Amerikaner kam deutlich besser zurecht als Aoyama.

"Nicky war auf Phillip Island der perfekte Ersatz. Er lieferte sehr gute Arbeit ab. Doch eine Woche später kollidierte der Zeitplan mit dem der Superbike-WM. Es ist schwer, hier etwas zu verbessern", bedauert Suppo, der beim Rennwochenende in Malaysia wieder Aoyama verpflichtete. Der Japaner verpasste als 16. die Punkteränge und fuhr keine Punkte für die Teamwertung ein.

Yamaha kämpft mit ähnlichen Problemen wie Honda

Katsuyuki Nakasuga
Yamaha-Ersatzpilot Katsuyuki Nakasuga fuhr 2012 in Valencia aufs Podium
© Yamaha

Und auch Yamaha hätte Probleme, auf die Schnelle einen passenden Ersatz zu finden. Vermutlich wäre Testpilot Katsuyuki Nakasuga die erste Wahl, denn der Japaner startete Jahr für Jahr mit einer Wildcard in Motegi und sprang in der Saison 2012 beim Finale in Valencia für den verletzten Ben Spies ein. In einem chaotischen Rennen wurde Nakasuga Zweiter.

"Könnte so etwas wieder passieren? Vielleicht, bei schwierigen Bedingungen. Es ist aber sehr schwierig, einen sehr schnellen Fahrer als Ersatz zu verpflichten. Das ist unmöglich, denn man muss regelmäßig Rennen fahren, um schnell zu sein", erklärt Yamaha-Rennleiter Lin Jarvis und stellt fest: "Es ist sehr schwierig, einen Ersatzfahrer zu nominieren, der auf einem hohen Niveau fährt."

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14.11.2016
Foto 1 von 18
Doha: Jorge Lorenzo (Yamaha) - Der Weltmeister 2015 hat auch beim Auftakt 2016 die Nase vorne. In Katar liefert sich Lorenzo lange einen Kampf mit den Ducatis und hat am Ende die Nase vorne.
Doha: Jorge Lorenzo (Yamaha) - Der Weltmeister 2015 hat auch beim Auftakt 2016 die Nase vorne. In Katar liefert sich Lorenzo lange einen Kampf mit den Ducatis und hat am Ende die Nase vorne.

"Es gibt nun zwölf Werkspiloten. Man könnte einen Satellitenfahrer nehmen, doch damit verbunden sind Vertragsbedingungen, denn die Satellitenteams haben ihre eigenen Verträge." Demzufolge wäre es schwierig, spontan einen der Tech-3-Piloten zu verpflichten. Das Yamaha-Satellitenteam von Herve Poncharal bediente sich im Sommer beim Superbike-Team, als Bradley Smith ausfiel. Alex Lowes durfte die Tech-3-Yamaha in Silverstone, Misano und Aragon pilotieren.

Suzuki ohne Ersatz, Aprilia hat einen Joker

Eugene Laverty
Eugene Laverty könnte für Aleix Espargaro oder Sam Lowes einspringen
© GP-Fever.de

Und auch Suzuki wäre nicht vorbereitet, sollte ein Stammpilot ausfallen: "Wir haben keinen potenziellen Ersatzfahrer nominiert und haben uns damit auch nicht weiter beschäftigt", gesteht Teammanager Davide Brivio und begründet: "In unserem Sport möchten die guten Fahrer Rennen bestreiten. Es ist schwierig, einen guten Fahrer zu verpflichten und ihn darum zu bitten, abzuwarten, bis er fahren muss."

"Das wäre nicht im Sinne des Sports. Wenn ein Fahrer gut und schnell ist, dann muss er Rennen fahren", betont der Italiener und stellt fest: "Es ist anders als in der Formel 1." Das Aprilia-Werksteam hingegen hat ab 2017 mit Eugene Laverty einen Joker, sollte Aleix Espargaro oder Sam Lowes verletzungsbedingt ausfallen.

Der ehemalige Aspar-Pilot kehrt in der neuen Saison zu den Superbikes zurück, hat aber eine sehr enge Verbindung zu Aprilia. "Wir setzen Eugene Laverty im werksunterstützten Superbike-WM-Team ein. Wir haben uns auf einen Testplan für 2017 geeinigt. Er wäre im Falle eines Falles unsere erste Wahl, um einen verletzten Stammfahrer zu vertreten", so Aprilia-Rennleiter Romano Albesiano.

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