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Ducati möchte an der Desmodromik festhalten

16. Januar 2013 - 16:41 Uhr

Trotz der Kritik, die Desmosedici sei zu aggressiv, möchte Ducati die Ventilsteuerung nicht ändern - Pneumatische Ventile sind keine Alternative

Die GP13 setzt wie ihre Vorgängerinnen auf desmodromisch gesteuerte Ventile
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Die Traditionsmarke Ducati steht bei den Straßen-Motorrädern für V2-Bollern, Gitterrohrrahmen, Trockenkupplungen und die desmodromische Ventilsteuerung. Dass man in Bologna zugunsten der Performance Traditionen schon einmal über Bord wirft, konnte man zuletzt beim Superbike 1199 Panigale beobachten, das sowohl auf den Gitterrohrrahmen als auch auf die Trockenkupplung verzichtet. In der MotoGP wurde der Gitterrohrrahmen bereits Ende 2008 aussortiert. Droht in Zukunft auch noch das Aus für die Desmodromik?

Bernhard Gobmeier, der neue Ducati-Corse-Chef, gibt Entwarnung: "Es gibt keinen Grund, einen Motor zu verändern, der funktioniert und zur Ducati-Geschichte gehört. Solange die Regeln es erlauben, werden wir weiterhin auf die Desmodromik setzen", erklärt er auf 'MotoGP.com', der offiziellen Seite der MotoGP.

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In der 2007, dem ersten Jahr der 800er, verhalf die desmodromische Ventilsteuerung Ducati zu einer klaren Überlegenheit in Sachen Spitzenleistung. Die damals zu konservativen Japaner haben aber aufgeholt und mit pneumatischen Ventilen die richtige Antwort auf Ducatis Zwangsventilsteuerung präsentiert. Mittlerweile liegen Honda und Ducati meist gleichauf. Yamahas Rückstand war in der Saison 2012 geringer als noch im letzten Jahr der 800er.

Andrea Dovizioso
Bernhard Gobmeier und Andrea Dovizioso möchten Ducati zu Siegen führen
© Ducati

Honda und Ducati setzen nach wie vor auf die V-Konfiguration, während Yamaha am Reihenmotor festhält. In Sachen Handling liegt die M1 vorn, während die Motoren der RC213V und der Desmosedici auf den Geraden den Ton angeben. In Sachen Fahrbarkeit liegt Ducatis 90-Grad-Motor aber klar zurück. Das soll sich aber laut Gobmeier ändern: "Das Motorrad sollte für jeden Piloten fahrbar sein. Nicht nur Casey Stoner darf damit siegfähig sein. Wir werden die Yamaha aber nicht kopieren, sondern mit der Ducati-Philosophie fortfahren."

Wie Ducati die Aggressivität der Desmosedici zügeln will, ist noch ungewiss. Ebenfalls noch nicht genau vorauszusagen ist, wie viel Macht Ex-Rennchef Filippo Preziosi noch haben wird. "Sicher werden wir seine Erfahrung nutzen. Wir stehen in Kontakt und möchten Ducati siegfähig machen", bemerkt Nachfolger Gobmeier. "Neben Filippo gibt es bei Ducati weitere tolle Ingenieure, die fantastische Ideen haben. Ich möchte aber zuerst mit diesen Leuten reden und dann darüber sprechen."

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