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Melandri muss auf ein Wunder hoffen

09. Januar 2009 - 20:09 Uhr

Genau wie Honda in der Formel 1 hofft nun auch Kawasaki in der MotoGP auf einen Käufer - Marco Melandris Zukunft hängt in der Luft

Marco Melandri
Aus und vorbei: Marco Melandri hatte sich schon an sein grünes Outfit gewohnt...
© Kawasaki

(Motorsport-Total.com) - Die heutige Bekanntgabe des Kawasaki-Konzerns, mit dem hauseigenen Rennteam aus der MotoGP-Serie auszusteigen, kam für die Fahrer Marco Melandri und John Hopkins nicht als Überraschung. Die beiden wurden bereits am 29. Dezember informiert, nachdem in den Medien erste Gerüchte aufgekommen waren.

"Für uns war es keine Überraschung", bestätigte Melandri-Manager Alberto Vergani gegenüber 'Motor Cycle News'. "Marco ist enttäuscht, aber er versucht, den Kopf nicht hängen zu lassen." Der Italiener hatte nach einer verkorksten Saison bei Ducati einen Kawasaki-Vertrag unterschrieben, um seine Karriere neu zu beleben. Dass sich dies als kompletter Schuss in den Ofen entpuppen würde, war zu jenem Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Nun steht er vor einem Scherbenhaufen, denn wenn nicht noch ein Wunder passiert, wird Melandri 2009 keine MotoGP-Rennen fahren. Dieses erhoffte Wunder erinnert sehr an die Situation von Honda in der Formel 1: Der Hersteller zieht sich zwar zurück, bietet das Team aber zum Verkauf an. Jorge Martinez hat bereits Interesse signalisiert und angeblich auch schon Gespräche mit Teamchef Michael Bartholemy geführt.

Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta bestätigte diese Rettungsambitionen, ohne allerdings Namen zu nennen: "Wir hatten am 8. Januar ein Treffen in Osaka, wo Kawasaki die Gründe für den Ausstieg des Werksteams darlegte", ließ er via 'motogp.com' ausrichten. "Unter diesen Umständen sind wir übereingekommen, zu versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden, sodass in einer anderen Form, also als Privatteam, weitergemacht werden kann."

"Es gibt viele Gerüchte über Aspar und Bartholemy, aber wir haben keinerlei Hinweise darauf, was passieren wird", fügte Melandris Manager an, der achselzuckend meinte, die Situation erinnere ihn an einen Film: "Man weiß nicht, wie es ausgeht." Fest steht schon jetzt: Werksseitig wird Kawasaki 2009 nicht mehr am Start sein. Damit stehen für das dritte Motorrad-WM-Engagement der Japaner insgesamt nur drei Podestplätze, zuletzt 2007 in Japan, zu Buche.

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