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Hayden: "Wir liegen überall zurück"

09. Februar 2013 - 13:46 Uhr

Beim ersten Sepang-Test lag Ducati weit zurück: Nicky Hayden will nicht aufgeben und fordert große Entwicklungsschritte von den Ingenieuren

Nicky Hayden
Trotz ausbleibender Fortschritte versucht Nicky Hayden motiviert zu bleiben
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Auch beim ersten Test des Jahres in Sepang lag Ducati weit zurück. Im Schnitt fehlten Nicky Hayden und Neuzugang Andrea Dovizioso zwei Sekunden auf die Spitze. Damit war die Desmosedici klar der langsamste Prototyp im Feld. Selbst die Kunden-Fahrer von Honda und Yamaha waren außer Reichweite. Von den Rundenzeiten her kamen die schnellsten Claiming-Rule-Piloten den Ducati-Fahrern nahe. Die Stimmung bei den Italienern war getrübt. Man trat wieder einmal auf der Stelle. "Es ist offensichtlich, dass wir nicht zufrieden sein können, denn wir liegen weit hinter der Spitze zurück und sind sogar noch hinter einigen Testfahrern", kommentiert Hayden den Test.

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"Wir wissen, dass es zu Beginn schwierig werden wird. Darauf sind wir vorbereitet und wir müssen positiv denken. Ich werde den Jungs die Informationen weitergeben und hoffentlich bringen sie uns etwas, das uns hilft." Beim Motorrad handelte es sich um keine Neuentwicklung. Aus den vorhandenen Teilen soll zunächst das schnellste Paket geschnürt werden. Deshalb arbeitete der US-Amerikaner an den drei Tagen hauptsächlich an der Abstimmung. "Es war mehr oder weniger das gleiche Motorrad wie im Vorjahr. Es hat nicht lange gedauert um auf Tempo zu kommen."

"Die Rundenzeiten waren auch recht ähnlich. Wir haben hauptsächlich an der Abstimmung gearbeitet und verschiedene Gabeln und Dämpfer eingesetzt. Es ging hauptsächlich um die Abstimmung. Man kann immer Dinge probieren, wenn man so weit hinten ist - verschiedene Optionen bei der Abstimmung. Ich würde nicht sagen, dass wir viele neue Teile haben. Wir haben einige Ideen, die wir ausprobieren wollen, aber nicht so viele Teile."

Da es sich praktisch um das gleiche Motorrad wie in der zweiten Saisonhälfte 2012 handelte, waren auch die Probleme gleich. "Ja, mit der Front haben wir noch zu kämpfen, aber es war auch schwierig die Kraft auf den Boden zu bringen", erläutert Hayden. "Sepang ist außergewöhnlich, weil wir hier immer starkes Chattering haben. Auf keiner anderen Strecke haben wir so starkes Chattering. Es liegt also mehr an der Strecke, als dass es ein grundsätzliches Problem für uns ist. Ich glaube aber, dass hier alle Chattering haben. Das liegt an der Streckencharakteristik."

Was bringt die Zukunft?

Es stellt sich die Frage wie Ducati die Probleme lösen will. Auch der Weltmeister von 2006 findet keine genaue Antwort darauf. "Wir haben an diesem Motorrad praktisch alles ausprobiert. Beim nächsten Tests wollen wir etwas bei der Elektronik testen. Der nächste Test findet in zwei Wochen statt und bis dahin werden wir keine radikalen Änderungen haben. Pirro (Testfahrer; Anm. d. Red.) wird beim nächsten Test dabei sein und vielleicht größere Veränderungen ausprobieren. Wir haben noch eine neue Vordergabel, die wir noch nicht richtig evaluiert haben. Das sind aber nur Kleinigkeiten."

"Es geht nicht nur um ein paar Klicks bei der Abstimmung. Damit finden wir keine zwei Sekunden."
Nicky Hayden

"Wir liegen überall zurück, es ist nicht eine einzige Sache. Wenn wir das Chattering beseitigen könnten, dann finden wir dadurch keine zwei Sekunden. Man findet normalerweise keine Teile, die hier und da eine halbe Sekunde bringen. Wir brauchen große Veränderungen und müssen unseren Horizont erweitern. Vielleicht müssen wir auch zwei verschiedene Richtungen einschlagen. Wir müssen uns überall verbessern."

In erster Linie müssen die Ingenieure technische Fortschritte schaffen. "Wir brauchen mehr Hilfe, es geht nicht nur um ein paar Klicks bei der Abstimmung. Damit finden wir keine zwei Sekunden", hält Hayden fest. "Im Hintergrund gab es viele Veränderungen, aber die Zeit war bisher zu kurz. Einige neue Leute haben erst im Januar mit der Arbeit begonnen, deshalb braucht es Zeit." In Haydens unmittelbarer Arbeitsumgebung hat sich personell nicht viel verändert.

Nicky Hayden
In Sepang wurde Ducati außerdem von starkem Chattering geplagt
© Ducati

"In meiner Garage ist alles gleich geblieben. Juan, mein Crew-Chief, und die Mechaniker sind gleich geblieben. Im Management hat sich einiges geändert, aber ich spreche nach den Tests immer noch mit den gleichen Jungs." Seit dem Jahr 2009 müht sich Hayden bei Ducati ab. Es gab mehr Rückschläge als Erfolge, denn in seiner Erfolgsbilanz stehen lediglich drei Podestplätze. Wie behält der 31-Jährige seine Motivation? "Wir sind für dieses Projekt vorbereitet. Alle sind motiviert. Es gab große Veränderungen, die sich positiv auswirken. Es war erst der erste Test."

"Natürlich möchte ich näher an der Spitze sein. Ich hätte gerne gehofft, dass ich innerhalb einer Sekunde bin. Das Motorrad ist gleich, also wäre es nicht möglich gewesen, zwei Sekunden schneller zu fahren. Wir sind nach diesem Test nicht begeistert, aber es war uns klar, dass dieser Test schwierig sein würde. Wir wollten dennoch optimistisch sein und haben gehofft, dass wir mit dem neuen Motorrad schneller sind. Es ist aber das gleiche Motorrad mit einer anderen Lackierung. Der Wunsch war zu optimistisch. Wir haben aber einige Daten gesammelt und es ist klar, dass viel Arbeit vor uns liegt."

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