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Dovizioso fährt andere Vorderbremse als Crutchlow

21. Mai 2012 - 14:45 Uhr

Andrea Dovizioso fährt mit der neueren Version der Brembo-Vorderbremse, die eigentlich für Werksfahrer vorbehalten ist - Cal Crutchlow hat die Standardversion

Andrea Dovizioso
Hier die Version mit der Andrea Dovizioso in Le Mans gefahren ist
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Das Tech-3-Duo trägt in dieser Saison hinter der absoluten Spitze meist ihr Privatduell aus. Cal Crutchlow und Andrea Dovizioso waren in den ersten vier Rennen praktisch auf Augenhöhe und schenkten sich nichts. In Katar und Jerez behielt jeweils der Brite die Oberhand, doch in Estoril konnte sich der Italiener behaupten. Auch zuletzt in Le Mans wirkte Dovizioso vor den Stürzen der beiden Fahrer einen Tick schneller. Das kann zum Teil daran liegen, dass "Dovi" seit Portugal eine andre Version der Vorderbremse fährt als Crutchlow. Er soll für sein eigenes Geld die neueste Version der vorderen Bremszange von Brembo gekauft haben.

Diese Version ist etwas steifer und länger und bietet mehr Bremswirkung bei weniger Hebeldruck. Eigentlich ist diese Version für die Werksfahrer reserviert. Im Vorjahr hatte Dovizioso dieses Modell an seiner Werks-Honda montiert. Er selbst verneinte auf Anfrage den Wechsel der Version. Sein Teamchef Herve Poncharal meinte dazu nur: "Kein Kommentar." Das ist immer ein Indiz, dass etwas Wahres dran sein könnte.

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Es stimmt auch, wie die Fotos aus Le Mans beweisen. Dovizioso fuhr mit dem gleichen Bremssattel, den auch Jorge Lorenzo und Ben Spies an ihren Werks-Yamaha montiert haben. Casey Stoner und Dani Pedrosa fahren auch mit der neuesten Version. Dagegen muss zum Beispiel Stefan Bradl an seiner Honda mit der gleichen älteren Version auskommen, wie sie auch Crutchlow verwendet. Das sind unter anderem die kleinen Unterschiede zwischen Werks- und Kundenversion.

Cal Crutchlow
Und hier die Standardversion an Cal Crutchlows Yamaha in Le Mans
© Yamaha

Da nur Dovizioso mit der neuen Version fährt, kann das Gerücht stimmen, er hat sie aus eigener Tasche bezahlt. Der Preis für eine Saison soll bei geschätzten 50.000 Euro liegen. Als Crutchlow darauf in einer Journalistenrunde angesprochen wurde, lautete seine Antwort: "Warum sollte ein Fahrer sein eigenes Equipment kaufen? Schon aus Prinzip würde ich nichts kaufen. Ich fahre in der MotoGP und nicht Clubrennen. Es ist nicht mein Job Bremsen zu kaufen. Mein Job ist es, Rennen zu fahren."

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