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Jonathan Rea: Valentino Rossi ist der Größte aller Zeiten

05. Januar 2016 - 08:36 Uhr

Der Superbike-Weltmeister spricht über den Vorfall in Sepang und erklärt, warum Altmeister Valentino Rossi trotzdem über allen anderen Fahrern steht

Valentino Rossi
Valentino Rossi kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Welcher Fahrer ist der Größte aller Zeiten? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Statistiken geben nicht immer die richtigen Antworten. Jede Epoche hatte besondere Umstände. Ob Giacomo Agostini, Mike Hailwood, Mick Doohan, Kevin Schwantz, Valentino Rossi oder ein anderer Fahrer der Größte aller Zeiten war, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Auch Superbike-Champion Jonathen Rea tut sich schwer, einen Fahrer auszuwählen: "Der Größte aller Zeiten zu sein - das ist die mächtigste Auszeichnung, die ein Fahrer erhalten kann. Es ist schwierig, sich festzulegen", grübelt der Brite im Gespräch mit 'Carole Nash'. Schlussendlich wählt Rea aber den neunmaligen Weltmeister: Valentino Rossi.

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"Er war sehr erfolgreich und verdient diesen Titel", begründet Rea und fügt hinzu: "Was in Sepang passierte, ändert meine Meinung von Rossi nicht. Er ist ein Racer und gab alles, um die Meisterschaft zu gewinnen. Das trifft auch auf Marc Marquez zu. Er gibt auch sein Bestes und versucht stets, für Honda das Maximum zu erreichen. Es war sicher nicht Valentinos Parademoment, Marquez in der Pressekonferenz zu beschuldigen."

"Rossi war immer sehr gut sortiert und hatte alles im Griff. Man könnte meinen, er war der Dirigent des Orchesters. Er hatte die Medien, sein Team, einfach alle immer im Griff. Man hätte den Eindruck erhalten können, dass er Gott ist. Doch dann leistete er sich den ersten Fehler seiner Karriere, fuhr weit und wollte Marquez' Rennen stören", schildert der Superbike-Weltmeister der Saison 2015.

Jonathan Rea
Jonathan Rea: "Ich bin gespannt, Rossi in der neuen Saison zu beobachten"
© Kawasaki

Rea bezweifelt, dass das hitzige Saionfinale der MotoGP schädlich für den Motorradsport war. Im Gegenteil: "Es wurde ein großes Medieninteresse erzeugt. Das war gut für den Sport. Die Leute meinten, es wäre ein schwarzer Tag gewesen, doch schlussendlich waren alle gespannt und aufgeregt", bemerkt der Kawasaki-Werkspilot.

Für Rea war es richtig, dass Jorge Lorenzo den WM-Titel gewann. "Am Ende setzte sich der richtige Fahrer durch. Lorenzo fuhr eine beeindruckende Saison. Er holte die meisten Siege, führte die meisten Runden an", begründet der Superbike-WM-Pilot, der sich auf eine spannende MotoGP-Saison freut: "Ich bin gespannt, Rossi in der neuen Saison zu beobachten. Er könnte zusätzlich motiviert und 2016 noch stärker sein", so Rea.

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