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Kallio: "Wie weit kann man gehen?"
Pramac-Ducati-Pilot Mika Kallio über den Weg zum absoluten Limit in der MotoGP: "Die letzten zwei Prozent sind sehr schwierig"
(Motorsport-Total.com) - Erfahrung, Geschick, Mut und vielleicht auch eine gehörige Portion Wahnsinn. Das sind die Zutaten, die man wohl als Pilot in der MotoGP mitbringen muss. Sich ständig am Rande eines Highsiders zu bewegen ist sicherlich nicht jedermanns Sache. "Für uns ist es aber einfacher als für einen normalen Motorradfahrer, denn wir haben reichlich Übung", erklärt Pramac-Ducati-Pilot Mika Kallio den Ritt auf der Rasierklinge.
"Das Limit in der MotoGP voll auszuschöpfen ist aber nicht ganz einfach", so der Finne gegenüber 'Crash.net' weiter. "Man kann schnell auf 98 Prozent kommen, aber die letzten zwei Prozent sind sehr schwierig. Man will sich immer Schritt für Schritt der Grenze nähern. Wenn man vollstes Vertrauen in das Bike und in sich selbst hat, dann sind die letzten zwei Prozent möglich."
"Wenn aber das Vertrauen fehlt, dann fährt die Angst mit", erklärt Kallio. Genau unter diesem Problem habe er in seinem Debütjahr 2009 gelitten. "Ich wusste genau, dass ich an einigen Stellen noch weiter ans Limit musste. Aber ich hatte nicht genügend Vertrauen und nicht das passende Gefühl. Ein MotoGP-Bike ist am Limit ständig in Bewegung, es rutscht viel mehr herum als eine 250er-Maschine. Sogar bei geringen Geschwindigkeiten."
Man müsse dem Bike seinen Lauf lassen, nicht versuchen, es übermäßig zu zähmen. "Wenn dieses Sliden beginnt, dann musst du einfach weitermachen. Aber wie weit kann man gehen? Das ist der schwierige Teil der Sache. Da kommt dann Erfahrung ins Spiel. Mit kleinen Maschinen ist es einfacher. Sobald eine kleine Maschine in einen Slide kommt, dann spürst du sofort, wo das Limit ist. So läuft das in der 125er- und der 250er-Klasse."
Bislang fehle ihm immer noch das ultimative Gefühl für die Desmosedici GP9, gibt der Finne offen zu. Beim vergangenen Test in Sepang konnte Kallio mit dem neuesten Ducati-MotoGP-Modell nur auf Platz 14 fahren, während die Werkspiloten Casey Stoner und Nicky Hayden deutlich weiter vorne zu finden waren. Der Pramac-Pilot hofft auf deutliche Fortschritte beim abschließenden Test vor Saisonbeginn in zwei Wochen in Katar.











