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Alex Rins statt Johann Zarco: Hat sich Suzuki verzockt?

14. November 2016 - 12:02 Uhr

Suzuki ließ im Sommer einen Vorvertrag mit Johann Zarco platzen und setzt 2017 auf Alex Rins: Hat Suzuki bei der Fahrerwahl einen Fehler gemacht?

Alex Rins, Thomas Lüthi, Johann Zarco
Hat Suzuki mit Alex Rins (links) den richtigen Fahrer verpflichtet?
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Das Suzuki-Werksteam setzt in der MotoGP-Saison 2017 auf Andrea Iannone und Alex Rins. Maverick Vinales verlässt Suzuki und wechselt zu Yamaha. Aleix Espargaro musste sich für die neue Saison nach einem Platz in einem anderen Team umschauen, als er erkannte, dass Suzuki ohne ihn plant. Moto2-Weltmeister Johann Zarco war bei Suzuki ebenfalls ein Thema. Doch als sich die Verantwortlichen zwischen Rins und Zarco entscheiden mussten, fiel die Wahl auf den jungen Spanier.

Rückblickend muss man diese Entscheidung in Frage stellen. Zarco schrieb in Malaysia Geschichte. Als erster Moto2-Weltmeister konnte er seinen Titel verteidigen. In der abgelaufenen Saison setzte sich der Franzose erneut gegen die komplette Moto2-Konkurrenz durch - einschließlich Rins, der nur WM-Dritter wurde. Der Vizeweltmeister der vergangenen Saison gewann zuletzt in Frankreich. Seit Anfang Mai konnte Rins kein Rennen mehr gewinnen und unterlag Tom Lüthi im Kampf um den Vizetitel.

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Hat sich Suzuki mit Rins verzockt? "Es war eine schwierige Entscheidung", gesteht Teammanager Davide Brivio. "Wir hatten die Chance, Zarco zu verpflichten. Es gab einen Vorvertrag. Dann gab es die Chance, Rins zu verpflichten. Wir mussten uns entscheiden. Es war nicht einfach. Wir stehen zu unserer Entscheidung, die wir im Mai oder Juni trafen. Wir denken, dass Rins sehr viel Talent hat. Er ist sehr jung. Er hat noch viele Jahre vor sich."

Johann Zarco, Thomas Lüthi, Alex Rins
Johann Zarco gewann in der Saison 2016 sieben Rennen, Alex Rins nur zwei
© GP-Fever.de

"Wir trafen diese Entscheidung und arbeiten entschlossen daran, ihn aufzubauen. Wir haben jetzt zwei Jahre mehr Erfahrung. Maverick kam als Rookie aus der Moto2 zu uns. Ich hoffe, dass wir Alex noch mehr helfen können als Maverick, denn wir sind nun erfahrener. Zudem ist unser Motorrad nun besser", vergleicht Brivio die Situation mit der Ende 2014.

Zarco kam nach dem geplatzten Suzuki-Deal bei Tech-3-Yamaha unter. Er wird 2017 als Teamkollege von Jonas Folger für das private Yamaha-Team von Herve Poncharal antreten. "Sei vorsichtig! (lacht; Anm. d. Red.)", warnt Jorge Lorenzo und begründet: "Die MotoGP hat eine Menge Elektronik, das wird mit Sicherheit helfen. Aber man muss einige Dinge verstehen, bevor man anfängt zu pushen."

Yamaha-Markenkollege Valentino Rossi schaut gespannt auf Zarco: "Ich interessiere mich immer sehr für die Fahrer, die aus der Moto2 kommen. Denn die Moto2 ist verglichen mit der MotoGP komplett anders. Es ist ein größerer Sprung als in der Vergangenheit. Man muss anders fahren. Aber es gibt viele Moto2-Fahrer, wie zum Beispiel Marquez, die auch in der MotoGP sehr stark sind", bemerkt Rossi.

"Johann hat tolle Leistungen und einen fantastischen Speed in der Moto2 gezeigt. Ich glaube, er wird es sehr genießen. Die M1 ist ein wunderbares Bike. Alles ist schneller und besser als in der Moto2", betont Rossi, der Zarco eine unterhaltsame Lehrzeit wünscht: "Er braucht Zeit und Kilometer, aber es wird besonderes Problem darstellen."

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