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Abraham: In die falsche Richtung gearbeitet?

02. Februar 2012 - 18:06 Uhr

Cardion-Ducati kam mit Karel Abraham nicht so recht in Schwung - Hat man sich bei der Abstimmung der neuen Ducati verzettelt?

Karel Abraham
Prototypen-Schlusslicht: Karel Abraham kam nicht besonders gut zurecht
© Cardion

(Motorsport-Total.com) - Der Cardion-Pilot Karel Abraham bildete an allen drei Testtagen in Sepang das Schlusslicht der Stammpiloten, die einen Prototypen einsetzen. Im Gegensatz zu Hector Barbera kam der Tscheche nicht besonders gut mit der neuen Ducati zurecht. Am finalen Tag verlor er auf den Pramac-Piloten mehr als eine Sekunde.

"Heute lief es nicht besonders gut", bedauert er. "Am Morgen konnten wir einige Verbesserungen erzielen, doch dann hatten wir die gleichen Probleme wie immer. Das Motorrad rutschte sehr viel und ich konnte nicht richtig aus der Kurve heraus beschleunigen."

"Vor dem Ende haben wir etwas gefunden und konnten schnell und konstant fahren. Doch dann kam der Regen und es war vorbei. Es scheint, als ob es ein optimistisches Ende wäre, aber ich bin mir nicht sicher, ob das Motorrad beim nächsten Test genau so laufen wird. In der Vergangenheit dachten wir auch oft, dass wir ein gutes Setup haben, doch dann funktionierte es nicht beim nächsten Mal", erinnert sich Abraham.

Karel Abraham
Der Tscheche tat sich bei der Abstimmung der Ducati schwer
© Motorsport-Total.com

"Ich denke, dass wir sehr viel probiert haben, aber die Richtung ist nicht klar. Vielleicht liegt es auch an den Wetterbedingungen oder etwas anderem. Wir wissen es nicht." Martin Havlicek, Abrahams Mechaniker, rätselt, warum es seinem Piloten nicht möglich war, die einzelnen Sektorzeiten zu einer schnellen Runde zu kombinieren.

"Wir haben unsere Rundenzeiten verglichen und wenn man die schnellsten Sektoren kombiniert hätten, wären wir etwa 2:01,500 Minuten gefahren. Doch unglücklicherweise konnten wir die schnellsten Stücke nicht kombinieren. Der Abstand zwischen dem schnellsten Fahrer und uns ist größer als gestern. Doch das gilt für jeden Fahrer", analysiert er. "Wir müssen anerkennen, dass Casey Stoner phänomenale Rundenzeiten abliefert."

"Dieser Test war ein schwieriger Start in die Saison. Wir haben darunter gelitten, dass wir keinen Rhythmus aufbauen konnten und dadurch viel Energie verloren haben. Karel, der während der drei Tage beinahe 150 Runden fuhr, war am Ende recht geschafft und deswegen konnten wir nicht mehr soviel Druck machen. Es ist schade, weil wir nun drei Wochen warten müssen, bis wir herausfinden können, ob wir den richtigen Weg gegangen sind", so Havlicek.

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