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Leitner: Pedrosa beklagte kaum Chattering

13. November 2012 - 15:17 Uhr

Honda-Chefmechaniker Mike Leitner analysiert das Chattering-Problem, über das sich die RC213V-Piloten in der Saison 2012 immer wieder beschwerten

Honda-Cheftechniker Mike Leitner bedauert, dass der Valencia-Test ins Wasser fiel
© Repsol

(Motorsport-Total.com) - Obwohl sich Jorge Lorenzo den Titel holte, konnte sich Honda 2012 zumindest über den Konstrukteurstitel freuen. In der kommenden Saison möchten die Japaner aber wieder den Weltmeister stellen. Die Vorbereitungen für diese Unternehmung fielen buchstäblich ins Wasser. Beim Nachsaisontest in Valencia meinte es der Wettergott mit den MotoGP-Piloten nicht so gut.

Mike Leitner, der Chefmechaniker von Dani Pedrosa bedauert den verlorenen Testtag in Spanien: "Wir hätten schon einiges auf dem Programm stehen gehabt. Wir haben eine Art Vorversion vom 2013er-Motorrad. Wir müssen abwarten, ob es vielleicht morgen noch klappt", so der Österreicher. Honda hat überlegt, nach Aragon auszuweichen, diese Option dann aber doch nicht gewählt: "Die Wetterprognose ist für Aragon auch nicht viel besser."

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Seit dem Test in Mugello, bei dem Honda einen neuen Rahmen und einen neuen Motor auf die Strecke brachte, lief es für die Honda-Werkspiloten deutlich besser. Besonders Dani Pedrosa profitierte von den Änderungen und war ab Indianapolis meist der schnellste Pilot auf der Strecke. Teamkollege Casey Stoner lehnte den neuen Rahmen von HRC hingegen ab.

"Jeder Fahrer hat seine Vorlieben, wie er sein Motorrad abstimmt und auf was er Wert legt. Casey hat beim neuen Chassis mehr Nachteile gespürt als beim bewährten. Dani sah im neuen Chassis viel Potenzial", erklärt Leitner 'Motorsport-Total.com'. Das Chattering-Problem wurde durch den neuen Rahmen ohnehin nicht gelöst. Besonders Stoner beklagte dieses Phänomen an nahezu jedem Rennwochenende.

Daniel Pedrosa
Dani Pedrosa hatte weniger Probleme mit Chattering als Casey Stoner
© Honda

"Casey hat damit große Probleme gehabt. Dani hat sich in einzelnen Rennen beklagt. Sonst hatte er sich nicht so oft beschwert", stellt Leitner vor. Die Ursache für die Probleme waren vielschichtig: "Es hat alles zusammengespielt", betont Leitner. "Erst kam der neue Hinterreifen, dann wurde das Gewicht erhöht und schlussendlich wurde während der Saison der Vorderreifen geändert. Wir waren darauf nicht zu 100 Prozent eingestellt."

Auf den Kursen, die gegen den Uhrzeigersinn gefahren werden, hatten die Honda-Piloten weniger Probleme. Linkskurven waren demzufolge weniger kritisch als Rechtskurven. "Die Kette verursacht eine Zugkraft. Das beeinflusst dieses Problem. Das Fahrwerk ist ja immer in Bewegung", schildert der Honda-Chefmechaniker. "Man hat zwar Chattering auf beiden Seiten gehabt, doch auf der einen Seite war es etwas stärker ausgeprägt als auf der anderen."

Doch das Chattering ist für Honda nicht die einzige Baustelle über den Winter. "Wir müssen uns sicher in jedem Bereich verbessern, weil sich die anderen Teams auch verbessern werden. Man versucht es zumindest, ob man es dann auch umsetzt, ist eine andere Frage", so Leitner. Marc Marquez, Pedrosas neuen Teamkollegen, kann der Chefmechaniker noch nicht genau einschätzen: "Er ist noch keinen Meter gefahren. Man weiß, dass er ein sehr talentierter Fahrer ist. Es wird sicher einen Unterschied geben zwischen der Moto2 und MotoGP. Das kann man ganz schwer einschätzen."

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