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Alstare-Suzuki: Warum Neukirchner gehen muss

12. Oktober 2009 - 15:38 Uhr

Während Max Neukirchner heute bei Ten-Kate-Honda unterschreiben soll, erklärt sein bisheriges Team Alstare-Suzuki, warum es zum Bruch kam

Max Neukirchner
Max Neukirchner wird seine Startnummer 76 wohl bald auf eine Honda kleben
© Alstare

(Motorsport-Total.com) - Nach knapp drei Jahren in Diensten von Suzuki wird sich Max Neukirchner bald auf eine Honda setzen. Der 26-jährige Sachse hat sich nach heftigen Querelen von seinem bisherigen Team getrennt und soll nun bei Ten-Kate-Honda andocken. Eine entsprechende offizielle Bestätigung des Markenwechsels wird in Kürze erwartet. Auslöser des Streits mit Alstare-Teamboss Francis Batta war angeblich der Gesundheitszustand von Neukirchner.

Der Superbike-Pilot sollte nach seinem schweren Unfall in Monza ursprünglich zum Rennwochenende in Brünn wieder fit sein, doch ein erneuter Sturz beim Test in Imola hatte dieses Comeback verhindert. Neukirchner ließ sich nach dem neuerlichen Crash in Chemnitz behandeln. "Auf Nachfrage erhielten wir die Information, dass er am Nürburgring wieder fit sein sollte, später hieß es Imola, noch später sagte man Magny-Cours", heißt es in einer Alstare-Erklärung auf der Internetseite des Teams.

Wie es dem deutschen Piloten tatsächlich ging, habe man zu jenem Zeitpunkt nicht abschätzen können. "Wir haben ihn dann aufgefordert, samt seiner Krankenakte in Imola zu erscheinen, um seine Fitness von den Ärzten der Clinica Mobile bestätigen zu lassen. Max erschien zwar am Samstag, aber seine Akte war nicht vollständig. Es waren weitere Röntgenaufnahmen nötig."

Francis Batta
Alstare-Suzuki-Boss Francis Batta hat auch Hauptsponsor Dr. BRUX verloren
© Alstare

Die neuen Aufnahmen hätten auf der einen Seite gezeigt, dass die deutschen Ärzte bei den Operationen gute Arbeit geleistet hatten, "aber es wurde auch deutlich, dass Max für seine Genesung mehr Zeit als erwartet benötigt. Es gab das Risiko, dass Folgeschäden entstehen könnten", heißt es in der Alstare-Erklärung. Man habe sich die Diagnose später im Beisein von Neukirchner vom Neurologen in Chemnitz bestätigen lassen.

"Der Neurologe erklärte uns, dass er nicht die Verantwortung dafür übernehmen wolle, wenn Max wieder auf das Motorrad steigt. Auf Grundlage dieser zwei Expertisen wurde deutlich, dass man für Max' Genesungsprozess vier bis sechs Monate veranschlagen musste", erklärt das Team weiter. Urpsrünglich sollte sich der Vertrag mit dem Sachsen zum 30. September automatisch um ein Jahr verlängern. Am Imola-Sonntag habe man ihm aber erklärt, dass man angesichts seiner unsicheren Gesundheit einer solchen Verlängerung nicht zustimmen werde.

"Wir haben Max dann aufgefordert, gemeinsam mit einem der behandelnden Ärzte in Alleur zu erscheinen, um durch weitere Tests Klarheit zu erhalten. Leider ist Max nicht wie verabredet in unserem Hauptquartier erschienen", heißt es vom Team. Man habe drei Jahre lang vertrauensvoll zusammengearbeitet, "aber Max' Abwesenheit und mangelnde Gesprächsbereitschaft bedeutet, dass die Zusammenarbeit beendet werden muss. Wir wünschen ihm dennoch eine schnelle Genesung und viel Glück für die Zukunft."

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