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Dovizioso: "Honda muss fahrbarer werden"

05. Mai 2010 - 16:55 Uhr

Andrea Dovizioso fordert weitere Verbesserungen von den Ingenieuren in Japan - Honda ist physisch schwer zu pilotieren

Andrea Dovizioso
Andrea Dovizioso muss mit der Honda RC212V hart kämpfen
© Honda

(Motorsport-Total.com) - Obwohl Yamaha beide bisherigen MotoGP-Rennen für sich entscheiden konnte, war Honda seinem Konkurrenten dicht auf den Fersen. Andrea Dovizioso fehlten in Katar als Dritter nur zwei Sekunden auf Sieger Valentino Rossi. Zuletzt in Jerez sicherte sich Dani Pedrosa die Pole Position und wurde erst in der letzten Runde von Jorge Lorenzo abgefangen. Trotzdem fordert Dovizioso weitere Verbesserungen für die RC212V.

Das Hauptproblem sieht der Italiener in der schwierigen Balance des Motorrades, womit die Fahrer körperlich über eine Renndistanz zu kämpfen haben. "Im Vergleich zur Yamaha haben wir viel mehr Leistung und sind beispielsweise auf den Geraden um einiges schneller", wird Dovizioso von 'Motor Cycle News' zitiert. Aber an einigen Kurvenausgängen haben wir damit Probleme. Deshalb sind wir mit mehr Kraft auch langsamer. Das Problem ist aber nicht, dass wir langsamer sind, sondern wir brauchen viel mehr Energie, um das Motorrad zu kontrollieren."

Obwohl die Piloten körperlich fit sind, schränkt die Körpergröße von 159 (Pedrosa) und 166 Zentimetern (Dovizioso) ihre Möglichkeiten ein. Ein Fahrer muss auf dem Motorrad elegant und beweglich sein. Extreme Muskulatur würde das unmöglich machen. Zudem ist das leichte Gewicht speziell für Pedrosa am Start und bei der Reifennutzung ein Vorteil. Durch die ähnliche Statur der beiden Piloten kann Honda in die gleiche Richtung entwickeln. Kleine Piloten profitieren generell, da sie weniger Gewicht und Luftwiderstand erzeugen, im Gegensatz zu größeren Fahrern, wie beispielsweise Valentino Rossi (182 Zentimeter), der dafür mehr Möglichkeiten bei der Gewichtsverlagerung hat.

"Eines unserer Ziele ist es, das Motorrad fahrbarer zu machen", sagt Dovizioso. "Man muss mit den 800ern sehr geschmeidig fahren. Derzeit ist unser Motorrad sehr körperbetont zu fahren." Die Schwierigkeiten treten auch bei den übrigen Honda-Piloten auf, die bisher meist im hinteren Teil des Feldes zu finden waren.

Bei all der Kritik ist Dovizioso mit den Fortschritten aber auch zufrieden. "Wir haben die Balance des Motorrades über den Winter verändert. Im Vergleich zum Vorjahr bin ich jetzt zufriedener." In der Weltmeisterschaft sind beide Honda-Werksfahrer direkt hinter dem Yamaha-Duo auf den Plätzen zwei und drei klassiert.

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