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Denning: "Ein größerer Schritt als erwartet"

19. Juli 2012 - 11:20 Uhr

Der Aufstieg in die Superbike-WM hat sich für Crescent-Suzuki bislang schwierig gestaltet - Teamchef Paul Denning analysiert die Gründe

Leon Camier
Hauptsächlich musste Leon Camier die Entwicklungsarbeit leisten
© Suzuki

(Motorsport-Total.com) - Mit hohen Erwartungen ist das Crescent-Suzuki-Team in die Premieren-Saison gestartet, doch es gestaltete sich als schwieriger als gedacht. Auf dem Papier sah alles wunderbar aus: Die GSX-R1000 hat noch im Jahr 2010 in den Händen von Leon Haslam und der Alstare-Mannschaft um den WM-Titel gekämpft. Die Motoren werden von Yoshimura getunt und das Crescent-Team ist eine erfahrene und eingeschworene Truppe. Dazu hat man mit John Hopkins und Leon Camier zwei Fahrer, deren Stärken bekannt sind. Trotzdem lief es nicht nach Plan. Hopkins wurde von vielen Verletzungen geplagt, während Camier lediglich in Donington mit Platz vier glänzte - dort schieden allerdings in der letzten Kurve einige Topfahrer aus.

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Ansonsten kam Camier lediglich drei weitere Male in die Top 10. "Es war ehrlich gesagt ein größerer uns schwierigerer Schritt als wir erwartet hatten", gibt Teamchef Paul Denning zu. "Mit einer Wildcard und einem Fahrer in Topform in England anzutreten, ist eine ganz andere Geschichte, als ein Team, das Motorrad und die Fahrer über eine WM-Saison auf Kurs zu bringen. Außerdem ist das Wettbewerbslevel in diesem Jahr viel härter geworden."

"Es gibt in diesem Jahr Teams, die im Vorjahr zu kämpfen hatten und jetzt super konkurrenzfähig sind. Dazu kommen viele talentierte Fahrer. Wenn man nicht ganz auf der Höhe ist und weniger als eine Sekunde zu langsam ist, dann ist man nicht mehr in den Top 16", zeichnet Denning das aktuelle Bild der Superbike-WM. "Wir haben viel gelernt und lernen immer noch dazu. Es wäre aber eine Lüge, wenn wir nicht sagen würden, dass wir bessere Resultate erhofft haben."

"Die GSX-R1000 ist aber ein sehr gutes Motorrad. Leon meint, dass es das beste Handling eines Motorrades hat, das er je gefahren ist". Und Camier ist in den vergangenen beiden Jahren auf der Werks-Aprilia gesessen. "Laut seinem Feedback ist das Motorrad sehr benutzerfreundlich, es geht auch gut mit den Reifen um und managt sie bis zum Rennende", so Denning. Trotzdem ließen die Ergebnisse zu wünschen übrig.

Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Yoshimura-Motoren hinken im Vergleich zur Konkurrenz etwas nach. "Wir hatten mit der Power zu kämpfen, weil wir weniger Entwicklungszeit beim Motor hatten als einige andere Teams. Die Verletzungen von John haben uns auch behindert", meint Denning. "Deshalb war er von seiner Bestform weit weg, und dadurch hatten wir nicht die Anhaltspunkte, an denen sich Leon orientieren hätte können. Wir haben erwartet, dass John seinen Grundspeed und seine Aggression in gute Qualifyingergebnisse umsetzen könnte, aber das war nicht der Fall."

Ein Schwachpunkt war in diesem Jahr klar das Qualifying. Auch dafür gibt es Gründe, die mit der Charakteristik der aktuellen GSX-R zusammenhängen sowie mit Camiers Abstimmung und Fahrstil, wie Denning erläutert: "Wenn Leon ruhig ist und nicht unter Druck steht, dann kann er unglaubliche Rundenzeiten fahren. Das Motorrad fährt auch sehr konkurrenzfähig um einen Kurs. Es gibt aber einen Unterschied zwischen einer schnellen Testrunde und einem Rennen, wo man Rad-an-Rad kämpfen muss."

Paul Denning
Teamchef Paul Denning hat sich bessere Ergebnisse ausgerechnet
© Suzuki

"Für eine schnelle Rundenzeit fährt Leon tief und schnell in eine Kurve, oder er ist in der Kurvenmitte schnell. Im Rennen geht das aber oft nicht. Unsere Fahrer haben schon mehrmals bemängelt, dass sie in einem Duell beinahe am Kurveneingang in den Gegner geknallt wären, weil die GSX-R am Eingang und in der Mitte einen hohen Speed halten kann. Dafür können sie aber im nächsten Abschnitt auf der Geraden nicht überholen."

"Im Rennen muss man die Rundenzeit oft auf eine andere Weise aufstellen als wenn man alleine auf der Strecke ist und die Stärken des Motorrades ausspielen kann." Diese Details gehören zum Lernprozess in der Superbike-WM dazu. Denning hofft aber, dass man bald im vorderen Teil des Feldes eine Rolle spielen wird. "Wir arbeiten sehr eng mit Yoshimura zusammen. Wir brauchen nur eine kleine Verbesserung. Wenn wir uns gut qualifizieren und die beiden beim Start in der Spitzengruppe mitmischen, glaube ich, dass wir auf die Spitzenleute aufholen können."

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