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Bradley Smith: Warum Jorge Lorenzo sein Vorbild ist

04. Januar 2016 - 10:57 Uhr

Tech-3-Pilot Bradley Smith ist überzeugt, dass Jorge Lorenzo unter allen vier Yamaha-Piloten die beste Herangehensweise an ein Rennwochenende hat

Jorge Lorenzo
Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo holte in der Saison 2015 sieben Siege
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Weltmeister Jorge Lorenzo war in der Saison 2015 zweifellos der schnellste Yamaha-Pilot. Die Gegner des Spaniers hatten unter normalen Bedingungen große Mühe, Lorenzo zu schlagen. Der spätere Weltmeister holte deutlich mehr Siege als seine Gegner und setzte sich am Ende knapp gegen Teamkollege Valentino Rossi durch.

Für Tech-3-Pilot Bradley Smith ist Lorenzo ein Vorbild. Smith hat genau analysiert, wie Lorenzo die Rennwochenenden plant, wann er pusht und wie er sich mental vorbereitet. "Ich denke, jeder sieht Jorge als eine Art Vorbild unter den Yamaha-Fahrern an. Sein Fahrstil und seine Herangehensweise bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau", bemerkt der Brite gegenüber 'Crash.net'.

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"Dann die Art und Weise, wie er seine Trainings angeht: Er haut in den Freien Trainings zehn oder 15 Runden heraus. Ich war überzeugt, dass ich ebenfalls diese Richtung einschlagen muss. Vermutlich muss man so mit der Yamaha umgehen", grübelt Smith, der 2015 seine bisher beste MotoGP-Saison fuhr. Im Gegensatz zu 2013 und 2014 war der langjährige Tech-3-Pilot deutlich ausgeglichener und machte weniger Fehler.

Lorenzo setzt seit vielen Jahren auf Meditation, um seine Konzentration zu steigern. "Bisher habe ich noch nicht auf Meditation gesetzt, doch es ist entscheidend, ruhig zu bleiben und an sich selbst zu glauben. Man muss sicherstellen, dass man ruhig bleibt und konzentriert arbeiten", ist sich Markenkollege Smith bewusst.

Bradley Smith
Bradley Smith: "Es ist sehr wichtig, das große Ganze zu sehen"
© Tech 3

Das Ziel der Übungen ist es, unter Druck weniger Fehler zu machen. Smith arbeitet beim Offroad-Training daran: "Beim Motocross konnte ich das abseits der Strecken trainieren. Ich musste unter Druck bestimmt Dinge hinbekommen, ruhig bleiben und durfte dabei das große Ganze nicht aus dem Blick verlieren", schildert der Tech-3-Pilot.

Laut Smith spielt aber auch das Alter eine Rolle. Als der Brite erstmals auf eine MotoGP-Maschine stieg, war er gerade einmal 22 Jahre alt. Mittlerweile ist Smith 25 Jahre alt und deutlich reifer. "Je mehr man erlebt, desto gelassener wird man. Man versteht, dass es im Leben nicht nur alles um Motorräder dreht. Es ist sehr wichtig, das große Ganze zu sehen", so der Yamaha-Pilot.

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