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Pedrosa fährt instinktiv zum Valencia-Sieg

11. November 2012 - 18:32 Uhr

Statt von der Pole-Position startet Dani Pedrosa aus der Boxengasse in den Großen Preis von Valencia und gewinnt dennoch das Rennen

Daniel Pedrosa
Dani Pedrosa fuhr aus der Boxengasse zum Sieg in Valencia
© Repsol

(Motorsport-Total.com) - Vor dem Start zum MotoGP-Rennen beim Großen Preis von Valencia herrscht im Starterfeld große Ratlosigkeit. Die Strecke war weder richtig nass noch richtig trocken. Regenreifen oder Slicks lautete daher die Frage, die sich auch Dani Pedrosa stellte: "Das war eine schwierige Entscheidung", sagt der Honda-Pilot, der gestern im trockenen Qualifying mit einer Rekordrunde auf die Pole-Position gefahren war. "Als ich in die Startaufstellung gefahren bin, war die Strecke halb nass und halb trocken", berichtet der Spanier.

Daher ging der 26-Jährige zunächst auf Nummer sicher: "Ich dachte, dass in den ersten Runden der Regenreifen die bessere Wahl wäre. Ich wollte damit auch einen Sturz vermeiden, denn mit den Slicks rutscht man auf den feuchten Stelle sehr leicht aus." Doch noch bevor das Rennen gestartet wurde, erkannte Pedrosa, dass Regenreifen nicht die optimale Wahl waren: "In der Aufwärmrunde fuhr Jorge vor mit, und ich sah gleich, wie schnell er fahren konnte. Die Stellen, die auf dem Weg in die Startaufstellung noch feucht waren, waren nun bereits abgetrocknet", so Pedrosa.

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"Es gab eine sehr schmale Linie trockenen Asphalts, aber es war möglich, mit Slicks zu fahren", erklärt der Spanier, der nun in der Zwickmühle war: "In der letzten Kurve habe ich noch darüber nachgedacht, ob ich von Pole-Position starten und nach einigen Runden das Motorrad wechseln soll, oder ob ich gleich in die Box fahren sollte." Schließlich entschied Pedrosa aus dem Bauch heraus: "Ich war mir aber unsicher habe mich dann instinktiv dafür entschieden, in die Box zu fahren."

Wechsel die richtige Entscheidung

Mit der Entscheidung, noch vor dem Rennstart auf Slicks zu wechseln, befand sich der Spanier in guter Gesellschaft: "Ich habe dann am Ende der Boxengasse gewartet und irgendwann standen Nicky und Bautista neben mir." Pedrosa und seine Kollegen mussten dem Feld dann hinterhereilen, doch beim Losfahren aus der Boxengasse wäre der Honda-Pilot fast gestürzt: "Beim Start sind dann alle mächtig gerutscht, bei vielleicht gerade einmal 30 km/h. Aber es war fast unmöglich, das Motorrad unter Kontrolle zu halten."

Einmal in Fahrt gekommen, fand Pedrosa jedoch schnell Vertrauen in die profillosen Reifen: "Ich habe mich dann aber sehr schnell sicher gefühlt und einige Jungs überholt. Es war aber sehr schwierig, sie zu überholen, denn sie fuhren in einer Gruppe, und die trockene Linie war nur für einen Fahrer breit genug." Schon nach wenigen Runden hatte er Yamaha-Pilot Lorenzo im Visier: "Ich sah dann Jorge vor mir und dachte mir, dass er Erster oder Zweiter ist. Ich habe dann attackiert und kam ihm immer näher."

Doch plötzlich sah man en Spanier neben der Strecke. Was war passiert? "Ich bin beim Herunterschalten in den Leerlauf gekommen und musste durch die nasse Auslaufzone fahren. Dabei habe ich drei oder vier Sekunden verloren", erklärt Pedrosa. Eine Runde später stellte sich heraus, dass dieser Fehler folgenlos bleiben sollte, denn sein Rivale Lorenzo kam bei der Überrundung von James Ellison (ART) durch einen Highsider zu Sturz. "Vielleicht wurde er nervös", mutmaßt Pedrosa.

Was hat es mit "Dogma" auf sich?

"Das war der Fehler von Jorge, auf den ich gewartet habe", sagt der 26-Jährige. "Aber es ist oft so: Wenn du um den Titel kämpfst, bist du so konzentriert, dass dir solche Fehler nicht passieren. Aber jetzt, wo der Titel entschieden ist, fällt der Druck von ihm ab, dann passiert solch ein Fehler wesentlich einfacher", meint Pedrosa. "Aber jetzt ist es zu spät."

Nach dem Sturz Lorenzos musste Pedrosa seinen Vorsprung nur noch verwalten, was aber einfacher gesagt als getan war: "Danach war es ein sehr langes Rennen. Nachdem mir die Box angezeigt hatte, dass ich über 20 Sekunden Vorsprung hatte, war es schwierig, die Konzentration zu wahren. Aber ich bin es dann wie im Training angegangen und bin einfach Kurve für Kurve gefahren." Mit sieben Saisonsiegen hat Pedrosa einen mehr als Lorenzo erzielt, musste sich im Kampf um die WM dennoch seinem Landsmann geschlagen geben. Trotzdem blickt Pedrosa ohne Groll auf die Saison zurück: "Ich bin sehr zufrieden mit meinen Siegen, auch für mein Team und die Fans."

Ein Geheimnis wollte der Spanier nach dem Rennen nicht verraten. Auf seiner Boxentafel wurde ihm während des Rennens die kryptische Angabe "Dogma" angezeigt. Was genau es damit auf sich hat, sagte Pedrosa nicht. Er verriet nur, dass es sich dabei um eine Art Geheimcode handelt: "Es ist für die Boxenmannschaft sehr schwierig dem Fahrer zu erklären, wie sich das Rennen entwickelt. Wie sollen sie dir sagen, wer auf Slicks und wer auf Regenreifen fährt? Auf diese Weise verstehen wir uns gegenseitig", so der Spanier.

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