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Lorenzo & Spies schwärmen von Casey Stoners Talent

09. August 2016 - 14:43 Uhr

Casey Stoners starke Testzeiten überraschen Jorge Lorenzo nicht - Ben Spies ist überzeugt, dass der Australier mehr Talent hat als Marc Marquez

Casey Stoner
Wozu wäre Casey Stoner fähig, wenn er wieder Rennen fahren würde?
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Ducati-Testpilot Casey Stoner fuhr beim Test auf dem Red-Bull-Ring die drittschnellste Zeit und war meist auf Augenhöhe zu den Stammpiloten aus dem Werksteam. Die MotoGP-Fans grübeln, wozu der Weltmeister von 2007 und 2011 fähig wäre, wenn er sich zu einer Rückkehr entschließen würde. Wäre Stoner ein Kandidat für Siege oder sogar für die Meisterschaft?

MotoGP-Champion Jorge Lorenzo konnte Stoners Zeiten beim Test nicht mitgehen. "Ich beobachtete ihn auf der Strecke. Es ist beeindruckend, weil er nicht so viel Selbstvertrauen wir ein Stammpilot haben sollte. Er fährt nicht so oft. Doch er fährt auf dem Niveau von Iannone und Dovizioso", schwärmt Lorenzo, der von Stoners Vorstellung nicht überrascht war: "Das ist aber nicht neu. Casey verfügt über unglaublich viel Talent."

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Stoners Talent begeistert auch Ex-MotoGP-Pilot Ben Spies. Der US-Amerikaner fuhr von 2010 bis 2013 in der MotoGP und beobachtete genau, wie Stoner fuhr. Spies fuhr zwei Jahre für das Yamaha-Werksteam und gewann in seiner MotoGP-Karriere einen Grand Prix.

"Wenn Matt Mladin, Valentino (Rossi) oder Jorge an einem bestimmten Tag schneller waren als ich, dann gab es dafür Gründe, die ich nachvollziehen konnte. Es war nichts Geheimnisvolles, ich konnte an diesen Tagen einfach nicht mithalten. Doch Casey und Marquez - und Casey noch mehr als Marquez - waren die einzigen Fahrer, die absichtlich und ständig Dinge machten, bei denen ich mir dachte: 'Das bekomme ich nicht hin'", schildert Spies gegenüber 'MCN'.

Jorge Lorenzo, Ben Spies
Jorge Lorenzo und Ben Spies sind von Casey Stoners Talent beeindruckt
© Yamaha

"Valentino ist offensichtlich ein besserer Fahrer als ich, doch ich konnte oft nachvollziehen, was er anders macht. Ich konnte es einfach nicht nachmachen. Bei Jorge war es ähnlich", bemerkt Spies, der sich im Laufe der Saison 2013 zum vorzeitigen Karriereende entschied, als er sich seine Schulter mehrfach verletzte.

"Ich denke, ich war ein Fahrer, der WM-Dritter oder WM-Vierter hätte werden können. Sicher wären 2012 mehr Siege möglich gewesen. Ich bezweifle aber, dass ich selbst ohne die Verletzungen gut genug war für den WM-Titel. Ich akzeptiere das, denn nicht jeder kann der schnellste Fahrer auf dem Planeten sein", so Spies.

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