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Honda-Bosse voll des Lobes für Bradl

05. Juli 2012 - 15:37 Uhr

Shuhei Nakamoto und Livio Suppo stellen Stefan Bradl ein gutes Zeugnis aus - Der MotoGP-Rookie überzeugt durch Talent und konzentrierte Arbeit

Stefan Bradl
Stefan Bradl überzeugt nicht nur durch Talent, sondern durch konzentrierte Arbeit
© LCR-Honda

(Motorsport-Total.com/Sport1) - Stefan Bradl hat an den ersten sieben Rennwochenenden seine Chance in der MotoGP genutzt. Schritt für Schritt lernte der Deutsche dazu und lieferte konstante und solide Leistungen ab. Stürze sind Mangelware, wenn man ihn mit Rookies der vergangenen Jahre wie Ben Spies, Marco Simoncelli, Karel Abraham und Cal Crutchlow vergleicht. Den obligatorischen Nuller hatte Bradl zuletzt in Assen fabriziert. Der Ausrutscher im Rennen zählte in die Kategorie Anfängerfehler und den 22-Jährigen ärgerte das Missgeschick. Im LCR-Team herrscht eine gute Stimmung. Von Teamchef Lucio Ceccinello über Chefmechaniker Christophe Bourguignon ist man soweit mit der Rookie-Saison zufrieden.

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Auch die großen Honda-Bosse loben die Arbeit und die Fortschritte des amtierenden Moto2-Weltmeisters. "Wir sind sehr glücklich mit ihm. Er lernt ständig dazu. Er ist clever, macht keine Fehler und verhält sich auch an Testtagen sehr professionell", sagt HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto. "Wir sind sehr, sehr zufrieden mit ihm, denn er entwickelt sich Schritt für Schritt weiter."

Erstmals seit Alex Hofmann ist wieder ein Deutscher in der Königsklasse vertreten. Bei Honda ist der Pass aber nicht wichtig, denn selbst der Australier Casey Stoner kommt aus einem Land, das für Honda nicht zu den Kernmärkten zählt. "Eigentlich ist für uns die Nationalität eines Fahrers ohne Bedeutung. Wir wollen schnelle, talentierte und starke Fahrer. Stefan bringt diese Attribute mit und deshalb sind wir sehr glücklich mit ihm", lobt Nakamoto.

Auch Livio Suppo, der Marketingdirektor von HRC, hält große Stücke auf Bradl. Er hat im vergangenen Herbst in Valencia mitgeholfen den MotoGP-Deal einzufädeln. "Wir sind sehr zufrieden. Wie Nakamoto san bereits sagte, ist es für uns keine Frage der Nationalität. Natürlich gibt es aus Marketingsicht einige Vorteile für Stefan, denn Deutschland ist ein wichtiger Markt für uns. Da ist es wichtig einen starken deutschen Fahrer zu haben."

Shuhei Nakamoto
HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto ist von Stefan Bradls Leistungen beeindruckt
© Repsol

"Wenn er aber nicht so schnell wäre, dann hätte er von uns auch nicht die Chance bekommen. Stefan vereint Talent, Können und gute Charaktereigenschaften. Die Nationalität spielt da nur eine untergeordnete Rolle." Zuletzt in Assen war Bradl so nahe wie noch nie an der Spitze dran. Im Qualifying verpasste er nur knapp die erste Startreihe. "Wenn man die ersten Rennergebnisse von Stefan mit den ersten Ergebnissen von Ben Spies oder auch Marco Simoncelli vergleicht, dann ist Stefan bisher besser unterwegs", vergleicht Suppo.

"Dabei muss man beachten, dass es viel schwieriger geworden ist, da es durch die Einreifenregel keine Wahlmöglichkeit mehr gibt. Normalerweise brauchen Rookies die weichere Variante, um sich besser an das Bike zu gewöhnen. Und eben Jungs wie Ben oder Marco brauchten viel länger dafür als Stefan. Deshalb sage ich, dass er einen großartigen Job macht. Ich bin überzeugt, dass er in der Lage ist, etwas Großes zu vollbringen. Es liegt an ihm, aber ich bin sicher, er wird seine Chancen nutzen."

"Stefan vereint Talent, Können und gute Charaktereigenschaften."
Livio Suppo

Sollte sich nichts Gravierendes ändern, dann wird Bradl auch im kommenden Jahr bei LCR fahren. "Er hat einen Zweijahresvertrag und wir werden ihn auch im nächsten Jahr so gut wie möglich unterstützen", bestätigt Nakamoto. Offen ist hingegen, wie es im Werksteam weitergeht. "Es ist natürlich sehr schade, dass Casey seine Karriere beenden wird", meint Suppo, der den Weltmeister von Ducati zu Honda geholt hat.

"Wir respektieren seine Entscheidung und sind stolz darauf, was er letztes Jahr erreicht hat. Hoffentlich erreicht er das in diesem Jahr auch. Wir wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste. Was unsere Zukunft angeht, ist es noch etwas zu früh, eine Entscheidung zu treffen. Mit Dani haben wir einen starken Fahrer an Board und wir hoffen, dass er auch bleibt. Er gehört zu den besten drei Fahrern in der MotoGP. Wer den zweiten Platz neben ihm einnimmt, steht noch nicht fest. Es ist alles denkbar."

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