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Rossi bekommt ein Gefühl für die GP12

02. Februar 2012 - 13:16 Uhr

Ducati-Star Valentino Rossi beendet den dritten Sepang-Testtag als Fünfter - Vertrauen zur GP12 deutlich größer als zur GP11

Valentino Rossi
Valentino Rossi kam auf Anhieb gut klar mit der neuen Ducati Desmosedici
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Am dritten Tag des Sepang-Tests fehlten Valentino Rossi 1,217 Sekunden auf Casey Stoners Bestzeit. Damit lag der Ducati-Pilot auf Positon fünf und zog ein positives Fazit: "Ich bin glücklich. Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Wir sind näher dran - mit Ausnahme von Stoner. Die anderen Jungs sind nicht so weit weg. Das ist sehr gut."

"Wir haben zwei drei Probleme, die wir am Motorrad beheben müssen. Wenn wir das in den Griff bekommen, sind deutlich näher an den anderen Jungs dran", hofft der "Doktor". "Momentan ist es aber unmöglich, vorherzusagen, ob und wann wir die Sachen beheben können. Ich hoffe, dass es so schnell wie möglich soweit ist."

Viele Daten für die Ingenieure

"Man muss bedenken, dass Honda und Yamaha schon ein Jahr mit ihren Motorrädern arbeiten. Wir haben ein vollkommen neues Motorrad. Deshalb gibt es noch genug Raum für Verbesserungen", erläutert Rossi. "Es gibt viel Arbeit für den nächsten Test." Nun hängt es von den Ingenieuren im Werk ab, wie schnell die GP12 verbessert wird.

Valentino Rossi
In der Kurve hält Valentino Rossi die Yamaha für das Maß der Dinge
© Ducati

"Wir haben nun mehr Informationen für die Ingenieure. Ich denke, dass die Modifikationen, die wir dadurch machen werden, noch nicht für den nächsten Test umgesetzt werden können", schildert Rossi. Welche Bereiche bei der GP12 noch verbessert werden müssen, verriet der Italiener verständlicherweise nicht.

Mit Chattering-Problemen kämpft Ducati weniger: "Nein, da haben wir nicht so viele Probleme", berichtet Rossi und fügt hinzu: "Manchmal haben wir ein bisschen Chattering. Aber wir sind zufrieden, die Vibrationen am Vorderrad sind okay." Beim Motor der Desmosedici sieht Rossi noch Verbesserungspotenzial: "Unser Motor ist gut, aber nicht der Beste. Beim Beschleunigen haben wir noch Probleme."

Rossi will aufs Podest

Vom Handling beeindruckt ihn die Yamaha M1 immer noch: "Meiner Meinung nach ist das Umlegen bei der Yamaha immer noch am besten. Verglichen mit der Honda sind wir nicht so weit entfernt." Für den Saisonstart peilt Rossi noch keine Siege an und bremst die Erwartungen: "Wenn wir um Podestplätze kämpfen können, dann ist das eine gute Basis."

Valentino Rossi
Den ersten Test mit der GP12 beendet Valentino Rossi mit guter Laune
© Ducati

Verglichen mit den Tests 2011 ist Ducati aber offensichtlich näher dran, auch wenn man am dritten Tag mehr als eine Sekunde auf den amtierenden Weltmeister verlor: "Vergangenes Jahr war recht frustrierend. Das lag nicht nur an den Ergebnissen sondern auch daran, dass wir sehr viel gearbeitet haben und sich nichts verbessert hat."

"Nun haben wir einen Plan und drei Tage daran gearbeitet. Wir konnten unsere Rundenzeiten verbessern und das Motorrad entsprach mehr dem, was wir erwarteten. Das ist die beste Nachricht", erklärt der neunmalige Weltmeister. "Am ersten Tag fehlten uns sieben Zehntelsekunden auf Lorenzo. Wenn wir noch ein paar Veränderungen vornehmen, werden wir uns verbessern."

Vorfreude auf hohe Topspeeds

An den drei Testtagen waren Ben Spies, Hector Barbera und die beiden Tech-3-Yamahas Rossis Gegner in der Zeitentabelle. Zum Honda-Werksduo und Jorge Lorenzo war der Rückstand größer. "Stoner und Lorenzo sind aktuell besser als ich", gibt er zu und nennt damit die beiden Titelanwärter für 2012.

Die Umstellung auf die 1.000er begrüßt Rossi nach wie vor. "Ich denke, es ist alles recht positiv. Ich mag die 1.000er. Der Motor hat mehr Drehmoment und lässt sich besser fahren. Es macht mehr Spaß beim fahren. Der Unterschied bei der Leistung ist nicht so groß, aber das Motorrad ist kräftiger", analysiert er. "Wir haben sehr viel Elektronik." Im Gegensatz zu Lorenzo sieht der Ducati-Pilot keine Gefahr und freut sich auf die Saison 2012: "Die Geschwindigkeiten auf schnellen Strecken werden beeindruckend sein."

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