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Ducati gesteht: Capirossi war 2007 der Titelkandidat

31. Dezember 2012 - 13:36 Uhr

Teammanager Vittoriano Guareschi erklärt, warum sich das Team Anfang 2007 nicht über die Siege von Casey Stoner freuen konnte

Stoner
Casey Stoner überraschte in der Saison 2007 nicht nur Vittoriano Guareschi
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Casey Stoner überraschte in seiner zweiten MotoGP-Saison mit dem Gewinn der Meisterschaft alle Experten. Nach seiner Rookie-Saison bei LCR-Honda führte ihn der Weg 2007 ins Ducati-Werksteam, in dem er den gescheiterten Sete Gibernau ablöste. Doch den Nummer-eins-Status hatte Stoner zu Beginn der Saison nicht. Bei Ducati steckte man große Hoffnungen in Loris Capirossi, der sich in den Jahren zuvor immer wieder gegen seine Teamkollegen durchsetzen konnte.

Teammanager Vittoriano Guareschi erinnert sich an 2007: "In diesem Jahr hatten wir ein gutes Motorrad. Doch ich dachte, dass Loris die besten Chancen hatte, die Meisterschaft und Rennen für uns zu gewinnen. Als Casey zum ersten Mal gewann, war ich ziemlich unglücklich. Ich dachte mir, es wäre besser gewesen, wenn Loris gewonnen hätte, weil er auf lange Sicht gesehen größere Chancen hatte", wird Guareschi von 'Motor Cycle News' zitiert.

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"Niemand hätte gedacht, dass Casey 2007 um den Titel kämpfen kann. Doch er hat zehn Rennen gewonnen und unglaubliche Arbeit geleistet", lobt der Teammanager, der 2007 mit dem Ducati-Team den bisher einzigen Titel in der MotoGP feiern konnte. Besonders eingebrannt hat sich der Saisonauftakt in Katar. Dank der Power der Desmosedici konnte Stoner Rossi mit einem extremen Tempoüberschuss auf der Geraden passieren.

"Ich erinnere mich an den Kampf mit Valentino in Katar. Ich war mir sicher, dass Valentino zwei Runden vor dem Ende noch etwas Potenzial freischalten kann, damit er attackieren und gewinnen kann", blickt Guareschi zurück. "In Wirklichkeit war es Casey, der noch etwas Potenzial hatte. Er hatte das Rennen voll im Griff. Es ist schade, dass er aufgehört hat. Er ist immer noch jung und schnell. Er wird eine große Lücke hinterlassen. Der Sport benötigt Talente wie ihn."

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