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Privattests sollen unterbunden werden

29. März 2013 - 11:03 Uhr

Privattests wie Austin sollen der Vergangenheit angehören: Im MotoGP-Fahrerlager wurde über die künftigen Testbestimmungen diskutiert

Marc Marquez
Der Privattest in Austin war von Anfang an im Fahrerlager umstritten
© Repsol

(Motorsport-Total.com) - Die MotoGP hat sich Kostensenkung auf die Fahnen geschrieben. Diesbezüglich passt es nicht ganz ins rechte Bild, dass Testfahrten in Austin stattfanden. Honda deklarierte den Circuit of the Amricas als Teststrecke und plante den Test ursprünglich alleine, um eine Basisabstimmung für die RC213V zu erarbeiten. Yamaha schloss sich auf Druck der Fahrer an, doch für Jorge Lorenzo und Valentino Rossi stand nur je ein Motorrad zur Verfügung. Außerdem waren nur wenige Mechaniker mitgereist, denn man wollte die Kosten so gering wie möglich halten. Nach zwei von drei Tagen packte Yamaha wieder zusammen. Ducati und alle Privatteams - mit Ausnahme von LCR-Honda und Stefan Bradl - waren nicht in Austin dabei.

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Bei den Privatteams wäre die Finanzierung für diesen Extra-Trip nach Texas ohnehin ein großer finanzieller Kraftakt gewesen. In Zukunft soll es nicht mehr zu solchen Privattests kommen. Bei den letzten Wintertestfahrten in Jerez fanden Meetings aller wichtiger Akteure statt und es wurde erneut über das Reglement der Zukunft gesprochen. Die Gespräche werden auch beim Saisonauftakt in Katar fortgesetzt. Es wird erwartet, dass in Katar oder kurz nach dem Rennen das sportliche Reglement für 2014 stehen wird.

In Jerez stand auch der umstrittene Austin-Test auf der Tagesordnung. Der Test kam hauptsächlich durch eine Lücke im Reglement zustande, denn zwischen dem 1. Februar und 14 Tage vor dem ersten Rennen gibt es keine Testbeschränkung. Jeder konnte in dieser Zeit machen was er wollte, weshalb der Austin-Test auch legal war. Diese Lücke will man im Reglement stopfen. Auch Yamaha sprach sich dafür aus. "Die Satelliten-Teams können nicht in Austin testen, weil die Kosten zu hoch sind."

"Auf der einen Seite versucht man den Wettbewerb enger zu gestalten und dann vergisst man in den Regeln ein Fenster von zwei Monaten, in denen man alles machen kann. Das macht die Lücke nur größer", ärgert sich Ducati-MotoGP-Projektleiter Paolo Ciabatti bei 'Motor Cycle News'. "Das will die Dorna nicht, denn sie wollen eine enge Show bieten. Das ist keine Kritik, denn Honda hat nichts falsch gemacht." Bei den Verhandlungen in Jerez herrschte eine gemeinsame Meinung bezüglich dieses Themas: "Es gab eine allgemeine Übereinkunft, dass das geändert werden muss", bestätigt Ciabatti.

Da sich bei den Testfahrten herausstellte, dass der Circuit of the Americas schwierig zu lernen ist, verlangten die übrigen Teams, dass es am Rennwochenende ein zusätzliches Training gibt. Das war in der Kürze der Zeit allerdings nicht machbar, auch weil das Reifenkontingent bereits steht und auf dem Weg nach Texas ist. Die Testregeln werden für die Zukunft überarbeitet.

In diesem Winter wurde zunächst direkt nach dem Saisonfinale in Valencia getestet, dann ging es für zwei Tests nach Malaysia (Sepang) und anschließend wieder nach Spanien nach Jerez. "Der Vorschlag lautet, dass wir nach dem Saisonfinale einen Test in Spanien haben, aber nicht zwingend in Valencia", meint Tech-3-Teamchef Herve Poncharal bei 'Motor Cycle News'. "Dann startet das Testverbot und es wird danach noch die drei offiziellen Tests geben."

"Das könnte in Sepang sein, dann wieder Sepang oder Jerez. Oder zweimal Sepang und dann Katar, Argentinien, Texas oder Australien", malt er das Bild. "Es wird nur noch drei offizielle Tests geben. Außerdem wird es 2014 nur noch drei Testtage nach den Rennen geben. Die Strecken müssen noch entschieden werden." In den kommenden Wochen soll Klarheit über den Testplan für 2014 herrschen.

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