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Lorenzo triumphiert in Silverstone

17. Juni 2012 - 15:03 Uhr

Jorge Lorenzo gewinnt den Grand Prix von Großbritannien und baut seine WM-Führung aus - Casey Stoner und Dani Pedrosa komplettieren das Podium

Jorge Lorenzo
Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo ist nach seinem vierten Sieg auf Titelkurs
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Yamaha-Werksfahrer Jorge Lorenzo baute seine Siegesserie aus. Der Spanier gewinnt den Grand Prix von Großbritannien in Silverstone und feierte seinen vierten Saisonsieg. Um die letzten beiden Podestplätze kämpfte das Honda-Duo Casey Stoner und Dani Pedrosa. Der Weltmeister aus Australien setzte sich durch, büßte durch den zweiten Platz aber weitere fünf Punkte auf Lorenzo ein. Der Spanier hat nach sechs Rennen 25 Zähler Vorsprung und könnte das nächste Rennen theoretisch auslassen und trotzdem die WM anführen.

Pole-Mann Alvaro Bautista (Gresini-Honda) mischte bis zum Schluss in der Spitzengruppe mit, aber er verpasste schließlich als Vierter das Podest knapp. Rookie Stefan Bradl (LCR-Honda) fuhr ein unauffälliges Rennen und kam als Achter ins Ziel. Auch Superstar Valentino Rossi (Ducati) konnte sich nicht in Szene setzen und kam abgeschlagen auf Platz neun über die Linie. Ein starkes Rennen zeigte dagegen Cal Crutchlow. Nach seiner Trainingsverletzung kämpfte sich der Tech-3-Yamaha-Pilot vom letzten Startplatz durch das Feld und eroberte vor heimischer Kulisse den siebten Platt.

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Als die Lichter der Startampel ausgingen, setzte sich Ben Spies (Yamaha) durch und ging in Führung. Dahinter folgte Stoner als Zweiter. Nicky Hayden (Ducati) erwischte auch einen guten Start und sortierte sich hinter Bautista als Vierter ein. Crutchlow, der als Letzter gestartet war, machte in den ersten Kurven einige Positionen gut und verbesserte sich auf 15. Bradl war in der Anfangsphase Zehnter und letzter Prototyp. Superstar Rossi hatte sich im Gegensatz zu den meisten anderen Fahrern für einen harten Hinterreifen entschieden und war nach dem Start vor Bradl auf Platz neun.

Der Deutsche fackelte aber nicht lang und ging an der Ducati vorbei. Von hinten stürmte auch bereits Crutchlow heran. In den ersten zwei Runden setzten sich die Top 4 leicht vom Feld ab. Lorenzo fehlten auf Spies/Stoner/Bautista/Hayden bereits 1,6 Sekunden. Der Silverstone-Sieger von 2010 versuchte die Lücke mit schnellsten Runden zuzufahren. Die Yamaha-Fahrer waren in der Anfangsphase die schnellsten Piloten im Feld. Spies versuchte eine Soloflucht und Lorenzo schloss die Lücke.

Anfangsphase eng umkämpft

Der US-Amerikaner konnte sich aber nicht absetzen. In der vierten Runde wurde er von Stoner überholt, der damit erstmals in Führung lag. Spies war ein Fehler unterlaufen, denn er war in einer Kurve auf der Bremse zu spät und Stoner schlüpfte innen durch. Lorenzo arbeitete sich währenddessen durch das Feld, schnappte sich Hayden und war bereits Vierter. Die Top 7 lagen im ersten Renndrittel dicht beisammen.

Casey Stoner
In der WM ist der Rückstand von Casey Stoner auf 25 Punkte angewachsen
© Repsol

Fünf Sekunden dahinter duellierten sich Hector Barbera (Pramac-Ducati) und Bradl um den achten Rang. Bei Rossi ging gar nichts. Der Italiener fuhr rund zwei Sekunden pro Runde langsamer als die Spitze. Nach fünf Runden hatte ihn Crutchlow - der die Zeiten der Spitze fahren konnte - ein- und überholt. Rossi fuhr somit als langsamster Prototyp einsam und alleine auf Platz elf.

An der Spitze ging es dagegen weiter spannend zu. Stoner konnte sich nicht absetzen, aber Lorenzo ging an Bautista und Spies vorbei und war Zweiter. Er machte sich auch gleich an die Verfolgung seines WM-Konkurrenten. Nach sieben Runden konnten sich die zwei leicht von der Verfolgergruppe absetzen, die aus Bautista, Spies, Andrea Dovizioso (Tech 3), Pedrosa und Hayden bestand.

Aufholjagd von Crutchlow

Eine unglaubliche Leistung zeigte Crutchlow. Er pflügte durch das Feld und holte auch Barbera und Bradl ein. Barbera hatten keine Chance und mussten den Lokalmatador, der von den Fans frenetisch angefeuert wurde, ziehen lassen. Bradl wehrte sich dagegen länger gegen Crutchlow. Am Samstag war er im dritten Training schwer gestürzt und hatte sich dabei den linken Knöchel verletzt. Gebeutelt und von Schmerzen geplagt biss der 26-Jährige die Zähne zusammen.

Alvaro Bautista
Gresini-Pilot Alvaro Bautista war konstant in der Spitzengruppe und wurde Vierter
© Gresini

Nach zehn Runden ging Crutchlow schließlich an Bradl vorbei und war Siebter, weil sich vorne sein Tech-3-Teamkollege Dovizioso per Sturz aus der Verfolgergruppe verabschiedete. Enttäuscht steuerte der Italiener seine Box an. Bei Rennhalbzeit hatte Lorenzo Stoner an der Spitze eingeholt. Mittlerweile hatte sich das Duo deutlich von den Verfolgern abgesetzt. Lorenzo wirkte stärker, doch Stoner wehrte sich energisch. Die beiden lieferten sich ein enges Duell über mehrere Kurven.

Schließlich setzte sich Lorenzo durch und führte neun Runden vor Schluss. Der Spanier konnte ein höheres Tempo fahren und setzte sich sofort von Stoner ab. Der Australier konnte dem nichts entgegensetzen, sondern musste sich nach hinten orientieren. Pedrosa kam in der zweiten Rennhälfte stark auf und schoss auf Stoner auf. In seinem Windschatten hielt sich Bautista, der seine Chance auf das Podium witterte. Die beiden US-Amerikaner Spies und Hayden hatten bereits abreißen lassen müssen.

Lorenzo setzt sich durch und kontrolliert das Rennen

Lorenzo fuhr dem Honda-Trio auf und davon und steuerte seinem vierten Saisonsieg entgegen. Spannend ging es im Kampf um die letzten beiden Podestplätze zu. Obwohl Lorenzo wenige Runden vor Schluss einen Rutscher hatte und sein Vorsprung leicht schrumpfte, brachte das den Weltmeister von 2010 nicht aus dem Konzept. Perfekt spulte er die letzten Runden ab und fuhr den Sieg sicher nach Hause.

Um den zweiten Platz duellierte sich in der letzten Runde das Honda-Duo. Stoner hielt Pedrosa knapp in Schach und strich die 20 Zähler für den zweiten Platz ein. Bautista verpasste als Vierter seinen ersten MotoGP-Podestplatz um zwei Sekunden. Hinter dem Spanier klaffte eine Lücke von sechs Sekunden zu Spies, der nach dem starken ersten Renndrittel keine Rolle mehr um die Vergabe der Podestplätze spielte.

Stefan Bradl
Stefan Bradl fuhr ein unauffälliges Rennen und kam als Achter ins Ziel
© LCR-Honda

Die Ducati-Piloten brachen am Ende ein, weil die Hinterreifen stark abbauten. Dennoch kämpfte Hayden wie immer wie ein Löwe, doch den heranstürmenden Crutchlow konnte der Champion von 2006 nicht halten. Der Brite pflügte von ganz hinten durch das Feld und sah die Zielflagge schließlich als Sechster.

Bradl absolvierte eine einsame zweite Rennhälfte und kam als Achter über die Linie. Auch er fuhr nach einem Trainingssturz mit einer angeschlagenen linken Hand, bei der speziell der Ringfinger in Mitleidenschaft gezogen worden war. Im Ziel betrug sein Rückstand 22 Sekunden. Am Ende des Prototypen-Feldes fuhren Barbera und Rossi. Der Italiener konnte den Pramac-Piloten überholen und klassierte sich auf Platz neun. Auf Lorenzo büßte der Superstar in 20 Runden 36 Sekunden ein.

Espargaro bester CRT-Fahrer

Bei den Claiming-Rule-Fahrern kämpften wieder die beiden Aspar-Piloten und Michele Pirro (Gresini-Honda) um die Ehre, zu den Siegern ins Parc Ferme zu dürfen. Schließlich setzte sich Aleix Espargaro durch und war wieder der beste CRT-Mann. Der Spanier belegte gesamt den elften Platz. Dahinter folgten Randy de Puniet und Pirro. Lokalmatador James Ellison (PBM) kam als 14. ins Ziel.

Die letzten Plätze belegten Yonny Hernandez (Avintia), Colin Edwards (Suter-BMW), Danilo Petrucci (Avintia) und Ivan Silva (Avintia). Dovizioso kam mit einer Runde Rückstand ins Ziel. Das nächste Rennen findet am 30. Juni in Assen statt.

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