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"Herber Rückschlag": Moto2-Bilanz der Deutschen in Valencia

14. November 2016 - 08:49 Uhr

Jonas Folger (8.), Sandro Cortese und Marcel Schrötter (10.) beenden die Moto2-Saison in Valencia mit zwei Top-10-Resultaten und einem Sturz

Jonas Folger
Jonas Folger holte in seinem letzten Moto2-Rennen den achten Rang
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Im Saisonfinale der Moto2-Klasse in Valencia konnten sich die deutschen Piloten mit soliden Leistungen behaupten. Jonas Folger holte mit seiner Kalex in seinem letzten Moto2-Rennen den achten Rang, Marcel Schrötter komplettierte die Top 10. Pech hatte Sandro Cortese, der Teamkollege von Folger stürzte und beendet so eine verkorkste Saison.

Von der elften Startposition aus konnte Folger, der im kommenden Jahr in die MotoGP zu Tech 3 aufsteigen wird, bereits Positionen aufholen. Er kämpfte gegen Mattia Pasini und Danny Kent im Mittelfeld. "Es war auf jeden Fall ein spannendes Rennen", resümiert der Deutsche. "Ich war nervös vor dem letzten Rennen, weil ich uns alle natürlich nicht enttäuschen wollte. Wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein, denn der Reifen hat am Schluss sehr stark abgebaut. In den letzten sechs Runden hat er sich auf der linken Seite aufgelöst und am Ende schaute die Karkasse heraus. Das war richtig schwierig", verrät Folger. Er rettet acht weitere Punkte über die Ziellinie und beendet die Saison auf dem siebten Gesamtrang in der Meisterschaft.

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Der Mühldorfer beendet seinen gemeinsamen Weg mit Intact nach einem Jahr. Er holte in der Saison 2016 fünf Podestplatzierungen, darunter der Sieg in Brünn. "Wir hatten auch einige Niederlagen und hatten es nicht immer leicht. Aber wir haben immer wieder nach vorne geschaut und immer hart gearbeitet", blickt Folger zurück. Er ist mit seiner Saison, die er um einen Platz schlechter abschließt als im Vorjahr, zufrieden. "Es war mental aber ein wirklich schwieriges Jahr, denn es wurde sehr viel von mir erwartet. Ich habe auch von mir viel erwartet. Die Saison begann super, dann haben wir aber richtig viele Rückschläge erlebt und taten uns besonders im Trockenen schwer, wieder Fuß zu fassen", gibt er zu.

Cortese über 2016: "Meine schwierigste Saison"

Teamkollege Cortese beendete seine Saison in Kurve 1 auf dem Circuit Ricardo Tormo bereits nach nur vier Runden. "Ich bin seltsam gestürzt. Eigentlich habe ich nichts anders gemacht als die Runden zuvor, war weder schneller noch langsamer, war aber ein bisschen mehr am Gas. Dadurch bin ich im Ausgang der Kurve gestürzt", analysiert er seinen Ausfall. "Das ist sehr ärgerlich, weil ich mich zu dem Zeitpunkt top gefühlt habe." Er lag zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem aussichtsreichen elften Platz.

Sandro Cortese
Sandro Cortese ist mit seiner Saison 2016 bei Intact nicht zufrieden: Nur WM-Rang 15
© GP-Fever.de

Insgesamt war dies nicht das Ende, das sich der Moto3-Weltmeister des Jahres 2012 nach diesem Jahr bei Intact gewünscht hatte. "Das war der Abschluss von meiner schwierigsten Saison, die ich bis jetzt in meiner Grand-Prix-Karriere hatte. Dazu zählten meine Verletzung, technische Ausfälle und Stürze", gibt der 26-Jährige zu. 2016 habe es nur wenige Highlights gegeben, er spricht von einem "herben Rückschlag". Cortese beendet die Saison mit nur einem Podium (Dritter in Australien) auf dem 15. WM-Rang - die schlechteste Platzierung seit seinem Moto2-Debütjahr 2013. Er blickt bereits auf die Saison 2017, die er wieder mit Intact diesmal an der Seite von Marcel Schrötter bestreiten wird: "Eine neue Ära beginnt mit der Suter. Ich werde auf jeden Fall nicht aufgeben und komme stärker zurück."

Intact-Teamchef Jürgen Lingg zieht nach dem Saisonfinale ebenfalls Bilanz: "Es war ein turbulentes Jahr, aber immerhin haben wir insgesamt sechs Podestplatzierungen eingefahren und den ersten Grand-Prix-Sieg fürs Team geholt", freut sich der Deutsche. Er ist mit seiner Mannschaft rund um Sandro Cortese und Jonas Folger zufrieden. "Es war ein anstrengendes Jahr, hat aber auch viel Spaß gemacht." Bereits nach dem Qualifying seiner Piloten (Startpositionen elf und 14) habe er geahnt, dass das Rennen in Valencia schwierig werden könnte. "So war es dann auch. Sandro hat natürlich gepusht, weil er nach vorne wollte und dann hat er leider etwas zu viel gewollt und die Front verloren." Dies sei "kein Weltuntergang". (Das Saisonfinale in der Chronologie!)

Schmerzen im Oberarm bremsen Schrötter ein

Marcel Schrötter
Marcel Schrötter kämpfte sich in Valencia mit Schmerzen im Oberarm auf Platz zehn
© GP-Fever.de

Der Ausfall von Cortese würde zu dessen Saison passen - "die war nicht leicht." Bei Folger zeichnete sich ein Reifenproblem ab: "Jonas hat gut gekämpft, aber ab Rennmitte ging nichts mehr weiter nach vorn. Als er in die Box kam, war offensichtlich, dass er ein Reifenproblem hatte. Erstaunlich, dass man mit so einem Reifen solche Rundenzeiten fahren kann." Lingg verabschiedet sich mit Wehmut von seinem Piloten. Mit dem Wechsel von Folger zu Tech 3 bekommt jedoch ein anderer Deutscher die Chance bei Intact: Marcel Schrötter. "Der Test in Valencia wird ein Kennenlernen mit Fahrer, Motorrad und Crew. Es ist ein erstes Rollout, damit wir auch Öhlins und Suter einen Input geben können", so der Teamchef.

Für Schrötter verlief sein letztes Rennen mit AGR zufriedenstellend. Er verbesserte sich von Startplatz zwölf kurzzeitig sogar bis auf Rang sieben, musste in der Schlussphase des Rennens jedoch wieder etwas abreißen lassen. Am Ende wurde der 23-Jährige noch Zehnter. "Ein weiteres Top-10-Finish ist sicher nicht schlecht", beginnt er seine Analyse. "Aber ich muss dazu sagen, dass ich froh sein muss, dass ich das Rennen angesichts unserer Probleme überhaupt zu Ende fahren konnte." Nach einer guten Startphase versuchte er von Platz sieben aus auf die Spitzengruppe aufzuschließen. "Als ich aber versuchte härter zu pushen, schlichen sich Fehler ein", gibt er zu.

Moto2 in Valencia

Spanien


11.11.-13.11.2016
Foto 1 von 89
Iker Lecuona
Iker Lecuona

"Die Front hat sich ein bisschen zu weich angefühlt, nicht von der Dämpfung her, sondern hinsichtlich des Grip-Levels. Auf der Bremse und im Kurveneingang hatte ich ein Gefühl, als würde der Vorderreifen einklappen", schildert der WM-Vierzehnte. Schrötter lieferte sich einen Kampf mit Pasini, der ihn "nicht auf die feine Art" überholte. Zudem ereilten ihn zu Rennmitte starke Schmerzen im linken Oberarm, bereits in Japan litt er unter Schmerzen. "Ich hatte kaum noch Kraft, um das Bike in den Linkskurven stark abzubremsen und ordentlich einzulenken. Fünf Runden vor Schluss hatte ich auch noch fast einen Highsider, den ich gerade noch meistern konnte." Ohne all diese Problem hätte er noch Folger auf Platz acht gefährden können, glaubt dessen Nachfolger.

Schrötter bedankt sich beim AGR-Team für die Zusammenarbeit und gibt zu: "Wir hatten ein tolles Jahr zusammen, auch wenn unsere Erwartungen nach den Wintertests grösser waren. Wir dachten, wir würden zu den Top-5 gehören. Doch mit Beginn der Rennsaison taten wir uns schwer, unser Potenzial umzusetzen und bis auf wenige Ausnahmen konnten wir die erhofften Resultate nicht einfahren."

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