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Anthony West und MZ: Neue Schwinge und Platz drei

28. März 2010 - 22:39 Uhr

Nach einem Feuerschaden machte MZ beim Test in Jerez Überstunden: Der Lohn dafür war Tagesrang drei am heutigen Sonntag - Neue Schwinge im Einsatz

MZ
Die MZ-Mannschaft sieht sich bei den Tests in Jerez auf dem Weg nach vorn
© MZ

(Motorsport-Total.com) - MZ-Pilot Anthony West verdiente sich Szenenapplaus beim zweiten Tag der Moto2-Testfahrten in Jerez: Mit einer Superrunde im ersten Training am Vormittag stürmte er zunächst auf den fantastischen zweiten Platz und hielt sich in der Gesamtwertung am Tagesende auf Platz drei. Der Erfolg war nicht nur dem Fahrtalent des 28-jährigen Australiers, sondern auch dem Einsatz der gesamten MZ-Crew zu verdanken, die am Vorabend Überstunden gemacht hatte, um das Motorrad nach einem Feuerschaden wieder aufzubauen und eine neue Hinterradschwinge zu montieren, die MZ-Mitbesitzer Martin Wimmer im Flugzeug mitgebracht hatte.

"Diese Schwinge ist völlig anders als die Aluminiumschwinge, die wir bis jetzt einsetzten. Wie der Hauptrahmen selbst ist sie eine Stahlgitterrohr-Konstruktion. Auf den ersten Blick sieht sie weich und unterdimensioniert aus, ist in Wirklichkeit aber deutlich stärker und verwindungssteifer als die Aluminiumversion", erklärt Wimmer. "Mit der neuen Schwinge und einem anderen Set-Up fuhr Anthony 1,6 Sekunden schneller als bei den letzten Jerez-Tests. Wir sind auf dem richtigen Weg!"

"Es war interessant zu beobachten, wie meine Crew gestern Abend die neue Hinterradschwinge eingebaut hat, denn sie schaut anders aus als jede Schwinge, die ich in langer Zeit gesehen habe - eher wie ein Modell aus den 70er-Jahren, wie etwas aus der alten Schule des Motorradbaus. Doch als ich damit auf die Strecke hinausfuhr, habe ich mich auf Anhieb wohl gefühlt", bestätigt West.

"Der ganze Tag lief im Vergleich zu gestern wie geschmiert. Wir holten eine gute Rundenzeit, worüber ich sehr glücklich bin", berichtet der Australier weiter. "Für die letzte Trainingsstunde versuchten wir unser Glück mit einer grundlegenden Änderung am Nachlauf und an der Fahrwerksgeometrie, gingen dabei aber in die völlig falsche Richtung. Es fehlte die Zeit, das Motorrad auf den vorherigen Stand zurückzubauen, bevor die Session zu Ende ging. Doch wenigstens haben wir etwas aus diesem Versuch gelernt."

"Die Rundenzeit heute Morgen war gut, und mit dem richtigen Setup fiel es mir leicht, so schnell zu fahren. Es beweist, dass die neue Schwinge gut funktioniert, doch wir probierten gleichzeitig auch einen neuen Dunlop-Hinterreifen und ein paar Änderungen am Setup aus, es war also eine Kombination von Dingen. Es ist ein gutes Gefühl, mit den schnellsten Fahrern dabei zu sein, und ich freue mich fürs Team, dass sich die harte Arbeit gelohnt hat", so West.

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