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Testfahrten sind nicht gleich Testfahrten

24. Dezember 2012 - 10:28 Uhr

Von Dezember bis Mitte Januar ruhen in der Superbike-WM die Motoren, dann geht es wieder mit den Testfahrten los - Dabei gibt es allerdings einige Unterschiede

Loris Baz
Teams wie Kawasaki testen ab Mitte Januar wieder auf der Rennstrecke
© Kawasaki

(Motorsport-Total.com) - Momentan schweigen in der Superbike-Weltmeisterschaft die Motoren, das Testverbot ist seit Anfang Dezember in Kraft und wird noch bis Mitte Januar anhalten. Ab dann werden sich die Teams intensiv auf der Rennstrecke auf die Saison 2013 vorbereiten und der direkte Konkurrenzkampf wird wieder aufgenommen.

Doch Testfahrten sind nicht gleich Testfahrten. Denn die Tests vor einer Saison dienen einem ganz anderen Zweck als die während einer Saison. Während bei den Tests zwischen den einzelnen Rennen vornehmlich neue Teile erprobt werden, sind die Tests im Winter richtungsweisend für die Entwicklungsabteilung.

"Bei den Winter-Testfahrten spielen meiner Ansicht nach drei Hauptfaktoren eine Rolle", sagt Guim Roda, Teammanager beim Kawasaki Racing Team. "Erstens sorgen sie dafür, dass die alte und neue Saison klar von einander getrennt werden: Man kann während dieser Zeit seine Batterien für das neue Jahr aufladen."

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"Außerdem ist es bei den Testfahrten ein bisschen so wie in der Schule: Wenn man nicht lernt, kann man keine guten Noten schreiben, wenn es drauf ankommt. Testfahrten sind also wie Lernphasen, durch die man letztendlich an einem Rennwochenende gute Ergebnisse erzielen kann."

Es sei schwierig, während eines Rennwochenendes neue Ideen zu erproben, da die Zeit sehr begrenzt sei. Umfangreiche Entwicklungen könnten nur im Winter umgesetzt werden: "Vor allem bei einem Werksteam wie uns", sagt Roda. "Dann sieht man erst einmal, welche Neuentwicklungen anstehen und welche Informationen man in die Fabrik nach Japan schicken muss."

Entwicklungen müssen erst intensiv getestet werden

Der Zeitaspekt spielt auch laut Kawasakis Crew-Chief Pere Riba eine wichtige Rolle: Denn grundlegende Änderungen könnten an einem Rennwochenende dramatische Auswirkungen auf das Ergebnis haben.

"Wenn man zum Beispiel etwas an so einer wichtigen Sache wie der Geometrie verändert, kann man innerhalb eines Tages nicht das optimale Ergebnis einfahren."
Kawasakis Crew-Chief Pere Riba

"An einem Rennwochenende muss man das Maximum aus den Gegebenheiten herausholen und das bestmögliche Ergebnis erzielen", gibt Riba zu Bedenken. "Wenn man zum Beispiel etwas an so einer wichtigen Sache wie der Geometrie verändert, kann man innerhalb eines Tages nicht das optimale Ergebnis einfahren."

"Man braucht für so etwas einfach mehr Zeit und auch unterschiedliche Strecken um die gesammelten Daten vollständig bestätigen zu können. Es kann sehr schnell passieren, dass man bei der Entwicklung eines Motorrads die klare Linie verliert."

Fahrer benötigen Zeit zum Abschalten

Doch nicht nur in technischer Hinsicht ist die Winterzeit für die Rennteams von großem Nutzen, sondern auch menschlich: Die Piloten können in der testfreien Zeit ihre Reserven aufladen und bei den Tests auf der Strecke anschließend ihre Sinne schärfen, sowie an ihrer körperlichen Verfassung arbeiten.

"Das Testverbot kann schon manchmal ein Problem darstellen", findet Kawasakis Superbike-Projektleiter Ichiro Yoda. "Andererseits müssen die Piloten manchmal auch abschalten und ihr Leben genießen. Gleiches gilt für die Mechaniker und alle anderen Mitarbeiter."

Aber selbst in dieser testfreien Zeit gehe es nicht vollkommen stressfrei zu. Yoda: "Die Entwicklung in der Fabrik in Japan ruht niemals. Sie arbeiten tagein, tagaus, bis spät in die Nacht. Sie arbeiten sehr hart, denn gegen Ende des Jahres holen wir noch einmal alles aus uns heraus."

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