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Camier über 2012: "Ich flog durch die Luft wie Superman!"

25. Dezember 2012 - 17:06 Uhr

Crescent-Pilot Leon Camier blickt auf eine abwechslungsreiche Saison zurück und geht dabei vor allem auf seine spektakulären Unfälle ein

Leon Camier
Leon Camier beendete die Saison 2012 auf WM-Rang 14
© Suzuki

(Motorsport-Total.com) - Leon Camier erlebte in der diesjährigen Superbike-Weltmeisterschaft keine einfache Saison: Der Suzuki-Fahrer belegte in der Endabrechnung lediglich Rang 14, auch wenn positiv anzumerken bleibt, dass sich sein Crescent-Team und er gegen Saisonende deutlich steigern konnten.

Platz zwei beim Saisonlauf auf dem Nürburgring stellte für den Briten das Highlight 2012 dar, schmerzhaft in Erinnerung bleiben dürften Camier jedoch die zahlreichen Unfälle: Beim Rennen in Moskau kollidierte der 26-Jährige mit Loris Baz und flog anschließend spektakulär durch die Luft, beim Saisonabschluss in Magny-Cours legte er ebenfalls einen Highsider hin.

"Ich hatte dieses Jahr bei meinen Unfällen wirklich großes Glück", blickt Camier auf die Saison zurück. "Ich erlebte einige Crashs, brach mir dabei jedoch glücklicherweise nichts. Den größten Unfall erlebte ich meiner Meinung nach in Moskau, als ich Baz' Motorrad traf, nachdem dieser vor mir auf der Start-Zielgeraden gestürzt war."

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Die anschließende Szene hätte dann schon etwas von Slapstick gehabt: "Meine Mechaniker meinten, dass ich wie Superman in ihrer Kopfhöhe durch die Luft an der Boxenmauer vorbeigeflogen sei!" Der anschließende Aufschlag sei zwar schmerzhaft, aber ohne Folgen gewesen.

Eine merkwürdige Saison

Die Saison in der Superbike-WM verlief nicht wirklich nach Camiers Geschmack, erst gegen Ende konnte man für ein paar Lichtblicke sorgen: "Zu Beginn hatten wir so unsere Probleme, den Speed der Vorderleute mitzugehen", sagt Camier. "Ich wusste aber, dass meine Suzuki GSX-R Potenzial hat, weshalb ich nie aufgab und immer mein Bestes gab."

Leon Camier
Laut Camier sei das große Manko in diesem Jahr das Qualifying gewesen
© Suzuki

"Zeitweise kämpfte ich gegen Leute, bei denen ich mir sicher war, dass ich sie eigentlich schlagen könnte. Doch der Konkurrenzkampf ist in der Superbike-WM so intensiv, dass es enorm wichtig ist, in den ersten beiden Startreihen zu stehen um ein gutes Ergebnis einzufahren."

Im Qualifying hätte man oftmals das Potenzial gehabt, in die letzte Superpole-Runde einzuziehen, hätte es jedoch schlussendlich nicht umsetzen können, weshalb man sich im Rennen durch das Feld habe quälen müssen: "Sobald wir in der Lage waren, die Spitzengruppe anzugreifen, war das Rennen schon vorbei", stellt Camier enttäuscht fest.

Viel Lob für das Crescent-Team

Laut Camier habe eine Leistungssteigerung ab dem neunten Rennen in Tschechien eingesetzt: "Das Team hat die ganze Saison über hart gearbeitet um das Motorrad zu verbessern. Ab Brünn schien die Arbeit dann Früchte zu tragen. Seitdem haben wir wirklich Fortschritte gemacht."

"Mit diesem großartigen Ergebnis konnten wir die Verbesserungen unter Beweis stellen."
Leon Camier über seinen Podestplatz auf dem Nürburgring

Ein Beweis dafür sei der erwähnte zweite Platz auf dem Nürburgring gewesen: "Mit diesem großartigen Ergebnis konnten wir die Verbesserungen unter Beweis stellen", so Camier voller Stolz. Beim vorletzten Rennen in Portimao hätte man erneut aufs Podium fahren können: "Da war ich meiner Meinung nach besser als Max Biaggi, hatte dann jedoch ein technisches Problem und fiel aus. Immerhin konnte ich aber den Kampf mit ihm aufnehmen statt ihn nur aus der Ferne zu sehen!"

Was 2013 angeht, rechnet Camier mit einer erneuten Steigerung: "Das Team hat mir versichert, dass noch mehr im Motorrad steckt. Von daher freue ich mich schon auf den Saisonstart und hoffe, direkt von Beginn an um Podestplätze kämpfen zu können!"

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