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Superbike-Test: Fabrizio ganz oben, Haga am Boden

10. Dezember 2008 - 21:26 Uhr

Gemischte Gefühle bei Xerox-Ducati: Michel Fabrizio Schnellster, Noriyuki Haga mit drei Stürzen - Max Neukirchner Dritter - BMW im Mittelfeld

Michel Fabrizio trieb die neue Ducati 1098F09 am schnellsten über die Strecke
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Abgang von Superstar Troy Bayliss kehrt bei Xerox-Ducati bei weitem keine Langeweile ein. Für viel Spektakel sorgten beim Test in Kyalami gleich beide Piloten der italienischen Mannschaft. Michel Fabirzio fuhr im Rahmen der Pirelli-Reifentests am Mittwoch in 1:41.204 Minuten eine deutliche Bestzeit, Bayliss-Nacholger Noriyuki Haga war zwar auch schnell (4./1:41.730 Minuten), brachte der Mannschaft mit drei Stürzen aber auch viel Arbeit.

Der Japaner ging ungestüm und teils unbedarft ans Werk. Ein Beispiel: Der erste Sturz des Tages passiert nicht auf einer schnellen runde, sondern auf dem Weg zur Box. "Ich fuhr langsam und abseits der Ideallinie, als Jonathan Rea seitlich in mich hereingefahren ist", so Haga anschließend. "Vielleicht war ich zu langsam, oder er war zu schnell." Beide Piloten blieben am Mittwoch unverletzt. "Das war ein dämlicher Crash", stellte Rea allerdings klar.

Während Haga sich die südafrikanischen Kiesbetten heute ganz genau anschaut, lief es beim Teamkollegen problemlos. Fabrizio spulte 66 Runden ab - ganz entspannt: "Ich war zum ersten Mal auf dieser Strecke. Ich kann sicher noch schneller. Ich werde das an den beiden verbleibenden Tagen noch ausprobieren." Der Italiener war bei seinen ersten Runden um eine Zehntelsekunde schneller als der offizielle Rundenrekord von Colin Edwards aus dem Jahr 2002.

Für Ruben Xaus und BMW lief es in Kyalami nur durchschnittlich gut
© BMW

Als Zweiter des Tages überraschte Ben Spies (1:41.599 Minuten) erneut. Der Amerikaner scheint weiterhin keine Anpassungsprobleme in der Superbike-WM zu haben. "Ich hatte eine Menge Spaß. Das Handling ist gut und der Motor zieht schön sanft aus den Kurven heraus", beschrieb der Yamaha-Neuling. Auf Rang drei wusste Max Neukirchner (1:41.713 Minuten) zu Überzeugen. Für Spannung ist scheinbar gesorgt: Drei Marken auf den ersten drei Plätzen.

Einen Höllenritt erlebte Aprilia-Neuverpflichtung Max Biaggi - allerdings weniger auf der Rennstrecke. Der Italiener kam am Mittwochmittag nach 36-stündiger Reise mit heftigen Flugverspätungen in Kyalami an. Eigentlich hätte der Altmeister bereits nach zwölf Stunden sein Ziel erreichen sollen. "Ich konnte heute nur eine Art Warmup fahren", entschuldigte sich Biaggi (1:42.446 Minuten) für Platz sieben. "Mal sehen, wo wir in den verbleibenden Sessions landen können."

Für BMW verlief der erste Auftritt im Rahmen der versammelten Superbike-WM-Szene durchschnittlich. Troy Corser (9./1:42.975 Minuten) und Ruben Xaus (10./1:43.274 Minuten) mussten der Unerfahrenheit mit der BMW S1000RR Tribut zollen, waren aber in der Zeitenliste nicht allzu weit zurück.

Die Testzeiten vom Mittwoch im Überblick:
01. Michel Fabrizio (Ducati) - 1:41.204 Minuten - 66 Runden
02. Ben Spies (Yamaha) - 1:41.599 - 46
03. Max Neukirchner (Suzuki) - 1:41.713 - 69
04. Noriyuki Haga (Ducati) - 1:41.730 - 31
05. Yukio Kagayama (Suzuki) - 1:41.755 - 39
06. Shinya Nakano (Aprilia) - 1:41.846 - 51
07. Max Biaggi (Aprilia) - 1:42.446 - 29
08. Ryuichi Kiyonari (Honda) - 1:42.744 - 62
09. Troy Corser (BMW) - 1:42.975 - 33
10. Ruben Xaus (BMW) - 1:43.274 - 41
11. Carlos Checa (Honda) - 1:43.418 - 10
12. Jonathan Rea (Honda) - 1:44.496 - 16
13. Tom Sykes (Yamaha) - 1:46.780 - 16

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