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Yamaha unterstützt Bestrebungen der Dorna

18. Dezember 2012 - 09:12 Uhr

Yamaha spricht sich dafür aus, die Performance-Lücke zwischen CRT und Prototypen zu schließen - Ob die M1 in Zukunft für mehr Teams erhältlich sein wird, ist offen

Masahiko Nakajima
Motorsportchef Masahiko Nakajima sitzt für Yamaha an den Verhandlungstischen
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Monatelang wurde über das neue technische Reglement in der MotoGP diskutiert. Schließlich einigten sich die Hersteller, die Dorna und die Teams für einen Kompromiss ab der Saison 2014. Alle Teams inklusive Hersteller werden mit der Einheits-Hardware fahren, aber die Hersteller dürfen weiterhin ihre eigene Software entwickeln. Die Hersteller dürfen zwar ab 2014 nur noch fünf statt sechs Triebwerken pro Saison einsetzen, doch in der Vergangenheit stellte sich das nicht als Problem heraus. Auch der Tankinhalt wird von 21 auf 20 Liter reduziert. Entschließt sich ein neuer Hersteller - wie Suzuki, BMW oder Aprilia - zu einem Einstieg, so genießt er im ersten Jahr einige Freiheiten.

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Die Claiming-Rule-Teams bekommen schon im nächsten Jahr einen weicheren Reifen von Bridgestone. Dazu können sie die Einheitselektronik von Magneti-Marelli benutzen. Den CRT stehen auch in Zukunft mehr Motoren und ein größeres Tankvolumen zur Verfügung. Dazu sind sie leichter als die Prototypen. "Prinzipiell haben wir uns darauf geeinigt, die Performance-Lücke zwischen Prototyp und CRT zu schließen", sagt Masahiko Nakajima, der Motorsportchef von Yamaha. "Die Dorna hat Vorschläge zur Kostenreduktion vorgelegt."

"Wenn wir als Hersteller etwas ändern, dann müssen wir alle Komponenten neu produzieren", spricht der Japaner einen Kostenfaktor an. "Das wäre sehr schwierig. Prinzipiell wollen wir die Performance-Lücke schließen." Müssten die Hersteller ein komplett neues Triebwerk entwickeln, dann wäre es nach der Hubraumänderung von 800 auf 1.000 Kubikzentimeter ein erneuter Kraftakt. "Beim Motor brauchen wir eine Vorlaufszeit von zwei Jahren", stellt Nakajima klar.

Damit ist auch klar, warum das Motorenreglement für 2014 unangetastet blieb. In den vergangenen Monaten wurden viele Lösungsvorschläge diskutiert. Honda plant einen Production-Racer, der eine abgespeckte Version der RC213V ist. Bereits im nächsten Jahr wird dieses Motorrad auf der Strecke zu sehen sein. Die Frage ist nur noch wann diese Version im Rahmen eines Grand-Prix-Wochenendes im Einsatz sein wird.

Bei Yamaha wurden andere Vorschläge diskutiert. So stand im Raum, dass die aktuelle M1 für rund eine Million Euro zu haben sein könnte. Eine andere Möglichkeit war, nur den Motor an einen Chassishersteller wie beispielsweise Suter zu verkaufen. "Das ist einer der Vorschläge, um die Performance-Lücke zu schließen", meint Nakajima, fügt aber hinzu: "Yamaha zieht diese Möglichkeit in Betracht, aber noch ist nichts entschieden."

Yamaha zielt allerdings eher auf ein Leasingmodell ab, denn verkaufen "ist sehr schwierig", äußert Nakajima auch bezüglich Technologietransfer Bedenken. "Wenn man das Motorrad oder den Motor verkauft, dann muss man die Performance reduzieren, weil es für den Kunden zu teuer wäre. Es wäre für den Kunden auch sehr schwierig", hält Nakajima fest. Nach den derzeit für 2014 beschlossenen Regeln werden auch in Zukunft die Hersteller an der Spitze sein.

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