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Lorenzo: Mit Meditation an die MotoGP-Spitze

23. Juni 2009 - 12:10 Uhr

Yamaha-Star Jorge Lorenzo über seine Stärken und Schwächen: Red Hot Chili Peppers für die nötige Konzentration

Jorge Lorenzo
Jorge Lorenzo kurz vor dem Rennstart: Kopf aus-, MP3-Player anschalten
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Spätestens beim harten Fight gegen Superstar Valentino Rossi in Barcelona hat Jorge Lorenzo klargestellt, dass er endlich für eine Wachablösung im Team und sogar in der gesamten MotoGP sorgen möchte. Zwar unterlag der junge Spanier im handfesten teaminternen Duell in Spanien, doch belegen beide Piloten gemeinsam mit Casey Stoner zurzeit Platz eins in der Gesamtwertung. Die Chancen auf den Titel sind also intakt.

Lorenzo hat in den vergangenen beiden Jahren eine sagenhafte Entwicklung an den Tag gelegt. Der gebürtige Mallorciner wurde ruhiger, erwachsener und macht seit Saisonbeginn auch deutlich weniger Fehler. "Ich habe mein tägliches Training umgestellt", verriet Lorenzo im Interview mit 'GP Week'. "Ich mache Entspannungsübungen und Meditation. Ich habe seit Anfang des Jahres einen speziellen Trainer dafür."


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"Man muss die Augen schließen und seinen Körper spüren. Und man muss an gar nichts denken. Das ist gar nicht einfach. Du bist wie im Schlaf, aber du schläfst nicht. Das ist ein ganz schmaler Bereich dazwischen. Es ist schwierig, diesen Zustand für zehn Minuten zu halten", erklärte der 22-Jährige. Kurz vor dem Rennstart schottet sich Lorenzo ab, setzt eine Sonnenbrille mit integriertem MP3-Player auf. "Am liebsten höre ich dann die Red Hot Chili Peppers."

Der gesamte Auftritt des jungen Titelkandidaten hat sich verändert. Im Fahrerlager gibt er sich offener und freundlicher, sein Hirngespinnst von der Schauspielerkarriere hat er sich aus dem Kopf geschlagen, den Wohnsitz von London zurück nach Spanien verlegt. "Ich konzentriere mich jetzt voll auf den Rennsport. Wenn ich irgendwann damit aufhöre, dann kann ich immer noch etwas anderes machen", so der Yamaha-Pilot.

"Meine Stärke ist sicherlich meine Konstanz. Ich habe das angeborene Talent, zehn Runden am Stück ganz konstant abspulen zu können. Außerdem kann ich mich zum Ende des Rennens immer steigern. Das kann mit den gebrauchten Reifen auch nicht jeder", erklärte Lorenzo. Er beleuchtete auch die andere Seite: "Meine Starts sind ganz sicher meine große Schwäche. Ich habe kein gutes Gefühl in der Kupplungshand. Auch die ersten Runden sind nie meine Stärke."

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