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Stoner holt klaren Sieg in Assen

30. Juni 2012 - 14:43 Uhr

Weltmeister Casey Stoner schließt mit dem Sieg in Assen in der WM zu Jorge Lorenzo auf - Der Spanier wird von Alvaro Bautista in der ersten Kurve abgeräumt

Casey Stoner
Casey Stoner holte sich trotz seines Trainingssturzes den Sieg in Assen
© Repsol

(Motorsport-Total.com) - Bereits beim Start zum Grand Prix der Niederlande im legendären Assen fiel eine Vorentscheidung. Gresini-Pilot Alvaro Bautista bremste in der ersten Kurve zu spät und räumte Jorge Lorenzo ab. Der Yamaha-Star wurde unschuldig aus dem Rennen gerissen und sammelte null Punkte. Von da an war das Honda-Werksduo Dani Pedrosa und Casey Stoner alleine auf weiter Flur. In der zweiten Rennhälfte erhöhte der Australier das Tempo und feierte einen souveränen Sieg. Dank der 25 Punkte hat Stoner in der WM zu Lorenzo aufgeschlossen. Beide halten nach sieben Rennen bei 140 Zählern.

"Das Wochenende startete gut, aber dann ging einiges schief. Wir sahen nicht gut aus", spricht Stoner seinen Sturz am Freitag an. "Gestern hatte ich Schmerzen und konnte kaum pushen. Mein Team arbeitete gut und stellte mir ein perfektes Motorrad fürs Rennen zur Verfügung." Der Schlüssel zum Sieg war es, die Kraftreserven richtig einzuteilen. "Ich versuchte hinter Dani Kraft zu sparen, weil die Gruppe dahinter weit weg war. Dann sah ich, wie Dani Probleme bekam. Das Manöver kam zur richtigen Zeit, denn einige Runden darauf hatte ich keine Kraft mehr übrig."

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Pedrosa musste sich einmal mehr seinem Teamkollegen geschlagen geben. "Vor dem Rennen dachte ich, dass ich einen guten Rhythmus haben würde. Laut den Trainings war ich schneller als er. Als er mir folgte, brauchte er weniger Energie als ich. Gegen Rennende hatte ich bei den Richtungswechseln Probleme. Sie fielen mir schwer", spricht auch der Spanier die körperliche Anstrengung an. "Da ich meine Kraft zu Beginn aufgebraucht hatte, hatte Casey am Ende noch mehr Energie übrig. Das ist Racing."

Das Podium komplettierte Tech-3-Pilot Andrea Dovizioso, der Werksfahrer Ben Spies in Schach hielt. Ein enttäuschendes Rennen erlebte wieder einmal Ducati. Valentino Rossi musste an der Box den Hinterreifen wechseln und kam mit einer Runde Rückstand als 13. und Vorletzter ins Ziel. Stefan Bradl (LCR-Honda) sah erstmals in diesem Jahr die karierte Flagge nicht. In der zweiten Runde stürzte der Deutsche und schied aus.

Dramatische Startphase

Beim Start setzte sich Pedrosa wie gewohnt durch und übernahm die Führung. In der ersten Kurve spielte sich gleich ein entscheidendes Drama ab. Bautista war auf der Innenbahn viel zu schnell. Er bremste auf der Innenbahn viel zu spät und stürzte. Anschließend rutschte der Spanier Richtung erster Kurve und räumte Lorenzo, der sich schon in Schräglage befand, ab. Beide Motorräder lagen im Kiesbett und Lorenzo stapfte sauer davon. Er hatte keine Chance und war unschuldig aus dem Rennen gerissen worden. Durch dieses Manöver musste auch Cal Crutchlow (Tech 3) ausweichen und fiel auf Platz 13 zurück.

Jorge Lorenzo
Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo wurde in der ersten Kurve abrgeäumt und ging leer aus
© Yamaha

Am Ende der ersten Rennrunde führte Pedrosa vor Stoner, Spies und Dovizioso. Bradl war vor Rossi Fünfter. In der zweiten Runde schnappte sich der Deutsche Dovizioso für Platz vier, aber kurz darauf war das Rennen vorbei. Bradl stürzte über das Vorderrad und schied aus. Es war der erste Ausfall in seiner Rookie-Saison. Da Karel Abraham (Cardion-Ducati) aufgrund starker Schmerzen in der verletzten linken Hand nicht am Start war, befanden sich nach zwei Runden nur noch acht Prototypen im Rennen.

Der Ausfall von Lorenzo spielte dem Honda-Duo in die Karten. Pedrosa und Stoner drehten an der Spitze des Feldes ihre Runden. Spies und Dovizioso folgten in der Anfangsphase mit einigen Motorradlängen Rückstand auf den Plätzen drei und vier. Weitere Sekunden dahinter gab es eine Kampfgruppe mit den restlichen Prototypen. Rossi verteidigte den fünften Platz gegen Hector Barbera (Pramac-Ducati), Nicky Hayden (Ducati) und Crutchlow.

Das Honda-Duo hatte sich für einen weichen Hinterreifen entschieden. Die Yamaha- und Ducati-Piloten waren mit der harten Mischung unterwegs. In der ersten Rennhälfte spulten Pedrosa und Stoner souverän ihre Runden ab. Nach zehn Runden betrug der Vorsprung fünf Sekunden. Dovizioso und Spies lieferten sich ihr Privatduell um den dritten Rang. Zu diesem Zeitpunkt hatte Hayden in der Verfolgergruppe um Platz fünf das Kommando übernommen.

Rossi muss an die Box

Rossi hatte dagegen Probleme. Zwölf Runden vor dem Ziel brachen seine Rundenzeiten stark ein und er verlor deutlich den Anschluss. Der Italiener fuhr um drei Sekunden langsamer als in der Anfangsphase. Hayden wehrte sich dagegen noch mit Händen und Füßen gegen Crutchlow und verteidigte Platz fünf. Auch Barbera hielt mit diesem Duo noch mit.

Valentino Rossi
In Assen erlebte Valentino Rossi wieder einen Tag zum Vergessen
© Ducati

Zehn Runden vor dem Ende steuerte Rossi die Ducati-Box an. Er stieg von seinem Motorrad, während die Mechaniker den Hinterreifen wechselten. Anschließend fuhr der neunfache Weltmeister wieder hinaus, hatte aber eine Runde verloren. Gleichzeitig schnappte sich Stoner erstmals die Führung von Pedrosa. Der Weltmeister konnte zulegen und setzte sich sofort ab. Das war auch schon die Entscheidung.

Souverän kontrollierte der Australier seinen kleinen Vorsprung und feierte seinen dritten Saisonsieg. Es war sein zweiter Triumph in der "Cathedral of Speed". In der WM hat Stoner wieder zu Lorenzo aufgeschlossen. Die beiden Ausnahmekönner haben nun beide 140 Zähler auf dem Konto. Da Lorenzo einmal mehr gewonnen hat, liegt er auf Platz eins. Die WM ist wieder komplett offen. Auch Pedrosa konnte durch den zweiten Platz wieder aufschließen, doch gegen Stoner konnte der Spanier heute nichts ausrichten. Auf der Ziellinie betrug sein Rückstand 1,5 Sekunden.

Dovizioso bester Yamaha-Fahrer

Bis zum Ende dauerte das Yamaha-Duell um den dritten Platz an. Schließlich behielt Dovizioso die Oberhand und verwies Spies in die Schranken. Zum zweiten Mal in diesem Jahr kletterte "Dovi" auf das Podest, während Spies als Vierter dennoch sein bisher bestes Resultat 2012 holte. Crutchlow setzte sich schließlich in der Verfolgergruppe durch und kam als Fünfter auf die Linie. Durch den Vorfall in der ersten Kurve hatte der Brite allerdings zu viel Zeit verloren, um noch eine Chance auf das Podium zu haben.

Andrea Dovizioso
Andrea Dovizioso war in den Niederlanden der beste Yamaha-Fahrer
© Yamaha

In den letzten Runden herrschte noch ein Duell zwischen Hayden und Barbera um Platz sechs. Mit Mühe und Not hielt der Werksfahrer die Kunden-Ducati in Schach. Das Rennen war ein weiteres Debakel für die italienische Marke. Rossi kam nach seinem Boxenstopp mit einer Runde Rückstand als 13. und Vorletzter ins Ziel. Das Feld hatte sich deutlich gelichtet, denn auch einige Claiming-Rule-Piloten hatten Probleme.

So stürzten Yonny Hernandez (Avintia) und Aleix Espargaro (Aspar). Colin Edwards stellte seine Suter-BMW an der Forward-Box ab. Bester CRT-Fahrer war schließlich Randy de Puniet (Aspar) als Achter. Die beiden Italiener Michele Pirro (Gresini) und Mattia Pasini (Speed Master) komplettierten die Top 10. Auf den Plätzen elf und zwölf landeten Ivan Silva (Avintia) und Danilo Petrucci (Ioda). James Ellison (PBM) war das Schlusslicht. Das nächste Rennen findet bereits am kommenden Wochenende in Deutschland auf dem Sachsenring statt.

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