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Marquez feiert unangefochtenen Sieg

08. Juli 2012 - 12:26 Uhr

Marc Marquez kontrolliert das Rennen auf dem Sachsenring souverän und baut seine WM-Führung aus - Kein Fahrer aus Deutschland in den Punkterängen

Marc Marquez
Marc Marquez hat sich in der WM ein komfortables Polster aufgebaut
© Repsol

(Motorsport-Total.com) - Das Moto2-Rennen auf dem Sachsenring stand ganz im Zeichen von Marc Marquez. Von der Pole-Position kontrollierte der Spanier das Rennen und feierte seinen vierten Saisonsieg. Es war sein dritter Erfolg in Deutschland in Serie. Marquez kontrollierte das Rennen, aber er konnte nicht extrem weit weg ziehen. Die Konkurrenz hatte aber keine Chance gegen den Suter-Piloten. In der WM hat Marquez seinen Vorsprung auf 43 Punkte ausgebaut. Mika Kallio (Kalex) und Alex de Angelis (FTR) komplettierten das Podium. Der Schweizer Tom Lüthi (Suter) kam als Fünfter über die Linie. Die Fahrer aus Deutschland holten keine WM-Punkte

Beim Start nutzte Marquez seine Pole-Position perfekt und ging in Führung. Dahinter sortierten sich Kallio, Julian Simon (Suter) und Bradley Smith (Tech 3) ein. Es kamen alle Fahrer durch die erste enge Ecke, doch wenige Kurven später stürzte Scott Redding von seiner Kalex. Toni Elias (Suter) musste ausweichen und verlor viele Positionen. Dominique Aegerter (Suter) war nach der Startphase Neunter und Lüthi Elfter. Pol Espargaro (Kalex) startete sofort seine Aufholjagd von Startplatz 17 und war nach der ersten Runde bereits 13. Der Spanier fuhr schnelle Runden und arbeitete sich durch das Feld.

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In der Anfangsphase machte Marquez an der Spitze das Tempo. An seinem Hinterrad hing Kallio und als Dritter folgte Andrea Iannone (Speed Up). Der Italiener fackelte aber nicht lange und ging in der vierten Runde am Finnen vorbei und machte Jagd auf Marquez, der versuchte sich abzusetzen. Währenddessen war die Aufholjagd von Espargaro gestoppt. Er hing direkt hinter Lüthi auf Platz zehn. Espargaro machte aber gleich wieder ernst, schnappte sich den Schweizer und griff gleich die nächsten Fahrer an.

Espargaro fuhr am Limit. Einmal wäre er fast von seiner Kalex abgeworfen worden. Irgendwie blieb er sitzen, hatte aber wieder Positionen eingebüßt. Somit lagen Lüthi und Espargaro wieder auf den Positionen neun und zehn. Gleichzeitig übernahm Iannone in Runde sieben erstmals die Führung, aber Marquez konterte sofort. Es war ein enges Duell. Kallio war als Dritter auch noch dabei. Zu Beginn der neunten Runden verabschiedete sich Iannone in der ersten Kurve durch einen Sturz. Ein Rückschlag im WM-Kampf. An der 26. Stelle fuhr der Italiener weiter.

Somit lautete der Dreikampf um die Spitze Marquez, Kallio und de Angelis. Marquez konnte sich nicht deutlich absetzen, aber er kontrollierte souverän die Spitze. Mit Fortdauer des Rennens wurde de Angelis stärker und schnappte sich Kallio für Platz zwei. Erst am vorigen Wochenende in Assen war das Forward-Team von Suter zu FTR gewechselt und de Angelis konnte sich mit dem britischen Chassis bereits beim zweiten Rennen in Szene setzen. Espargaro war bei Rennhalbzeit bereits auf Rang vier nach vor gekommen, während Lüthi Siebter war.

Sachsenring-Spezialisten auf dem Podium

Es machten sich drei Sachsenring-Spezialisten die Podestplätze untereinander aus. Kallio gewann im Jahr 2005 das 125er Rennen und de Angelis stand bereits sieben Mal auf dem Podest. Marquez hatte 2010 (125) und 2011 (Moto2) jeweils von der Pole-Position gewonnen. Acht Runden vor Schluss erhöhte Marquez die Schlagzahl und nahm de Angelis/Kallio eine halbe Sekunde pro Runde ab. Der Spanier setzte sich um einige Motorradlängen ab und die Geschichte war gegessen.

Mika Kallio
Der Finne Mika Kallio schaffte es zum zweiten Mal in der Moto2 auf das Podium
© Marc VDS

Mit seinem dritten Sachsenring-Erfolg und seinem vierten Saisonsieg baute der 19-Jährige seine WM-Führung auf 43 Punkte aus. Bis zum Zielstrich duellierten sich Kallio und de Angelis um den zweiten Platz. In der letzten Kurve fiel die Entscheidung. De Angelis probierte einen Angriff, aber Kallio war clever und stach innen wieder durch. Auf der Linie hatte der Finne vier Zehntelsekunden Vorsprung. Für Kallio war Platz zwei sein erster Podestplatz in dieser Saison und sein zweiter in der Moto2.

De Angelis kletterte als Dritter erstmals in diesem Jahr auf das Podium. Der Wechsel zu FTR hat sich für ihn ausgezahlt. Sein Teamkollege Yuki Takahashi schied dagegen durch Sturz aus. Eine starke Aufholjagd brachte Espargaro schließlich auf den vierten Platz. Lüthi hatte im Ziel sechs Sekunden Rückstand und wurde Fünfter. Iannone konnte nach seinem Ausrutscher zwar weiterfahren, aber er verpasste als 16. die WM-Punkte knapp.

Thomas Lüthi
Der Schweizer Tom Lüthi konnte nicht in den Kampf um das Podium eingreifen
© Paddock GP Racing

In der WM hat sich die Situation geändert und alles läuft für Marquez. Sein Vorsprung auf Espargaro beträgt nun 43 Punkte. Lüthi ist Dritter und liegt 45 Zähler zurück. Iannone hat Boden eingebüßt und hat nun schon 48 Punkte Rückstand.

Hinter Lüthi duellierten sich Simone Corsi (FTR) und Bradley Smith (Tech 3) um Platz sechs, wobei Corsi die Oberhand behielt. Xavier Simeon bestätigte die Leistung der Tech-3-Eigenkonstruktiuon als Achter. Kalex-Pilot Claudio Corti kam alleine fahrend als Neunter über die Linie. Platz zehn ging an Dominique Aegerter (Suter), der damit sein persönliches Ziel von den Top 10 wieder erreicht hat. Trotzdem war der Rückstand mit 25 Sekunden groß.

Kein weiterer Schweizer oder Deutscher kam in die Punkte. Auf den Plätzen elf bis 14 klassierten sich Johann Zarco (MotoBI), Esteve Rabat (Kalex), Ricard Cardus (AJR) und Nicolas Terol (Suter). Julian Simon (Suter) war zwar aus der ersten Reihe gestartet, aber der Spanier fiel bis auf Platz 15 zurück und nahm den letzten Zähler mit. Auch Regenspezialist Anthony West (Moriwaki) ging als 17. leer aus.

Max Neukirchner
Lokalmatador Max Neukirchner schaffte es nicht in die Punkteränge
© www.motorradrennen.com

Ein Rennen zum Vergessen erlebte Max Neukirchner (Kalex). Der Kiefer-Pilot sah vor heimischer Kulisse die Zielflagge als 19. und schaffte kein Erfolgserlebnis. Noch schlimmer erging es Randy Krummenacher (Kalex). Im Vorjahr eroberte der Schweizer noch Platz vier, doch heute stürzte er und kam schließlich noch als 25. ins Ziel. MZ-Pilot Markus Reiterberger wurde bei seinem WM-Debüt 26.

Krummenacher, Reiterberger und Eric Granado (MotoBI) wurden mit einer Runde Rückstand gewertet. Wildcard-Starter Kevin Wahr (IAMT) war in der Führungsrunde und beendete das Rennen auf Platz 24. Für Moto2-Verhältnisse verlief der Grand Prix ungewöhnlich ruhig. Dafür gab es einige Ausfälle. So stürzten Elias und Ratthapark Wilairot (Suter). Axel Pons (Kalex) und Elena Rosell (Moriwaki) gaben an der Box auf. Das nächste Rennen findet am kommenden Wochenende im italienischen Mugello statt.

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