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Spies hat wieder ein Gefühl für die Yamaha

04. Mai 2012 - 20:11 Uhr

Dank einer radikalen Änderung der Geometrie war Ben Spies in Estoril wieder schnell unterwegs - Der Yamaha-Werksfahrer rechnet mit seinen Kritikern ab

Am Freitag meldete sich Ben Spies nach zwei harten Rennen an der Spitze zurück
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Nach zwei schwierigen Rennwochenende meldete sich Ben Spies am ersten Trainingstag in Estoril an der Spitze zurück. Im ersten Freien Training fuhr der Texaner Bestzeit und musste sich am Nachmittag lediglich Casey Stoner (Honda) geschlagen geben. Drei Zehntelsekunden fehlten dem Yamaha-Werksfahrer auf den Weltmeister. Wichtiger für Spies war allerdings, dass er wieder Vertrauen und ein Gefühl für die M1 gefunden hat. Der Grund dafür ist eine radikale Änderung der Rahmengeometrie. "Ich kann nicht in Details gehen, aber wir haben meine Sitzposition etwas verändert. Der größte Unterschied betrifft die Frontpartie des Motorrades. Es ist eine große Veränderung bei der Geometrie."

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"Diese Veränderung nimmt Gewicht von der Front weg. Normalerweise bevorzuge ich mehr Gewicht vorne", erklärt Spies. "Meine Ingenieure sehen sich nicht nur Jorges Daten an, sondern die aller Yamaha-Motorräder. Sie sind dann zu dieser Lösung gekommen. Viele Änderungen, so wie auch diese, hätte ich bei der 800er nie vorgenommen, weil sie nicht funktioniert hätten. Die 1.000er ist aber ein ganz anderes Motorrad, auch bei der Geometrie." Das liegt unter anderem an der anderen Gewichtsverteilung und auch, wie der Motor eingebaut ist.

"Ich glaube, wir können die Frontpartie noch verbessern, aber jetzt können wir an der Dämpfung arbeiten. Das Gefühl für die Frontpartie ist viel normaler und das Motorrad ist nun einfacher zu fahren." Nach Jerez musste der Superbike-Weltmeister von 2009 einige Kritik einstecken. Einige sahen Cal Cruchtlow als möglichen Ersatzmann, doch Spies sieht die Sache wie immer nüchtern und cool.

"Das ist ein gutes Beispiel. Am vergangenen Wochenende haben die Leute gesagt, dass ich scheiße gefahren bin oder das Motorrad nicht funktioniert hat. Heute war die Rundenzeit nicht großartig, aber auch nicht schlecht. Ich bin gleich gefahren, aber das Motorrad funktionierte. Wenn in der MotoGP das Motorrad nicht funktioniert und man kein Vertrauen dazu hat, dann ist man meilenweit von der Pace entfernt."

"Heute war das Motorrad schneller und ich hatte ein besseres Gefühl. Außerdem war es körperlich nicht so hart zu fahren. Das ist ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn das Motorrad nicht funktioniert. Ich bin am vergangenen Wochenende genauso gefahren wie in Assen, aber das Motorrad hatte nicht gepasst. Ob es meine Schuld war oder jene des Teams, ist egal. Heute nahmen wir große Veränderungen vor und ich hoffe, wir können darauf aufbauen. Dir Frontpartie des Motorrades ist für mich um 100 Prozent besser als in Jerez."

Ben Spies und seine Crew haben die Abstimmung der Yamaha stark verändert
© Yamaha

Doch auch beim Saisonauftakt in Katar war Spies von der Rolle gewesen. Das lag aber an seinen Trainingsstürzen. "Katar und Jerez waren ganz anders. In Jerez funktionierte das Motorrad nicht und ich konnte damit nicht fahren. In Katar war das Motorrad nicht so schlecht, aber der Rahmen war gebrochen. Das war ein Teil, das man zwischen dem Warmup und dem Rennen nie hätte finden können", erklärt der 27-Jährige.

"Ich bin auch nicht böse auf das Team. Katar und Jerez waren zwei komplett unterschiedliche Rennen. Es war schade, dass es zwei Katastrophen waren. In Estoril weht ein frischer Wind und wir haben ein komplett anderes Motorrad. Es ist zwar erst Freitag, aber ich habe ein viel besseres Gefühl. Ich kann pushen, was das Wichtigste ist."

Generell ist Spies kein Fan von Estoril und auch der neue Asphalt im letzten Abschnitt hat es ihm nicht angetan. "Die letzte Kurve war sehr gefährlich, weil es feuchte Stellen gab. Man konnte sie nicht sehen. Ich habe dort kein Risiko genommen und bin innen geblieben. Das hat sich natürlich auf meinen Topspeed auf der Geraden ausgewirkt."

"Das Problem ist, dass die Feuchtigkeit von unten durchgedrungen ist. Es ist okay, wenn man auf einer feuchten Stelle fährt, aber ich denke, es könnte im Rennen sehr gefährlich sein, wenn die Fahrer dicht hintereinander fahren. Abgesehen davon war die Strecke okay."

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