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Misano: Logistiker vor schwieriger Aufgabe

03. September 2010 - 10:51 Uhr

Der Rücktransport der Fracht aus Indianapolis stellte die Spediteure wieder einmal vor eine extrem heikle Aufgabe

Die MotoGP-Bikes mussten schneller über den "großen Teich" geflogen werden
© Bridgestone

(Motorsport-Total.com) - Back-to-Back-Rennen bringen die Logistiker immer wieder ins Schwitzen. In diesem Fall mit dem Grand Prix in Indianapolis am vergangenen Sonntag und dem Rennen in Misano an der Adriaküste Italiens sogar noch ein bisschen mehr. Das größte Problem dabei war, wo die drei gecharteten Fracht-Jumbos auf einem Flughafen möglichst nahe dem Austragungsort landen können.

"Noch am Sonntagnachmittag unmittelbar nach der Zieldurchfahrt musste jeder von uns mit beiden Händen zulangen, damit wir das Material rechtzeitig für den Abflug gepackt hatten", weiß Enzo Raco zu berichten. Der erfahrene Spediteurfachmann ist schon seit einigen Jahren für die reibungslose Logistik bei den Übersee-Grand-Prix verantwortlich. "Für ungefähr 235 Tonnen Material wurden drei Boeing 747 Frachtmaschinen gechartet. Diese starteten direkt von Indianapolis, wo der Flughafen nach dem Umbau über ausreichend Kapazitäten verfügt. In Amerika ist halt eben alles etwas größer ausgelegt."

Hingegen in Italien stellte sich für die Speditionsfirma aus Luxemburg dieses Problem. "Wir mussten Bologna als Zieldestination wählen", so Raco weiter. "Bologna ist der nächstgelegene Airport, wo eine Boeing 747 landen kann. Es gibt auch in Rimini einen Airport, der mittlerweile international angeflogen wird, aber die Landebahn und die Bodeneinrichtungen reichen dort eben nicht. Die zwei ersten Flüge starteten schon am Montag. Der dritte und letzte Flug am Dienstag, 31. August um zwei Uhr Ortszeit in Indianapolis und erreichte Bologna noch am selben Tag um 17:30 Uhr. Letztendlich trafen die letzten Transportkisten am Mittwoch um sechs Uhr morgens im Paddock in Misano ein."

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