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Retourkutsche: Camier erteilt Ioda eine Absage

17. Mai 2014 - 12:42 Uhr

Superbiker Leon Camier verpasst Ioda und Aprilia nach den Vorfällen im Winter eine Abfuhr und nennt die Gründe, warum er nicht für Danilo Petrucci einspringt

Leon Camier
BMW-Pilot Leon Camier konzentriert sich auf die Superbike-Einsätze
© BMW AG

(Motorsport-Total.com) - Leon Camier hat Ioda vor dem Le-Mans-Wochenende eine Abfuhr erteilt. Der Brite sollte für den verletzten Danilo Petrucci einspringen, der sich im Warmup von Jerez die Hand brach. Camiers Absage ist als eine Art Retourkutsche für die Vorfälle im Winter zu betrachten. Nachdem Camier bei Crescent-Suzuki trotz mündlicher Vereinbarungen mit Paul Denning vor die Tür gesetzt wurde, stand der ehemalige BSB-Champion für die Saison 2014 ohne Team da.

Überraschend kam er bei Ioda unter und sollte Teamkollege von Petrucci sein. Finanzielle Schwierigkeiten hatten zur Folge, dass Ioda auf die Sepang-Tests verzichten musste. Zudem entschied man sich kurz vor dem Saisonstart, doch nur ein Motorrad an den Start zu schicken. Für Camier war der Traum vom MotoGP-Debüt ausgeträumt. Die Superbike-WM-Saison lief bereits.

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Durch das Verletzungspech von Sylvain Barrier kam Camier ab dem zweiten Saisonrennen bei BMW-Italia unter und fährt seitdem die S1000RR, die in der Evo-Kategorie zu den Favoriten gehört. Das Angebot, die ART beim Grand Prix von Frankreich zu fahren, lehnte Camier ab. "Ich wollte von Aprilia eine Garantie für mindestens ein Jahr, weil ich in der kommenden Saison nicht noch einmal in dieser Situation stecken möchte", begründet er im Gespräch mit 'bikesportnews.com'.

"Ich willigte nicht ein, weil es diese Sicherheit nicht gab. BMW-Italia hat bei den vergangenen Rennen sehr viel Arbeit und Anstrengungen in mich und das Motorrad investiert. Wir hatten einen sehr guten Test in Imola nach den beiden Siegen", berichtet Camier, der sich mit starken Rennen in Szene setzen konnte und der Superbike-WM momentan den Vorzug erteilt. Doch wie geht es weiter, wenn Barrier wieder einsatzbereit ist?

"Ich werde mich darauf konzentrieren, die bestmögliche Arbeit für sie zu leisten, während Sylvain sich von seinem Unfall erholt. Danach werde ich meine Situation neu beurteilen und mich nach Optionen umschauen. Ich werde nichts überstürzen", erklärt der ehemalige Britische Superbike-Meister. "Ich schaue nach einem Langzeitplan und versuche, 2015 so sicher wie möglich zu gestalten."

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