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Vermeulen und die Hoffnung auf 2011

04. März 2010 - 10:46 Uhr

Kawasaki-Neuzugang Chris Vermeulen sieht 2010 als Übergangsjahr: In der kommenden Saison soll mit der neuen ZX-10R alles besser werden

Chris Vermeulen
Chris Vermeulen will sich 2010 durch eine womöglich harte Saison beißen
© Kawasaki

(Motorsport-Total.com) - Chris Vermeulen ist bei seiner Rückkehr in die Superbike-Szene zwar freundlich aufgenommen worden, aber doch hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Der Australier, der seinen MotoGP-Platz bei Suzuki für Rookie Àlvaro Bautista räumen musste, flog in den ersten beiden Saisonrennen unsanft ab. Der Kawasaki-Neuzugang war zwar enttäuscht, aber er gibt sich kämpferisch. Vermeulen hat die langfristige Perspektive im Blick.

"Das Bike war bisher sicherlich keine Siegermaschine. Wir versuchen nun, mit kleinen Schritten etwas nach vorne zu kommen", erklärt der Regenspezialist. "Wir haben eine neue Elektronik, etwas mehr Leistung und kleine Anpassungen an Verkleidung und Aufhängung - Kleinigkeiten also. Aber ich kenne meine japanischen Kawasaki-Freunde. Die konzentrieren sich nicht zu 100 Prozent auf das diesjährige Bike. Sie planen für 2011. Der Prototyp rollt schon."

Im kommenden Jahr soll der große Angriff erfolgen. Kawasaki setzt nach dem Rückzug aus der MotoGP alle Ressourcen in der Superbike-Szene ein. Mit einem Kraftakt will man nach vorne kommen. "Wir wollen ein siegfähiges Team haben und ein siegfähiges Bike", erklärt Vermeulen. "Zum Start ins kommende Jahr soll alles passen. Das ist unser Ziel. Zurzeit ist bei uns alles auf dieses Ziel ausgerichtet. Ich weiß noch nicht genau wann, aber ich werde bestimmt schon bald viele Tests in Japan absolvieren."

Mit seiner Erfahrung wolle der viel Input bei der Entwicklung des neuen Bikes liefern. "Es geht einfach darum, dass du den Ingenieuren konkrete Hinweise gibst. Wenn du pfiffige Techniker hast, dann verstehen die dich, werten die Worte aus und verändern dann die Maschine in die richtige Richtung. Es gibt nicht das perfekte Bike, sondern es geht immer um Kompromisse. Man muss halt versuchen, aus dieser Vorgabe das Beste zu machen."

Auch wenn 2010 ein hartes Jahr werden kann, hat Vermeulen viel Spaß. "Ein Superbike ist im Vergleich zum MotoGP-Bike anders. Es ist schwerer, hat reichlich Leistung. Du kannst mit solchen Bikes nicht so viel Speed mit durch die Kurven nehmen, musst deinen Fahrstil anpassen. Man muss tiefer in die Ecken hineinbremsen, dann einen engen Knick fahren und schließlich die Power am Kurvenausgang nutzen. Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr wenigstens einige Male in den Bereich der Top-5 fahren kann."

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