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Stoner schlägt Lorenzo und triumphiert in Jerez

29. April 2012 - 14:55 Uhr

Weltmeister Casey Stoner hält Jorge Lorenzo in Schach und gewinnt in Jerez - Stefan Bradl kommt als Siebter über die Ziellinie

Casey Stoner
Honda-Pilot Casey Stoner holte sich seinen ersten Sieg in Jerez
© Honda

(Motorsport-Total.com) - Das MotoGP-Rennen in Jerez fand im Trockenen statt, doch es gab noch einige feuchte Stellen. Die Fahrer setzten aber allesamt auf die profillosen Slicks. An der Spitze entwickelte sich ein Duell zwischen Jorge Lorenzo (Yamaha) und Casey Stoner (Honda). Bis kurz vor Schluss blieb es in Spanien spannend, doch der Weltmeister aus Australien konnte sich durchsetzen und seinen ersten Sieg in Jerez feiern. Dani Pedrosa (Honda) komplettierte bei seinem 100. MotoGP-Rennen das Podium als Dritter.

Stoner hatte keine Probleme mit "Armpump" und strich 25 Zähler ein. Obwohl beide die gleiche Reifenspezifikation gewählt hatten, hatte Lorenzo größere Schwierigkeiten mit dem Vorderreifen. Dank Platz zwei führt der Spanier weiterhin die WM mit vier Punkten Vorsprung auf Stoner an. Der Deutsche Stefan Bradl (LCR-Honda) kam als Sechster ins Ziel. Superstar Valentino Rossi (Ducati) klassierte sich als Zehnter.

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Wie gewohnt entschied Pedrosa den Start für sich und übernahm in der ersten Kurve die Führung. Dahinter sortierten sich Lorenzo, Andrea Dovizioso (Tech-3-Yamaha) und Nicky Hayden (Ducati) ein. In den ersten Kurven änderte sich die Reihenfolge hinter den Top 3. In der Haarnadel wurde Hayden von Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) nach außen gedrängt und er verlor einige Meter.

Dovizioso begann explosiv und schnappte sich Lorenzo für Platz zwei. Am Ende der ersten Runde lautete die Reihenfolge: Pedrosa, Dovizioso, Lorenzo, Crutchlow, Stoner und Hayden. Bradl schnappte sich Alvaro Bautista (Gresini-Honda) und Ben Spies (Yamaha) in einem Aufwasch und verbesserte sich auf Platz sieben.

Lange konnte sich Dovizioso nicht über Platz zwei freuen. Bereits in Runde zwei gingen Lorenzo und Stoner vorbei und nahmen die Verfolgung auf Pedrosa auf. Der Weltmeister war auf dem Vormarsch. In Umlauf zwei drehte er die schnellste Runde. An der Spitze erinnerte das Rennen in der Anfangsphase mehr an die Moto2. In Runde drei waren die ersten drei, vier Motorräder nebeneinander. Stoner übernahm erstmals die Führung vor Lorenzo und Hayden. Pedrosa wurde auf Rang vier zurückgedrängt. Rossi kämpfte in der Anfangsphase mit Hector Barbera (Pramac-Ducati) um Rang zehn.

Jorge Lorenzo
Jorge Lorenzo hatte sich für den falschen Vorderreifen entschieden
© RACE-PRESS.com

An der Spitze setzten sich die Favoriten Stoner und Lorenzo langsam von Hayden ab. Dahinter entwickelte sich eine Kampfgruppe mit dem Weltmeister von 2006, Dovizioso, Pedrosa, Crutchlow und Bradl. Hayden kämpfte wie ein Löwe, doch in Runde acht wurde er von Pedrosa und dem Tech-3-Duo überholt. Langsam aber sicher fiel der Ducati-Fahrer zurück. Von hinten nahten Bautista und Bradl, die miteinander kämpften.

Rossi im Mittelfeld

Im Mittelfeld hatte sich ebenfalls eine größere Kampfgruppe gebildet, die von Barbera auf Rang neun angeführt wurde. Dabei waren auch Rossi und Spies, die beide weit von der Leistung ihrer Teamkollegen entfernt waren. Neben Abraham mischte auch Randy de Puniet mit der Claiming-Rule-Aprilia mit. Der Franzose fuhr die gleichen Rundenzeiten wie Rossi und Spies.

Superstar Valentino Rossi hatte auch in Jerez große Schwierigkeiten
© Ducati

Nach zwölf Runden lag weiterhin Stoner in Führung. Lorenzo folgte mit weniger als einer Sekunde Rückstand als Zweiter. Pedrosa lag als Dritter bereits fünf Sekunden zurück. Alle Fahrer im Feld hatten sich hinten für einen weichen Slick entschieden. Stoner, Lorenzo, Spies und Hayden hatten einen Vorderreifen der alten Spezifikation von Bridgestone und alle anderen die neue. Die Karten an der Spitze waren also gleich.

Zehn Runden vor Schluss wurde es an der Spitze wieder spannend. Stoner büßte eine halbe Sekunden ein und Lorenzo war wieder direkt am Hinterreifen der Honda. Es gab aber lange keinen Angriff. Zwei Runden vor Schluss war Lorenzo ganz dicht dran, aber dann vergrößerte sich der Abstand wieder auf wenige Motorradlängen. Das war bereits die Entscheidung. Lorenzo konnte keinen Angriff setzen.

Stoner: Schwieriges Wochenende erfolgreich beendet

Stoner absolvierte souverän die letzte Runde und feierte seinen ersten Sieg in Jerez. "Es war ein schwieriges Wochenende. Im Qualifying hatte ich nicht die Pace. Jorge und Dani waren viel schneller", sagt der Australier. "Im Rennen war es besser, denn das Chattering war geringer. Einzig auf den feuchten Stellen war es schwierig. Der Sieg ist fantastisch."

Nach dem Sieg in Katar musste sich Lorenzo in Jerez knapp geschlagen geben. "Es war ein schwieriges Rennen. Die Reifenwahl war schwierig. Wir entschieden uns für die weiche Mischung, aber es war ein Fehler, denn mit der härteren hätte ich gewinnen können", glaubt der 24-Jährige. "Ich habe mein Bestes gegeben, aber in den letzten Runden war der Vorderreifen am Ende. Ich wollte ins Ziel kommen und wichtige Punkte mitnehmen." Die Führung in der WM hat er weiterhin inne.

Stefan Bradl
MotoGP-Rookie Stefan Bradl kämpfte Nicky Hayden nieder und wurde Siebter
© Honda

Zwei Sekunden hinter Lorenzo kam Pedrosa über die Linie. Auf einer seiner Paradestrecken eroberte der Spanier vor heimischer Kulisse den dritten Platz. In den letzten Runden musste sich der 26-Jährige gegen Crutchlow verteidigen, der starken Druck ausübte.

Der Brite schaffte aber kein Überholmanöver und kam als Vierter über die Linie. "Ich verlor zu Beginn viel Zeit, weil ich zu vorsichtig war", sagt Pedrosa. "Ich hatte nicht gedacht, dass das Rennen komplett trocken sein würde. Es war schwierig, in einen Rhythmus zu kommen. Ich glaube, jeder hatte mit den Reifen zu kämpfen, aber das Podium ist gut."

Bradl schlägt Hayden

Dovizioso fuhr im letzten Renndrittel ein einsames Rennen an der fünften Stelle. Auch Bautista fuhr seinen sechsten Rang einsam ins Ziel. Spannend wurde es noch um Platz sieben. Hayden hatte Bradl eingeholt und ihn in der letzten Runde auch überholt. Der amtierende Moto2-Weltmeister konterte und hielt den Champion von 2006 bis zur Linie in Schach. Nach Rang acht in Katar ist der siebte Platz das beste Ergebnis in der noch jungen MotoGP-Karriere des Deutschen.

Keine Akzente konnte Rossi setzen. Der Superstar lieferte sich das gesamte Rennen ein Duell mit der Kunden-Ducati von Barbera. Rossi setzte sich durch, aber er kam 35 Sekunden hinter Sieger Stoner als Neunter über die Linie. Ebenfalls enttäuschend war die Leistung von Spies, der hinter Barbera farbloser Elfter wurde. Karel Abraham (Cardion-Ducati) stürzte in der zweiten Rennhälfte, konnte aber weiterfahren und kam mit einer Runde Rückstand als Letzter ins Ziel.

Espargaro bester CRT-Fahrer

Großes Pech hatte de Puniet. Er war klar der beste Claiming-Rule-Fahrer, doch in der letzten Runde rollte die Aprilia mit technischem Defekt aus. Sein Teamkollege Aleix Espargaro übernahm die Ehre, als bester CRT-Fahrer ins Parc Ferme zu fahren. Der Spanier wurde im Klassement Zwölfter, doch der Abstand auf Stoner betrug über eine Minute. Danilo Petrucci (Ioda) sah die karierte Flagge als 13. und war zweitbester CRT-Fahrer. Auf den weiteren Plätzen folgten Mattia Pasini (Speed Master ART) und Ivan Silva (Avintia).

Überhaupt nicht lief es für Colin Edwards. In Katar war der Routinier mit der Suter-BMW noch der beste CRT-Fahrer, aber in Jerez war er das Schlusslicht. Yonny Hernandez (Avintia) starb in der Startaufstellung der Motor an seiner Kawasaki ab, weshalb er aus der Box starten musste. Nach einer Runde schied er aber aus. James Ellison (PBM ART) und Michele Pirro (Gresini-Honda) schieden ebenfalls aus. Das nächste Rennen findet am kommenden Wochenende in Estoril statt. Auf der portugiesischen Strecke hat Stoner auch noch nie gewonnen.

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