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Stoner feiert Heimsieg, Lorenzo ist Champion

28. Oktober 2012 - 06:44 Uhr

Casey Stoner gewinnt souverän sein Heimrennen auf Phillip Island - Dani Pedrosa stürzt und Jorge Lorenzo ist der MotoGP-Weltmeister 2012

Casey Stoner
Zum sechsten Mal in Folge gewann Casey Stoner auf Phillip Island
© Repsol

(Motorsport-Total.com) - Casey Stoner feiert einen dominanten Heimsieg in Australien. Der Honda-Pilot übernahm früh das Kommando und setzte im Rennen seine Überlegenheit auf Phillip Island fort. Souverän holte der 27-Jährige seinen sechsten Triumph in Folge auf der malerischen Insel und verabschiedete sich von seinen Fans mit Stil. Die WM-Entscheidung fiel ebenfalls. Dani Pedrosa stürzte schon in der zweiten Runde von seiner Honda und schied aus. Damit war der Weg endgültig frei für Jorge Lorenzo. Der Yamaha-Werksfahrer kontrollierte sein eigenes Rennen und kam hinter Stoner als Zweiter ins Ziel.

Das reichte für den vorzeitigen Titelgewinn. Zum zweiten Mal nach 2010 ist Lorenzo MotoGP-Weltmeister. "Ich freue mich sehr über diesen WM-Titel. Wir wissen alle wie schwierig es ist, gegen Fahrer wie Dani und Casey zu kämpfen - und natürlich auch gegen einen Hersteller wie Honda. Man muss sehr konstant sein und es dürfen keine Fehler passieren", sagt Lorenzo in der Stunde des Triumphs. "Heute ist eins sehr spezieller Tag. Ich möchte mich bei bei meinen Team, Yamaha, meiner Familie und meinen Fans bedanken, und alle Leute, die immer an mich geglaubt haben."

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Die australischen Fans feierten in erster Linie ihren "King Casey"."Meine Zeit läuft ab. Bei den letzten drei Rennen war ich Fünfter, Dritter und jetzt Erster. Für mich war es sehr wichtig, dass ich vor meinem Rücktritt noch ein Rennen gewinne. Dass es beim Heimrennen passiert, ist natürlich ein Märchen", sagt der entthronte Weltmeister. "Das gesamte Wochenende ist beinahe perfekt gelaufen. Die Fans waren unglaublich."

"Ich hatte ein tolles Gefühl und konnte alle stolz machen. Es war ein fantastischer Tag. Wir haben ein schwieriges Jahr mit einem Topresultat beendet. Die enthusiastischen Fans waren etwas Besonderes." Das Podium komplettierte Cal Crutchlow (Tech 3) als Dritter. Nach Brünn kletterte der Brite zum zweiten Mal auf das Podium. "Die letzten drei Wochen waren schwierig. In Motegi ist mir der Sprit ausgegangen und in Sepang bin ich gestürzt. Es wären drei schwierige Wochen gewesen, wenn ich es hier nicht geschafft hätte."

"Ich habe den Vorsprung auf meine Verfolger kontrolliert. Es war ein tolles Rennen. Gratulation an Jorge. Casey war heute unschlagbar. Es ist schade, dass er seine Karriere beendet." Stefan Bradl (LCR-Honda) hatte als einziger Fahrer einen harten Hinterreifen gewählt. Der Deutsche kämpfte das komplette Rennen über gegen Andrea Dovizioso (Tech 3) und Alvaro Bautista (Gresini-Honda). Im Zielsprint musste sich Bradl beiden geschlagen geben und wurde Sechster. Ducati spielte auf Phillip Island keine Rolle. Valentino Rossi kam über eine halbe Minute hinter Stoner auf Platz sieben ins Ziel. Bester Claiming-Rule-Vertreter war Aleix Espargaro (Aspar).

Pedrosa stürzt in Runde zwei

Doch der Reihe nach: Beim Start zum Rennen über 27 Runden beschleunigte Lorenzo die beiden Honda-Fahrer aus und ging in Führung. Dahinter sortierten sich Pedrosa und Stoner ein. Die beiden Tech-3-Fahrer lagen auf den Plätzen vier und fünf. Bradl kam als Sechster durch die ersten Kurven. Schon in der Honda-Haarnadel setzte Pedrosa sein erstes Manöver und bremste sich an Lorenzo vorbei. Zu Beginn der ersten Runde wurde der Yamaha-Fahrer auf der Zielgeraden auch noch von Stoner überholt. Schon in der zweiten Runde fiel die WM-Entscheidung.

Jorge Lorenzo
Jorge Lorenzo kam in dieser Saison entweder als Erster oder Zweiter ins Ziel
© Yamaha

Pedrosa stürzte in einer Rechtskurve und schmiss die Honda weg. Er war über das Vorderrad ausgerutscht. In langsamer Fahrt kam der Spanier tief enttäuscht an die Honda-Box zurück. Gleichzeitig begann die Stoner-Show. Der Lokalmatador brannte schnellste Runden in den Asphalt und setzte sich sofort von Lorenzo ab. Die beiden Ausnahmekönner fuhren dem Rest des Feldes auf und davon. Dahinter entwickelte sich in der Anfangsphase ein Vierkampf um den letzten Podestplatz.

Das waren die beiden Tech-3-Piloten Crutchlow und Dovizioso sowie Bautista und Bradl. Der Deutsche hatte als einziger Fahrer im Feld einen harten Hinterreifen gewählt. Rossi führte als Siebter ein Ducati-Paket vor seinem Teamkollegen Nicky Hayden und Karel Abraham (Cardion-Ducati) an. Im CRT-Feld kämpften wieder die beiden Aspar-Piloten Randy de Puniet und Espargaro miteinander. Alle waren deutlich langsamer als Stoner, der ein Höllentempo an den Tag legte.

Bradl kämpft gegen Dovizioso & Bautista

In der ersten Rennhälfte konnte sich Crutchlow aus der Verfolgergruppe lösen und fuhr auf Platz drei. Dagegen fiel Dovizioso hinter Bautista und Bradl auf Rang sechs zurück. Der harte Hinterreifen an der LCR-Honda zahlte sich zunächst aus, denn die Zeiten wurden langsamer, während Bradl das Tempo halten konnte. Er schnappte sich auf der Zielgeraden auch problemlos Bautista und war Vierter. Da sich Bautista und Dovizioso duellierten, gewann Bradl gleich einige Meter Vorsprung. Er konnte sich aber nicht entscheidend absetzen.

Stefan Bradl
Stefan Bradl wählte als einziger Fahrer einen harten Hinterreifen
© Honda

Dovizioso überholte schließlich die beiden Honda-Piloten wieder und lag vier Runden vor dem Ziel wieder an der vierten Position. Bis zur Ziellinie kämpfte dieses Trio um die Plätze. Schließlich setzte sich Dovizioso durch und hielt den vierten Platz. Bradl konnte Bautista im Zielsprint nicht mehr abfangen und kam als Sechster über die Linie.

Für Ducati hagelte es eine weitere Klatsche. Rossi und Hayden fuhren ein einsames Rennen auf den Plätzen sieben und acht. Beide hatten im Ziel 37 Sekunden Rückstand. Abraham wurde abgeschlagen Neunter. Im CRT-Feld lieferten sich die beiden Aspar-Teamkollegen das gesamte Rennen über ein enges Duell. Am Ende hatte Espargaro knapp die Nase vor de Puniet, und der Spanier feierte Platz zehn. Auf den weiteren Positionen kamen Hector Barbera (Pramac-Ducati), Danilo Petrucci (Ioda), Michele Pirro (Gresini) und Ivan Silva (Avintia) ins Ziel. Colin Edwards (Forward) gab an der Box auf und Roberto Rolfo (Speed Master) stürzte. Am 11. November findet das Saisonfinale in Valencia statt.

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