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Melandri-Lager hofft auf die Dorna

03. Januar 2009 - 11:37 Uhr

Alberto Vergani, Manager von Marco Melandri, hat alles versucht, um seinen Schützling noch anderweitig unterzubringen und hofft nun auf die Hilfe der Dorna

Marco Melandri
Viel zu lachen haben Marco Melandri und sein Manager aktuell nicht
© Kawasaki

(Motorsport-Total.com) - Am Montag soll der offizielle Ausstieg von Kawasaki aus der MotoGP bekannt gegeben werden. Die Japaner wollen Angesichts magerer Ergebnisse und Wirtschaftskrise ihr Engagement in der höchsten Motorradklasse beenden. Für Marco Melandri, der sich nach einer Horrorsaison 2008 bei Ducati zu den "Grünen" geflüchtet hat, um dort 2009 einen hoffnungsvollen Neubeginn der Karriere zu starten, ein "Albtraum", wie er sagte.

Sein Manager Alberto Vergani setzt nun natürlich alle Hebel in Bewegung, um seinen Schützling anderweitig unterzubringen, bislang jedoch vergeblich - alle Sattel sind besetzt. Fausto Gresini wurde der Italiener sogar kostenlos angeboten, der Teamchef lehnte jedoch ab. Langsam stellt sich im Melandri-Lager Resignation ein und nun bleibt dem einstigen Ducati-Piloten nur die trostlose Alternative "Hoffen und Warten".

Manager Vergani erklärt, dass nun andere Stellen die Fäden ergreifen müssen: "Es gibt keine Alternativen. Jemand anderes muss die Dinge in die Hand nehmen." Mit "jemand anderes" ist die Dorna gemeint. Der Melandri-Manager hofft, dass MotoGP-Promoter Carmelo Ezpeleta sich der Sache annimmt. "Wir können nichts tun, außer abwarten. Die Alternative ist: Es gibt keine, ich betone das noch einmal."

"Entweder es ruft noch jemand an und sagt uns, dass es eine Möglichkeit für uns gibt, oder wir können nicht antreten, ganz einfach", erklärte Vergani gegenüber 'Sportmediaset.it'. "Die einzige weitere Möglichkeit besteht noch darin, einen Piloten während der laufenden Meisterschaft zu ersetzen. Aber das hängt nicht von uns ab."

Melandri ist zum Nichtstun verdammt

Vor seiner Ducati-Zeit wurde Melandri als großes Talent gehandelt, welches regelmäßig in den Top 5 auftauchte, etwa so wie heute Dani Pedrosa. Vergani hofft, dass die Dorna angesichts Melandris vergangener Erfolge noch einschreitet und den Italiener eine Alternative vermitteln kann. "Wenn man bedenkt, dass Pedrosa sechs Grand Prix gewonnen hat und Marco fünf und beide bereits eine Vize-Meisterschaft eingefahren haben (Pedrosa 2007 und Melandri 2005; Anm. d. Red.), dann ist es klar, dass die MotoGP kaum auf einen Mann wie Melandri verzichten kann", so Vergani.

"Sofern die Dorna kein Interesse daran hat, so starke Fahrer dabei zu haben, ist es natürlich was anderes. Es liegt nun an der Dorna." Eine weitere Möglichkeit könnte aber auch der diskutierte Deal mit Aspar sein. Sofern die Truppe um Teamchef Jorge Martinez das Kawasaki-Team auffängt, könnten die Jobs von John Hopkins und Marco Melandri gerettet sein. Welche Chancen sich aber auch ergeben, die Initiative dafür liegt nicht bei Melandri, der Italiener muss passiv der Dinge harren, die da kommen und das ist für einen Sportprofi das Schlimmste überhaupt.

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