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Bradl: "Eine meiner größten Enttäuschungen"

11. November 2012 - 16:19 Uhr

Stefan Bradl hatte wieder einmal das erste Podium in der MotoGP im Visier, doch der "Valencia-Fluch" des Deutschen hält auch im Jahr 2012 an

Stefan Bradl
Stefan Bradls Traum vom Podium war nach neun Runden beendet
© Honda

(Motorsport-Total.com/Sport1) - Stefan Bradl und der Circuit Ricardo Tormo, das war in der Vergangenheit keine Liebesbeziehung. Fünf Mal trat der 22-Jährige in der Motorrad-Weltmeisterschaft in Valencia an, und bisher sah er noch nie die Zielflagge. Und auch im Jahr 2012 dauerte Bradls "Valencia-Fluch" an. Auf Position drei liegend stürzte der Zahlinger in Runde neun und schied aus dem Rennen aus. "Es war eine meiner größten Enttäuschungen", sagt Bradl nach dem Rennen bei 'Sport1'.

Doch der Reihe nach: Zu Rennbeginn war die Strecke in Valencia überwiegend nass, lediglich eine schmale Ideallinie war schon abgetrocknet. Bradl ging von Startplatz fünf aus dennoch volles Risiko: "Wir sind auf Slicks losgefahren, was riskant, aber dennoch die richtige Entscheidung war." In der Anfangsphase musste der LCR-Pilot mit den profillosen Reifen vorsichtig zu Werke gehen und verlor einige Positionen: "Man hat gesehen, dass wir langsamer fahren mussten, weil die trockene Linie teilweise nur zehn bis 20 Zentimeter breit war. Es war verdammt gefährlich und rutschig."

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Doch nach wenigen Minuten wuchs Bradls Vertrauen ins Motorrad, seine Rundenzeiten wurden schneller. Nachdem die auf Regenreifen gestarteten Fahrer in der Box das Motorrad gewechselt hatten, lagt der 22-Jährige auf Position drei und hatte damit sein erstes Podium in der MotoGP im Visier. "Ich bin einigermaßen gut zurechtgekommen, bis zu meinem Sturz", sagt Bradl. In Runde neun war sein Rennen vorzeitig beendet.

Bradl suchte nach dem Rennen nicht nach Ausreden für den Sturz: "Der geht auf meine Kappe. Ich war zu ungeduldig", gibt der Deutsche unumwunden zu. "Ich musste Aoyama überrunden. Dabei war ich nicht geduldig genug, ich hätte einfach noch eine Kurve länger warten müssen, dann wäre wahrscheinlich alles gut gegangen. So bin ich gestürzt, weil ich auf einen kleinen nassen Fleck gekommen bin", beschreibt Bradl sein Missgeschick.

Damit verspielte der 22-Jährige die Aussicht auf sein bestes Resultat in der MotoGP. "Ich habe geahnt, und das Rennergebnis hat es gezeigt, was möglich gewesen wäre. Betonung liegt auf wäre", zeigt sich Bradl enttäuscht. "Aber das muss man eigentlich abhaken. Auch wenn es jetzt das letzte Rennen der Saison war, es geht weiter. Den Speed hatten wird auch an diesem Wochenende wieder, obwohl es vom Wetter beeinflusst war", nimmt Bradl die positiven Erkenntnisse aus dem Finalwochenende mit. "Ob das Podium jetzt noch in Valencia kommt oder erst im nächsten Jahr: Wir können es alle noch erwarten. Ich freue mich jetzt auf eine großartige Saison im nächsten Jahr."

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