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Espargaro erneut bester CRT-Fahrer

07. Mai 2012 - 18:32 Uhr

Aleix Espargaro war zum zweiten Mal in Folge bester CRT-Fahrer - Lediglich Randy de Puniet, Michele Pirro und Danilo Petrucci sahen in Estoril die Zielflagge

Aleix Espargaro
Aleix Espargaro behielt die Oberhand im teaminternen Duell mit Randy de Puniet
© Bridgestone

(Motorsport-Total.com) - Der Grand Prix von Portugal in Estoril verlief für die Claining-Rule-Teams schwierig. Colin Edwards (Suter-BMW) war nach dem Unfall im Qualifying nicht am Start, da er sich das linke Schlüsselbein gebrochen hatte. Von den übrigen acht CRT-Fahrern kamen lediglich vier ins Ziel. Mittlerweile hat sich nach drei Rennen die Aspar-Mannschaft als klar bestes Team herauskristallisiert. Alex Espargaro und Randy de Puniet fochten ihr eigenes Duell aus. Am Ende hatte der Spanier genau wie in Jerez die Nase vorne und durfte als bester CRT-Fahrer ins Parc Ferme zu Stoner, Lorenzo und Pedrosa.

Lediglich Michele Pirro (Gresini) und Danilo Petrucci (Ioda) kamen noch ins Ziel. Der Rest stürzte oder musste an der Box aufgeben. Der Rückstand auf die Prototypen war über die Renndistanz auch in Estoril gewaltig. Wenn man Hector Barbera (Pramac-Ducati) und Nicky Hayden (Ducati), die beide große Probleme hatten, außer Acht lässt, hatte Espargaro 45 Sekunden Rückstand auf den letzten Prototypen, der ein normales Rennen hatte.

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"Es war immer unser Ziel, bester CRT-Fahrer zu sein, aber ich hätte nicht gedacht, dass es diesmal klappen würde", sagt Espargaro. "Wir konnten uns in jedem Training verbessern. Das Problem ist, dass wir nur zwei Vorderreifen der neuen Spezifikation haben. Sie lösen unsere Chattering-Probleme. Wir müssen deshalb im Training immer mit der alten Version arbeiten." Sein Teamkollege de Puniet hatte noch mit den Nachwirkungen des Unfalls mit Edwards zu kämpfen.

"Es war ein schwerer Unfall mit Colin. Er war nicht auf der Rennlinie, aber ich bremste hart und mir rutschte das Vorderrad weg", beschreibt der Franzose. "Ich hatte Glück, dass ich mir nichts gebrochen habe, aber mein Brust schmerzt beim atmen." Deshalb musste sich de Puniet um drei Sekunden seinem Teamkollegen geschlagen geben. Dahinter wurde die Lücke deutlich größer. Pirro hatte 14 Sekunden Rückstand.

Michele Pirro, Emanuele Pirro
Zum ersten Mal kam Michele Pirro mit der FTR-Honda ins Ziel und sammelte Punkte
© Honda

Zum ersten Mal in diesem Jahr brachte der Italiener die FTR-Honda, die in Zusammenarbeit von Gresini und Ten Kate entstanden ist, ins Ziel. Es wurde Platz 14. "Etwa 14 Runden vor dem Ziel sah ich auf der Videoleinwand, dass Stoner begann Leute zu überrunden. Deshalb gab ich mehr Gas, weil ich sehr enttäuscht gewesen wäre, hätte er mich auch überrundet", so Pirro. "Ich freue mich sehr, dass ich meine ersten WM-Punkte sammeln konnte. Ich versuchte das Beste aus dem Motorrad herauszuholen. Hoffentlich reicht es in Zukunft für mehr. Hoffentlich gibt es in Le Man einige neue Teile."

Den letzten Punkt staubte Petrucci ab. Mit dem Aprilia-Stockmotor ist der Italiener auf der Geraden zwar chancenlos, aber über die Runde kann er einiges davon wettmachen. "Es war ein schwieriges Rennen, weil ich in den Trainings viele Probleme hatte. Ich habe mein Bestes gegeben. Der eine WM-Punkt ist eine Belohnung für die harte Arbeit meines Teams. Ich bedanke mich bei ihnen, weil sie mir für das Rennen das bestmögliche Bike vorbereitet hatten."

Schwarzer Tag für Avintia

Einen schwarzen Tag erlebte dagegen die Avintia-Mannschaft. An Geld mangelt es der Truppe, die auf Kawasaki-Motoren setzt, nicht, wie das protzige Motorhome im Fahrerlager beweist. Ivan Silva sorgte bereits im Warmup nach einem Sturz für eine Rote Flagge. Dabei hatte er sich an der Hüfte verletzt. Im Rennen musste der Spanier deshalb vorzeitig aufgeben. Sein Teamkollege Yonny Hernandez stürzte.

Avintia
Das Avintia-Team hat ein mächtiges Motorhome im Fahrerlager aufgestellt
© Avintia

"Es ist schade, weil ich auf einer guten Position unterwegs war", ärgert sich der Kolumbianer. "Es war mein Fehler. Ich bremste zu stark, weshalb mein Vorderrad wegrutschte. Es ist schade, weil ich in den Trainings gut war und im Rennen mit den besten CRT-Fahrern kämpfen konnte. Ich hätte Punkte holen können. Jetzt müssen wir uns auf den nächsten Grand Prix konzentrieren."

In den zwei Wochen bis Le Mans muss sich Silva auskurieren und wieder fit werden. "Ehrlich gesagt war es ein hartes Wochenende. Der Beinahe-Sturz im Training sorgte für eine Schrecksekunde. Im Warmup verletzte ich mich dann. Trotzdem haben wir gut am neuen Motorrad gearbeitet. Selbst wenn die Resultate nicht wie erwartet sind, glaube ich, dass wir Chancen haben", findet Silva. "Estoril war kompliziert, weil ich die Strecke nicht kannte und das Motorrad brandneu war." Silva setzt auf ein Inmotec-Chassis.

Yonny Hernandez stürzte und warf die Chance auf Punkte weg
© Avintia

"Ich konnte nicht normal fahren. Aufgrund der Schmerzen musste ich die Box ansteuern. Ich entschuldige mich beim Team und den Sponsoren. Ich bin der letzte Fahrer, der aufgibt, aber ich glaube, das war heute die beste Möglichkeit." Ebenfalls enttäuscht war Mattia Pasini, der wie Hernandez sein Motorrad im Kiesbett versenkte.

"Mir gelang kein guter Start. Nach den Trainings wusste ich aber, dass das Gefühl für das Motorrad gut sein würde. Es gab die Chance auf ein gutes Rennen", sagt der Speed-Master-Pilot. "Ich wusste, dass ich am Ende den Unterschied machen könnte. Ich kam langsam nach vor und überholte einige Fahrer. Ich war bei de Puniet und Espargaro und schonte die Reifen für die letzten Runde. Leider unterlief mir ein Fehler und ich stürzte. Trotzdem bin ich zufrieden, weil das Motorrad immer besser wird. Schritt für Schritt machen wir Fortschritte und verstehen die ART immer besser."

Ellison: Chattering nimmt kein Ende

Wieder einmal enttäuschend lief es für James Ellison. Der Brite musste wieder aufgrund von Chattering-Problemen aufgeben. Beim nächsten Rennen in Le Mans wird er von seinem Landsmann Shane Byrne ersetzt. Das Team von Paul Bird möchte sich eine zweite Meinung einholen. "Aufzugeben war eine sehr schwierige Entscheidung für mich, weil das Team am Wochenende viel gearbeitet hat, um das Chattering am Vorderreifen zu beheben."

"Wir machten auch Fortschritte und hatten einen guten Plan für das Rennen. Mein Start war gut und ich kämpfte mit den besten CRT-Rahrern. Als sich der Reifen allerdings abnutzte, kam ich zu einem Punkt, an dem das Chattering unvorhersagbar war. In schnellen Kurven wurde ich deshalb einige Meter von der Rennlinie abgedrängt. Ich fuhr nur noch herum, aber kein Rennen mehr. Es wurde immer schlimmer." Nach aktuellem Stand soll Ellison in Barcelona wieder auf der ART sitzen.

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