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Pedrosa und das Druckmittel Ducati

02. September 2009 - 10:53 Uhr

Dani Pedrosa verhandelt offen mit Ducati, obwohl mit Honda eine Grundsatzvereinbarung für 2010 existiert: "Es gibt Gründe dafür"

Daniel Pedrosa
Daniel Pedrosa ist derzeit die heißeste Aktie auf dem MotoGP-Fahrermarkt
© Bridgestone

(Motorsport-Total.com) - Kurz vor dem Grand Prix in Brünn schien die Fahrersituation bei Honda aussortiert. Das Werksteam verkündete, dass man die Verträge mit Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso verlängert habe. Doch es dauerte nur wenige Minuten, bis diese Darstellung vom Pedrosa-Management korrigiert wurde. Eine Grundsatzvereinbarung für 2010 gebe es zwar, unterschrieben sei allerdings noch nichts.

"Die Situation ist immer noch so wie in Brünn", stellt Pedrosa im italienischen Magazin 'Motorspint' klar. Es gebe bisher keine konkreten Neuigkeiten. "Die Gespräche mit Honda sind weit fortgeschritten. Es gibt aber Gründe, die mich bisher von einer Unterschrift abhalten. Das Problem ist, dass ich gern wissen möchte, ob ich 2010 wieder die gleiche Maschine fahren muss. Das ist wichtig für mich. Yamaha hat bereits mit dem Bike für 2010 getestet. Ich möchte gern die genauen Pläne für das kommende Jahr wissen."

Die Yamaha-Werksmannschaft nutzte den jüngsten Testtag in Brünn, um bereits erste Probefahrten mit der R1 des kommenden Jahrgangs zu unternehmen. "Mir ist wichtig, dass wir nach dem letzten Rennen der Saison in Valencia nicht nur auf eine Maschine für 2010 umsteigen, sondern dass dieses Bike dann auch schon gut aussortiert ist", erhöht Pedrosa den Druck. "Ich möchte nicht noch einmal mit einem Bike in die Saison gehen, das erst noch aussortiert werden muss, wo man im Verlauf der Saison immer andere Teile probiert. Mit einer guten Basis zu starten bedeutet, dass man viele Probleme abwendet."

Pedrosa hat wenig Vertrauen in die Entwicklungstätigkeiten bei HRC. In diesem Jahr war er zu Beginn der Saison oft chancenlos, für 2009 steht erst ein einziger Sieg zu Buche. Das vergangene Rennwochenende in Indianapolis wird ihm bei seinem Ansinnen nicht gerade geholfen haben. Dort warf der Spanier einen sicheren Sieg leichtfertig weg. Dennoch hat Pedrosa einen Trumpf im Ärmel: Ducati.

Die Italiener umwerben den schnellen Spanier. Ducati-Teamchef Livio Suppo hat mehr als deutlich erklärt, dass man sich Pedrosa nur allzu gern ins Team holen würde. "Es gibt einige Gespräche mit Ducati", gibt der umworbene Pilot zu. Die Schicksale der bisherigen Stoner-Teamkollegen schrecken ihn nicht ab: "Ich kenne die Vor- und Nachteile der Ducati nicht genau, aber von außen betrachtet kann ich sagen, dass Stoner mit dem Bike anscheinend gut zurecht kommt."

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