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Kiefer: Bradls Rollout auf der Moto2

16. Dezember 2009 - 11:15 Uhr

Stefan Bradl und Vladimir Leonov erlebten in Almeria für Kiefer Racing einen recht positiven Moto2-Rollout mit der neuen Suter MMX

Stefan Bradl
Stefan Bradl testete in Almeria zwei Tage lang die neue Suter MMX
© Kiefer

(Motorsport-Total.com) - Stefan Bradl und sein Kiefer-Teamkollege Vladimir Leonov werden in der kommenden Saison in der neuen Moto2-Klasse antreten. Dies ist die Nachfolgeklasse der ehemaligen Kategorie bis 250ccm im Rahmen der MotoGP-Weltmeisterschaft für Motorräder.

Am 14. und 15. Dezember ging nun der erste Rollout mit dem neuen Arbeitsgerät, der Suter MMX, im spanischen Almeria über die Bühne. Bradl testete zwar in den Wochen zuvor schon zweimal auf dem Hockenheimring mit einem Supersport-Motorrad, dies galt aber nur als lockere Eingewöhnung an die neue Moto2-Kategorie.

Leonov besitzt im 4-Takt-Bereich einen gewissen Vorsprung. Der 22-jährige Russe fuhr vor seiner Zeit in der 250er-WM schon erfolgreich in der Supersport-Klasse 600, die der Moto2 recht ähnlich ist. Das Kiefer-Team hatte zudem die Ehre, das Motorrad mit der Fahrgestellnummer 45-001 als erstes Team zu fahren. Da sich die beiden Piloten bei diesem Test noch ein Motorrad teilen mussten, wurde per Münzwurf entschieden, welcher Fahrer die ersten Runden drehen durfte.

Erst Regen, dann ein Sturz

"Das Motorrad ist großartig."
Vladimir Leonov

Leonov hatte das Glück auf seiner Seite und durfte so als Erster auf die Strecke. Anschließend gab er freudestrahlend zu Protokoll: "Das Motorrad ist großartig. Die 250er-Rennmaschine die ich in diesem Jahr fuhr, ist damit nicht zu vergleichen. Ich gehe davon aus, dass mir meine bisherige Erfahrung im 4-Takt-Bereich einiges helfen wird."

Ausgerechnet als dann Bradl seinen ersten Turn fuhr, begann es zu regnen und die Tests mussten zunächst unterbrochen werden. Durch die sehr schnell abtrocknete Strecke war es dann am Nachmittag doch noch möglich, ein größeres Zeitfenster zu nutzen. Die Hauptaufgabe für beide Fahrer lag darin, sich an das neue Motorrad zu gewöhnen und eine erste Abstimmung für Motor und Fahrwerk zu finden. Rundenzeiten spielten dabei eine untergeordnete Rolle.

Am zweiten Testtag herrschte besseres Wetter, wobei Leonov vormittags stürzte und das Motorrad lange Zeit zur Reparatur in der Box stand. Erst am späten Nachmittag hatten die beiden Fahrer die Möglichkeit, das Motorrad ausgiebig zu testen.

Positiver erster Eindruck

"Wichtig war, diesen Rollout gemacht zu haben, da wir einige Erkenntnisse über die Technik bekommen haben."
Stefan Kiefer

Das Fazit dieses Rollouts schilderte Teamchef Stefan Kiefer wie folgt: "Das Wichtige war, dass man erst einmal einen Eindruck vom Motorrad bekommt. Beide Fahrer waren vom ersten Feeling her sehr mit dem Motorrad zufrieden. Vor allem, weil es sich wirklich wie ein richtig handliches Rennmotorrad anfühlt."

"Wir kamen am ersten Tag nicht so viel zum Fahren, weil es geregnet hatte. Dies kostete uns natürlich wichtige Zeit. Der zweite Tag hat super begonnen und Stefan war mit einer Runde von 1:41.95 Minuten auch gleich richtig schnell. Nur ein paar Minuten danach stürzte Vladimir und die Reparatur kostete uns über drei Stunden."

"Als wir dann wieder auf die Strecke gingen, hatte es keine fünf Grad Celsius und an ein vernünftiges Testen war nicht mehr zu denken. Wichtig war aber, diesen Rollout gemacht zu haben, da wir einige Erkenntnisse über die Technik bekommen haben. Daher sind wir mit diesen zwei Tagen sehr zufrieden."

Die Rundenzeiten:

Stefan Bradl (Suter MMX) - 1:41.95 Minuten
Vladimir Leonov (Suter MMX) - 1:42.40

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