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Stoner kritisiert Regenreifen von Bridgestone

27. April 2012 - 18:52 Uhr

Nach dem feuchten Freitag in Jerez spart Weltmeister Casey Stoner nicht mit Kritik an Reifenausrüster Bridgestone - Die Regenreifen verschleißen viel zu stark

Weltmeister Casey Stoner kritisiert die Regenreifen bei gemischen Verhältnissen
© Repsol

(Motorsport-Total.com) - Der erste Trainingstag in Jerez brachte keine Erkenntnisse. Die Strecke war nicht richtig nass, aber auch nicht richtig trocken. Bei diesen speziellen Verhältnissen drehten die meisten Fahrer auch nicht viele Runden. Dennoch zeigte sich, dass die Reifen stark verschlissen. Viele Piloten kritisierten das und machen sich Sorgen, falls im Rennen die gleichen Verhältnisse herrschen werden. Weltmeister Casey Stoner ließ den Vormittag aus und drehte am Nachmittag 15 Runden. Seine persönliche Bestzeit kam in Umlauf neun. Diese brachte den Honda-Werksfahrer auf Platz vier. Sein Rückstand auf Teamkollege Dani Pedrosa an der Spitze betrug 1,3 Sekunden.

"Heute wäre der Tag gewesen, um das Motorrad zu verbessern. Wir konnten keine Richtung finden. Sollte es am Sonntag auch regnen, dann regnet es hoffentlich morgen auch", so der Australier. "Das Wetter war besser als im Vorjahr. Es wird sicher ein harter Kampf werden. In Katar hatten wir die Pace für den Sieg, aber es lag an mir. Wir werden sehen, wie die WM laufen wird. Bei Yamaha gibt es einige Punkte, die sie im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben. Vielleicht liegt es an der Motorcharakteristik, aber ihr Paket ist unserem sicher nähergekommen."

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Viele Erkenntnisse konnten im zweiten Training nicht gewonnen werden. "Mein erster Versuch war produktiver. Ich dachte, dass es länger nass sein würde, aber als ich das zweite Mal hinausfuhr, begann es schon trockener zu werden. Bei meiner dritten Ausfahrt noch mehr. Es war sehr knifflig, eine Entwicklungsrichtung zu finden, weil die Reifentemperatur immer höher wurde. Es war schwierig zu verstehen, wo das Level war."

Körperlich konnte Stoner nicht viel über seine Arme, die ihm zuletzt in Katar zu schaffen machten, sagen. "Es geht nicht darum, wie viele Runden man fährt, denn bei mir trat es im Rennen ab der vierten Runde auf. Heute konnte ich nichts fühlen. Es war nass, die Bedingungen waren schlecht und es gab kaum Grip. Auf den Körper wurde deshalb kaum Druck ausgeübt. Wir müssen noch abwarten, ob wir das Problem gelöst haben."

Kritik an den Regenreifen

Große Sorgen macht sich der zweifache Weltmeister allerdings um die Regenreifen von Bridgestone. Auf die Frage, ob sie bei den Bedingungen am Freitag eine Renndistanz durchgehalten hätten, lautet die Antwort: "Keine Chance. Zunächst war es nass und anschließend trocknete es auf. Die Mitte des Reifens war hinüber. Ich glaube, das war so wie im Vorjahr im Rennen. Bei allen Fahrern waren die Reifen rasch zerstört."

"Sie haben die härtere Mischung hierher gebracht. Sie sollte eigentlich länger halten, aber da es weniger Grip gibt, dreht sich das Hinterrad bei der 1.000er stärker durch. Je mehr der Reifen durchdreht, desto heißer wird er. In meinen letzten vier Runden hat der Hinterreifen auf der kompletten Geraden durchgedreht. Man versucht früher zu schalten und weniger Gas zu geben, aber trotzdem dreht er ständig durch. Das ist nicht gut für das Leben der Reifen, wenn die Bedingungen halb-halb sind."

Stoner hält sich mit Kritik am Reifenausrüster nicht zurück: "In der Vergangenheit war Bridgestone dafür bekannt, dass die Reifen halten und problemlos über die Distanz kommen. Man hat viel Bewegung aus ihnen herausholen können, aber sie haben sich nicht zerstört. Diese Reifen zerstören sich. Ich weiß nicht, ob es an dieser Strecke liegt oder an etwas anderem. Wir haben bei diesen halb-halb Bedingungen noch nicht auf einer anderen Strecke getestet."

"Jerez scheint für die Trockenreifen nicht so schlimm zu sein, aber die Regenreifen sind sehr schnell zerstört. Wir müssen auf einer anderen Strecke überprüfen, ob dort das gleiche Problem besteht. Die Mischungen und die Konstruktion der Reifen ist anders als früher. Vielleicht liegt es daran. Solange wir aber nicht bei gleichen Bedingungen auf einer anderen Strecke gefahren sind, können wir es nicht wissen."

Stoner lehnt Intermediates ab

Im Fahrerlager entflammte wieder die Diskussion, ob die Rückkehr zu Intermediates die Lösung sein könne. Stoner ist aber klar gegen diese Reifen. "Als es noch den Reifenkrieg gab, probierten wir das aus. Wir mochten das aber nie, sie gaben uns nie eine gute Richtung. Es war immer besser mit einem harten Regenreifen als einem Intermediate zu fahren, weil er keine Vorteile bot", so der 26-Jährige. "Man braucht sie nur bei sehr speziellen Bedingungen. Es hilft uns nicht weiter, wenn sie einen Reifen nur für ganz spezielle Bedingungen zur Verfügung stellen. Wenn es dann regnet, ist es beim Intermediate so wie bei einem Slick."

Stoner fordert Regeländerung bei Flag-to-Flag-Rennen

Bei Regenrennen können die Fahrer das Motorrad an der Box tauschen. Es müssen aber andere Reifen aufgezogen sein. Man muss also von Regenreifen auf Slicks oder umgekehrt wechseln. Man darf nicht mit einem Regenreifen hereinkommen und auf das zweite Motorrad steigen, das ebenfalls Regenreifen montiert hat. Stoner wäre aber dafür: "Das wäre eine sehr gute Idee. Wir haben das schon im Vorjahr diskutiert."

"Heute Morgen hat es geheißen, dass man weiche Regenreifen verwenden darf. 15 Minuten später hieß es, wenn man sich dafür entscheidet, muss man sie das gesamte Wochenende verwenden. Wir scheinen keine konstanten Regeln zu haben, so wie wir es überall sonst auch sehen. Es ändert sich ständig und ist schwierig zu verstehen. Sie müssen etwas unternehmen."

"Im Vorjahr wurden die Regenreifen zerstört, aber es war noch zu nass für Slicks. Also musste man hereinkommen, mit Slicks wieder hinausfahren und eine Runde später auf Regenreifen wechseln. Es ist zu gefährlich, bei diesen Bedingungen mit Slicks zu fahren. Ich finde, es sollte erlaubt sein, den Regenreifen wechseln zu dürfen."

"Das generelle Problem sind die Flag-to-Flag-Rennen. Das sind die schlimmsten Rennen überhaupt. Wenn es nicht komplett nass oder komplett trocken ist, ist es immer etwas beängstigend."

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