
Kallio klagt über eingeschränkte Trainingszeit
Das Pramac-Ducati-Duo mischte am ersten Tag in Assen nicht an der Spitze mit - Mika Kallio über veränderte Trainingsregel unzufrieden
(Motorsport-Total.com) - Während Mika Kallio als 13. mit gut eineinhalb Sekunden Rückstand noch halbwegs mithalten konnte, landete Niccoló Canepa als 18. mit drei Sekunden Rückstand abgeschlagen auf dem vorletzten Platz - langsam war nur noch der praktisch außer Konkurrenz fahrende Rookie Gabor Talmacsi. Dementsprechend unzufrieden war man bei Pramac-Ducati nach dem ersten Trainingstag in Assen.
"Wir reduzieren unsere Abstände aus den Freien Trainings sukzessive und das ist ein sehr wichtiges Zeichen für uns", erklärte Technikchef Fabiano Sterlacchini. "Wir folgen den bei den Testfahrten in Barcelona entdeckten Lösungen und Mika hat großes Vertrauen in diese Einstellungen. Wie gewöhnlich werden wir am zweiten Tag eines Grand Prix' die richtige Balance finden. Dann steht uns einfach mehr Zeit zur Verfügung. Das wird es Mika erlauben, noch schneller zu sein."
Doch der Finne beschwerte sich vor allem über das auf eine Stunde reduzierte Freitagstraining: "So ist das einfach nicht fair. Im Vergleich beginnen wir ein Rennwochenende einfach mit zu viel Rückstand, weil die anderen Fahrer schon im vergangenen Jahr auf dieser Strecke unterwegs waren. Wenn wir wie 2008 freitags zwei Stunden zur Verfügung hätten, dann würde diese Geschichte schon deutlich anders aussehen. Wir müssen es aber so nehmen, wie es kommt. Es scheint eine Leichtigkeit zu sein, dabei ist es gar nicht so einfach, auf jedem Kurs die passende Linie zu finden."
"Ich möchte jetzt nicht polemisch klingen, will aber klarstellen: Unser Potential ist weitaus größer als P13. Das konnten wir auch schon bei anderen Gelegenheiten unter Beweis stellen", fügte er an. "Im Gegensatz zu anderen Freien Trainings am ersten Tag lief es in Assen schon einmal etwas besser. Das verschafft uns eine Menge Zuversicht. Außerdem habe ich eine weitere Runde nur um ein paar wenige Sekunden verpasst. Ansonsten hätten wir unsere beste Rundenzeit sicherlich noch einmal unterbieten können. Davon bin ich überzeugt."
Teamkollege Canepa hatte indes mit Rückenschmerzen zu kämpfen und musste sich behandeln lassen. Allerdings erwartet er keine Beeinträchtigung für den Rest des Wochenendes: "Als ich das Training beendet hatte, bin ich sofort in die Clinica Mobile marschiert, denn ich hatte große Schmerzen im Rücken. Es ist schon ein paar Tage her, seit ich das letzte Mal ein Rückenleiden hatte. Ich bin mir aber sehr sicher, dass es meine Leistung auf der Strecke nicht beeinträchtigen wird", so der Italiener.
Und weiter sagte er: "Wir haben heute keinen optimalen Start hingelegt, aber das lag schlichtweg an technischen Problemen. Dadurch konnten wir in der ersten Hälfte der Session unser geplantes Programm nicht durchziehen. Wir müssen noch in Erfahrung bringen, was da los war, damit wir an den beiden kommenden Tagen gute Arbeit leisten können. Wir haben in den letzten Minuten noch versucht, die Probleme zu lösen, doch allzu viel Zeit war eben nicht mehr übrig."









