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Ducati: Die Enttäuschung kennt keine Grenzen

30. August 2010 - 00:20 Uhr

Nicky Hayden und Casey Stoner erlebten ein Rennen zum Vergessen: Beide Ducati-Werkspiloten blieben hinter den großen Erwartungen zurück

Nicky Hayden
Kein Happyend: Nicky Hayden konnte Startplatz drei nicht in ein Podium ummünzen
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Es war nicht das Wochenende von Ducati: In der Qualifikation zum Großen Preis in Indianapolis zogen sich die beiden MotoGP-Routiniers Nicky Hayden und Casey Stoner zwar noch recht achtbar aus der Affäre, doch im Rennen im "Nudeltopf" kam es knüppeldick für das Ducati-Duo. Hayden verlor einen Knieschoner und agierte fortan gehemmt, Stoner stürzte gar und schied vorzeitig aus.

Entsprechend gedrückt war die Stimmung bei Teammanager Vittoriano Guareschi, der den Fahrern sein Mitgefühl aussprach: "Unglaublich, was Nicky passiert ist! Er hat das Rennen brillant zu Ende gebracht, indem er diese Situation so gut meisterte. Es tut mir leid für ihn, denn ein Podium wäre drin gewesen", meint das Ducati-Oberhaupt. "Nicky war in Indianapolis wirklich sehr konkurrenzfähig."

Auch Stoner konnte den Teammanager nicht in Jubel ausbrechen lassen: "Casey stürzte just zu dem Zeitpunkt, an dem seine Reifen im Kommen waren. Wirklich schade: Nach fünf Podien in Folge wäre er auch hier Top-3-fähig gewesen", meint Guareschi. Ähnlich fassungslos geben sich die beiden Ducati-Pechvögel: "Ich kann noch immer nicht glauben, was passiert ist", sagt Hayden.

"Ich bin unheimlich enttäuscht. In den ersten Runden war ich recht vorsichtig, weil die Strecke aufgrund der großen Hitze recht schlüpfrig war. Im dritten Umlauf verlor ich die Front ein bisschen außer Kontrolle, wobei mein linker Knieschoner an einer Drainage hängen blieb. Und hier in Indianapolis gibt es wirklich viele Linkskurven", hält der US-amerikanische Lokalmatador fest.

"Ab diesem Zeitpunkt musste ich wirklich bedächtig zu Werke gehen, weil ich nirgendwo wirklich pushen konnte. Das Rennen beendete ich mit einem großen Loch in meiner Lederkombi. Ich bin zutiefst enttäuscht, weil wir in Indy wirklich eine gute Show hätten abziehen können", erklärt Hayden. Teamkollege Stoner klingt nicht minder frustriert und kommentiert: "Ich bin zutiefst enttäuscht."

"Der Crash war ein Nichts, aber genug, um mich aus dem Rennen zu reißen. Mir ist schon klar, dass einige Leute über die Front weggerutscht sind, doch hier in Indianapolis scheinen wir zu der Situation zurückgekehrt zu sein, die wir zu Saisonbeginn hatten", so der Australier. "Das ist alles sehr schade, denn unsere Geschwindigkeit war prima und wir hätten sicher auf das Podium fahren können."

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