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Stoner geht im Groll

11. November 2012 - 17:45 Uhr

Da Karriere von Casey Stoner ist vorbei - Mit der Königsklasse MotoGP war der zweifache Weltmeister nicht mehr glücklich

Casey Stoner
Casey Stoner kehrt im Alter von 27 Jahren der MotoGP den Rücken zu
© Repsol

(Motorsport-Total.com/SID) - Casey Stoner hat gemischte Gefühle. "Zu einem gewissen Grad", sagt der Australier. Der Abschiedsschmerz hält sich in Grenzen. Kein bisschen zweifelt der zweimalige Weltmeister an der Entscheidung, das Motorrad in die Ecke zu stellen. Zu groß ist die Enttäuschung darüber, was aus "seiner" MotoGP geworden ist. Die Königsklasse hat sich verändert. Nicht zum Guten, wie Stoner findet. "Das ist kein Neustart. Es ist ein Rückschritt", hatte sich der Honda-Pilot beschwert, als das MotoGP-Feld mit den sogenannten Claiming-Rule-Teams (CRT) aufgefüllt wurde. Vor dieser Saison war das für Stoner ein großer Fehler.

Die CRT-Bikes werden ohne Werksunterstützung aufgebaut und sind chancenlos. Stoner sieht aus diesem Grund keinen Sinn in der Entscheidung. "Das ist nicht mehr die Meisterschaft, in die ich mich mal verliebt habe", beschwerte sich der Honda-Pilot schon vor Monaten. Stoner will eine Serie, in der ausschließlich Prototypen fahren. Doch das ist derzeit wirtschaftlich kaum umsetzbar.

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Stoners Kritik ist nachvollziehbar. Gerade im Vergleich zur Moto3 und Moto2 herrscht in der schwersten Klasse viel zu oft Langeweile. Die Werksmaschinen sind zu überlegen, packende Kämpfe zwischen mehr als zwei Fahrern gibt es nur selten, auf dem Podium stehen immer die Gleichen. Stoner, sein Teamkollege Dani Pedrosa und dessen spanischer Landsmann Jorge Lorenzo (Yamaha), als Weltmeister Vorgänger und Nachfolger des Australiers, sind in diesem Jahr die einzigen drei Sieger.

Stoner zieht seine Konsequenzen, nach zwölf Jahren hört er auf. Schon im Mai hatte der kleine Mann aus dem Ort mit dem schönen Namen Kurri Kurri seinen Abschied zum Saisonende verkündet. Überraschend, doch Stoner hat gute Gründe. "Nach so vielen Jahren in diesem Sport, den ich liebe, und nach so vielen Opfern, die ich dafür bringen musste, habe ich nicht mehr die Leidenschaft, um weiterzumachen."

Gerüchte darüber, dass nach der Geburt seiner Tochter Alessandra im Februar die Familie auf den Rückzug gedrängt habe, weist Stoner zurück. "Nein, das stimmt nicht, das war mein eigener Entschluss", stellt der Hochbegabte klar. Die Vorfreude auf den Ruhestand ist groß. "Meine Familie ist mein Leben und ab nächster Woche werde ich ihr all die Zeit widmen können, die sie verdient." Ob die Drei weiter in der Schweiz am Genfer See leben werden, ist noch nicht entschieden.

Stoner geht nach einem schwierigen Jahr. Bei einem schweren Sturz im Qualifying zum Großen Preis von Indianapolis verletzte er sich am Knöchel, musste operiert werden und verpasste dadurch zwei Rennen. Der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung war mit einem Schlag vorbei. Vier Rennsiege hatte Stoner zuvor gefeiert, nach seinem Comeback in Japan folgte beim Heimrennen auf Pillip Island der fünfte.

"Down under", wo Kurve drei vor dem Rennen seinen Namen erhielt, hat Stoner seine Klasse noch einmal unter Beweis gestellt. Der Ausnahmekönner, früher wegen seiner vielen Stürze noch "Rolling Stoner" genannt, wird dem Motorrad-Zirkus ganz sicher fehlen. Was unmittelbar nach seiner letzten Fahrt in Valencia auf ihn zukommt, weiß Stoner nicht. "Momentan halten sich die Emotionen in Grenzen. Am Montag werden wir wissen, wie ich mich fühle."

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