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Neukirchner: "Absolut nicht zufrieden"

19. Februar 2012 - 15:30 Uhr

Max Neukirchner ist noch keine Einheit mit der Kalex vom Weltmeisterteam der Kiefer-Brüder geworden - Der Deutsche muss weiter an seinem Fahrstil arbeiten

Max Neukirchner
Auf Max Neukirchner und das Kiefer-Team wartet noch viel Arbeit
© www.motorradrennen.com

(Motorsport-Total.com/Sport1) - Nachdem Moto2-Weltmeister Stefan Bradl die MotoGP-Chance wahrgenommen hatte, stand das Kiefer-Team im vergangenen Herbst über Nacht ohne Fahrer da. Rasch wurde man mit Max Neukirchner einig, der bei MZ eine durchwachsene Saison 2011 erlebt hatte. Nun steht der ehemalige Superbike-Spitzenpilot vor der Aufgabe, sich von der FTR auf das Kalex-Chassis zu gewöhnen. Bei den bisherigen Tests in Spanien funktionierte das noch nicht optimal. "Wir haben sehr, sehr viel ausprobiert. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass ich noch viel an mir arbeiten muss", sagt der Deutsche.

"Man muss bei der Kalex mit dem Körpergewicht extrem nach vorne gehen, um die Linie zu halten. Ich muss da noch an mir selbst arbeiten, bis jetzt sind wir absolut nicht zufrieden. Das Schöne ist, dass wir wissen woran wir arbeiten müssen. Ich freue mich auf die nächsten drei Tage." Von den Rundenzeiten her fehlte Neukirchner noch einiges auf die Topzeiten der übrigen Kalex-Piloten, obwohl man die inoffiziellen Rundenzeiten bei den Tests in Valencia und Jerez mit Vorsicht genießen muss.

Der Arbeitsprozess wurde am letzten Testtag in Jerez auch noch zusätzlich vom Pech beeinträchtigt. "Leider konnten wir am Samstag nicht soviel testen, obwohl die Bedingungen optimal waren. Darauf hatten wir uns auch sehr gefreut. Leider war die Freude nach sechs Runden schon zu Ende. Mir ist ein Moto3-Pilot in die Quere gekommen und ich musste noch einmal extrem in die Eisen. Dabei ist mir das Vorderrad eingeklappt", schildert Neukirchner.

"Es hat lange gedauert, um die Maschine wieder zu reparieren. Zum Schluss konnten wir nur noch eineinhalb Stunden fahren. Wir sind etwas enttäuscht, weil wir uns viel vorgenommen hatten. So ist nun mal das Leben, da kann man nichts machen. Zum Glück haben wir noch drei Testtage hier. Jetzt sind drei Wochen Pause und wir müssen uns neu motivieren, damit wir an den drei Tagen viele Runden drehen können."

Ab dem 19. März findet der nächste IRTA-Test in Jerez statt. Teams wie JiR schieben Ende Februar noch einen Privattest in Albacete ein. Das ist derzeit beim Kiefer-Team nicht angedacht. "Wir werden sehen, ob wir noch einen privaten Test einlegen. Da muss ich noch mit den Kiefers reden", meint Neukirchner. "Aber ich denke, wenn wir in Jerez optimale Bedingungen haben, können wir pro Tag zwischen 80 und 100 Runden fahren. Das ist eine Menge Holz. Wir werden es noch einmal durchgehen."

Bis dahin widmet sich der 28-Jährige wie viele seiner Kollegen dem Sport: "Ich habe angefangen Langlauf zu betreiben. Zum Glück liegt bei uns noch viel Schnee, sodass ich viele Stunden absolvieren kann, damit ich beim nächsten Test zu 100 Prozent fit bin."

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