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Thien: "Tendenz geht in Richtung Moriwaki"

27. November 2009 - 14:13 Uhr

Der deutsche Neo-Teambesitzer Terrell Thien arbeitet noch an der Fertigstellung seines Projekts um Pilot Tom Lüthi - Viele Personalien und Partner stehen fest

Thomas Lüthi
Tom Lüthi wird 2010 wahrscheinlich mit einem Moriwaki-Chassis fahren
© Interwetten

(Motorsport-Total.com) - Die Entscheidung bezüglich des Fahrwerks, mit dem Tom Lüthi nächstes Jahr in der neuen Moto2-Kategorie an den Start gehen wird, ist noch nicht ganz gefallen. Doch Lüthis neuer Teamchef Terrell Thien hat diesbezüglich bereits einen heißen Favoriten. "Das Chassis wird aller Wahrscheinlichkeit nach von Moriwaki kommen", erklärt der 39-jährige Teambesitzer aus Düsseldorf.

"Moriwaki ist schon seit geraumer Zeit im Renngeschehen vertreten", nennt Thien als einen der Gründe für den wahrscheinlichen Zuschlag zu Gunsten des japanischen Herstellers. "Zudem wird schon lange mit diesem Chassis auf der Rennstrecke getestet. Für mich zählt aber auch die Tatsache, dass Dunlop mit einem Moriwaki-Fahrwerk und Honda-Motor die Reifen für die Moto2-Klasse entwickelt hat. Dies war zwar auch mit Suter der Fall, der hatte aber in seinen Entwicklungs-Chassis jeweils einen Yamaha-Motor eingebaut."

Für Thien kommt auch die harmonische Zusammenarbeit als ein weiterer ausschlaggebender Faktor hinzu. "Die Zusammenarbeit sowie auch der Informationsfluss seitens Moriwaki war soweit sehr angenehm und auch sehr zufriedenstellend", sagt der Deutsche. "Vor allem aber ist Moriwaki preislich gesehen die interessanteste Option: Das fahrfertige Motorrad, inklusive Motor und allem drum herum, kommt auf weniger als 100.000 Euro! Und auch die Ersatzteilpreise sind sehr moderat gestaltet."

"Die Japaner lassen uns viel Platz, um selber Ideen zu verwirklichen."
Terrell Thien

Der japanische Hersteller lässt der ehrgeizigen Truppe um Terrell Thien auch viel Freiraum bei der endgültigen Aufbereitung des Motorrades. "Die Japaner lassen uns viel Platz, um selber Ideen zu verwirklichen", äußerst sich der Teamchef dazu euphorisch. "Wir werden an diesem Bike vieles selber produzieren, wie zum Beispiel die Fußrasten, Halterungen, etc. Auch die Verkleidung entwickeln wir gemeinsam mit unserem Partner Becker Carbon."

Alte Bekannte aus Düsseldorf

Thien weiter: "Das Renngerät von Tom Lüthi wird mit Dämpfungselementen von Öhlins und einer Akrapovic-Auspuffanlage ausgestattet." Neben Becker Carbon zählt Thien als weitere Partner Unternehmen wie Gilles, Nissin, Böckers Alu Constructions, Konzept und OZ auf. Mit der Firma CUT GmbH in Düsseldorf konnte der umtriebige Rennsport-Insider einen alten Bekannten für die Räumlichkeiten der Teambasis gewinnen.

"Die CUT GmbH ist spezialisiert auf das Drehen und Fräsen von Präzisionsteilen aller Art und war schon damals bei Yamaha Germany mit an Bord", erzählt er. "Zurzeit richten wir gerade an deren Firmensitz unsere Werkstatt ein. Nach dem Eintreffen des Motorrades, das wahrscheinlich am 20.12. sein wird, trifft sich erstmals auch die gesamte Crew zu einer Lagebesprechung. Bis auf einen zusätzlichen Mechaniker, der auch den Truck fahren wird, steht die Mannschaft mit Alfred Willeke, Chefmechaniker/Data-Recording, Koen van Lierop, Mechaniker/Data-Recording und Hardy Does, Mechaniker/Truck, schon fest."

Abgesehen vom Stand des Moto2-Projektes ist Terrell Thien auch mit den Fortschritten rund um das 125er-Team von Marcel Schrötter überaus angetan. "Die Truppe um Marcel ist ebenfalls sehr überschaubar", so Thien. "Zudem entwickelt sich die Finanzierung mit vielen kleinen Sponsoren und Gönnern durchaus positiv!"

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